Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Wie können wir in Zukunft unsere Miete und Essen zahlen? (V)

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Der Ober­bür­ger­meis­ter Dr. habil. P. Röh­lin­ger hat geant­wor­tet. Gra­tu­la­ti­on! Es soll eine Sel­ten­heit sein, dass ein OB ant­wor­tet, wur­de mir gesagt. Doch gibt er nur bekannt, dass sich eigent­lich nichts ändert sei­tens der Stadt Jena. Drei Punk­te sind in sei­nem Brief bedeutend:

  • Er hat das Schrei­ben des Peti­ti­ons­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges gele­sen, mit Inter­es­se, also die Aus­sa­ge des Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les. Doch blieb es beim Lesen. Schließ­lich ist “jen­ar­beit” kei­ne Bun­des­be­hör­de und damit braucht man sich an die Aus­sa­ge nicht bin­den, obwohl es nach dem SGB arbei­tet. (Inter­es­sant wäre, wie die Stadt reagiert hät­te, wenn die Aus­sa­ge zu ihren Guns­ten wäre.)
  • Er erwähnt einen bedeu­ten­den Punkt, den ich nicht ver­ste­he: Die Stadt Jena weiß, dass das Gericht vom fal­schen Sach­ver­halt aus­ge­gan­gen ist und trotz­dem neh­men sie den Beschluss als rich­tig an, also sie sehen sich in ihrer Rechts­auf­fas­sung bestä­tigt. Wie? Sach­ver­halt stimmt nicht, aber das Urteil ist rich­tig? Na da kann ich ja froh sein, dass es sich nicht um ein Straf­pro­zess han­delt. Immer­hin, er erwähnt, dass ich gegen die gericht­li­che Ent­schei­dung Rechts­mit­tel ein­le­gen kann. Was bit­te soll ich sonst machen, wenn die Stadt Jena die Ver­sor­gung mei­ner Toch­ter wei­ter­hin gefähr­det und nicht die gewünsch­te Hand­ha­bung des Sach­ver­halts vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um anerkennt.
  • Jetzt redet der Ober­bür­ger­meis­ter von “zuschuss­wei­se” Leis­tun­gen. Als ich “begeh­re” einen Zuschuss ALG-II zu mei­nem Gehalt von 0,00 Euro, was ich mir selbst zah­le, oder wie habe ich die­se For­mu­lie­rung zu ver­ste­hen? Aber viel­leicht hat der OB ja recht, laut dem Duden – Deut­sches Uni­ver­sal­wör­ter­buch, ist ein Zuschuss ein Bei­trag, der zur Ver­fü­gung gestellt wird als Hil­fe, um bei der Finan­zie­rung einer Sache zu hel­fen. (Ich lass das mal so stehen)

So ist der Stand der Din­ge. Dabei hat der Ober­bür­ger­meis­ter mir immer noch nicht alle Fra­gen beant­wor­tet. Auch ver­ste­he ich eines nicht: Die Stadt Jena meint, ich kla­ge, ich befän­de mich schon in Kla­ge, dabei liegt mir immer noch kein Schrei­ben vor, wor­auf ich kla­gen kann. Und sie geneh­mi­gen mir ein Dar­le­hen, bis es gericht­lich ent­schie­den ist. Also wenn ein Urteil in zwei Jah­ren fal­len wür­de und ich immer noch beur­laubt bin, dann habe ich 12.000 Euro Schul­den. Ich sage nur: Dan­ke, dass hier die Aus­sa­ge des Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les igno­riert wird, sowie die gefes­tig­te Recht­spre­chung zur (Nicht-)Förderungsfähigkeit!Mir feh­len lang­sam die Wor­te, wenn den Mit­ar­bei­te­rIn­nen einer Stadt­ver­wal­tung die Siche­rung der Ver­sor­gung eines schwerst behin­der­ten Men­schen mit Luft­röh­ren­schnitt sowie Beatmung und deren pfle­gen­den Per­so­nen egal zu sein scheint, was wird erst dann mit dem “Durschnitt” an Hilfebedürftigen.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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