Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Die ambulante Kinderkrankenpflege vs. Kindergarten / Schule

D

Schul- oder eben die Kin­der­gar­ten­be­glei­tung ist eine Leis­tung der ambu­lan­ten Kin­der­kran­ken­pfle­ge. Heu­te stell­te sich die Fra­ge, ist es dem Inte­gra­ti­ons­hel­fer, also des­sen Leis­tun­gen gleich zu set­zen. Ich kann dem kein nein geben, denn für schwer kran­ke Kin­der wird über die ambu­lan­te Kin­der­kran­ken­pfle­ge erst der Weg aus der Kli­nik und in die Tages­stät­te mög­lich. Aber eben auch nur dann, wenn das Kind an sich die Vorraus­set­zung erfüllt, dass es häus­li­che Kran­ken­pfle­ge erhal­ten kann. Die­se Form der Ver­sor­gung gibt es zum Bei­spiel bei schwe­ren Schluck­stö­run­gen mit Absaug­be­reit­schaft, “akti­ver” Epi­lep­sie oder beim Tra­cheo­s­to­ma mit bzw. ohne Beatmung. Für Kin­der mit einer stän­dig ent­glei­sen­den Stoff­wech­sel­er­kran­kung kann der Pfle­ge­dienst den Weg in die Ein­rich­tung auch erst mög­lich machen.Doch hat die häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge auch ihre Gren­zen und die beginnt dort, wo sich der “Pfle­ge­auf­wand” rund um die Grund­pfle­ge dreht, also dem Füt­tern, Tra­gen oder Waschen. Der Gesetz­ge­ber hat eine Tren­nung gesetzt zwi­schen Grund- und Behand­lungs­pfle­ge. Er ver­schont hier­bei auch nicht den Kin­der­gar­ten oder die Schu­le. Die Grund­pfle­ge ist dort bei allen Kin­dern “all­ge­gen­wär­tig”. Dadurch ist zum Bei­spiel das Füt­tern eine Auf­ga­be der Erzie­her oder sogar einer Hilfs­kraft wie dem bis­he­ri­gen Zivil­dienst­leis­ten­den. Ist also das Kind nicht auf die Art erkrankt, dass stän­dig eine Kran­ken­pfle­ge­kraft bei ihm sein muss, so kann der Kin­der­kran­ken­pfle­ge­dienst nicht über die häus­li­che Kran­ken­pfle­ge finan­ziert wer­den. Sicher­lich gehört die Grund­pfle­ge zu sei­nem Spek­trum an Leis­tun­gen, doch stellt sich dann die Fra­ge, wer bezahlt den Dienst in der Ein­rich­tung. Eine kur­ze und knap­pe Ant­wort ist die Schu­le oder Kita. Sie tra­gen es aus ihrem Bud­get selbst, doch wer­den sie es nicht ein­fach kön­nen. Der Dienst kann somit vom Sozi­al­amt oder dem Jugend­amt finan­ziert werden.

Doch auch wenn der Dienst finan­ziert wer­den kann aus ande­ren Mit­teln als die Kran­ken- und Pfle­ge­kas­se, stellt sich mir die Fra­ge, ob die exami­nier­te Kin­der­kran­ken­pfle­ge­kraft hier nicht über­qua­li­fi­ziert ist, wenn sie nur die Grund­pfle­ge ver­rich­tet und ein Inte­gra­ti­ons­hel­fer ange­brach­ter wäre. Wobei ich hier kei­ne Schluss­fol­ge­rung set­ze, dass ein Inter­gra­ti­ons­hel­fer oder der ent­spre­chen­de Dienst bil­li­ger wäre.

Erster Kommentar

  • Sobald es um die Nah­rungs­auf­nah­me eines Kin­des mit Schluck­stö­rung oder durch Son­de geht, darf der FSJ’ler/BFD’ler (ehe­mals Zivi) das Kind nicht mehr füt­tern, weil man kei­ne Aus­ge­bil­de­te Pfle­ge­fach­kraft ist. Das gefähr­det das Kind zu sehr und ist daher Gesetz­lich verboten.

Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Über

Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

Suche

Archiv

Neueste Beiträge

Kategorien