Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Die “Neue” nennt sie Schweinegrippe zu Gast

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Neue Grip­pe“ – klingt dies nicht so, als brin­ge sie etwas Bes­se­res, Posi­ti­ves mit. Das Wort „Neu“, bei dem vie­le Kon­su­men­ten wie ich sicher­lich sofort asso­zi­ie­ren: Ein Pro­dukt, in dem wie­der schi­cke Ver­bes­se­run­gen drin ste­cken, also uns mehr bie­ten soll als das Bis­he­ri­ge. Dass wir hier als Kon­su­ment schnell auch belo­gen wer­den kön­nen, also wir einer Illu­si­on auf­lie­gen, wird uns meist erst nach dem Kauf deutlich.

Eine Grip­pe mit mehr im Sin­ne posi­tiv wäre hier also auch eine Illu­si­on. Wenn ja, dann wür­de sie uns kaum angrei­fen, wir wür­den die Infek­ti­on der Viren und die Immun­re­ak­ti­on des Kör­pers, des­sen Kampf kaum spü­ren. Die „Neue Grip­pe“, eben auch bes­ser als Schwei­ne­grip­pe bekannt, ver­lie­fe schwä­cher als die „übli­che“ Grip­pe, genannt Influ­en­za. Ja, wenn man Glück hat und ich hat­te kein Glück und mein Immun­sys­tem zeig­te, wie hoch ich doch fie­bern kann. Die 40 waren kein weit ent­fern­tes Ziel mehr.

Doch nicht nur mich erwisch­te es, son­dern ein paar Tage zuvor unse­re Lady. Zwei Grün­de, war­um es hier auf der Web­sei­te still blieb, unge­plant. Aber die Pfle­ge eines Inten­siv­kin­des, was dann nicht nur fast 24 Stun­den pro Tag Beatmung brauch­te, son­dern auch den Sauer­stoff for­der­te, lässt einem wenig Ener­gie über für klei­ne Tex­te.  Die­ses auch, wenn man Pfle­ge­dienst hat.

Die „Neue Grip­pe“ und nach drei Tagen ging es wie­der hin­aus aus der Dun­kel­heit, wo man nicht weiß, wel­che Rich­tung es geht, also ob gegen Tod oder Leben. Doch hät­te sich am vier­ten Tag nicht eine Bes­se­rung gezeigt, dann wäre wohl für uns der Weg auf die „regu­lä­re“ Inten­siv­sta­ti­on nicht erspart geblie­ben und wer weiß, ob in der Kin­der­kli­nik Platz gewe­sen wäre. Inten­siv­sta­ti­on klingt hier­bei auch nicht gut, wenn man hört von zwei chro­nisch kran­ken Kin­dern, die an die­ser Grip­pe gestor­ben sind. Sicher­lich, ohne die häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge wäre uns die Kli­nik nicht erspart geblieben.

Neue Pro­duk­te brin­gen neue Fea­tures mit sich. Ein Grip­pe-Virus ist jetzt kein Pro­dukt, hof­fe ich zumin­dest. Doch hat die­se „Neue Grip­pe“ eine Eigen­schaft, die neben dem Fie­ber, der Lady und mir gut zu schaf­fen macht(e): ein hef­ti­ger, anhal­ten­der Hus­ten. Ein Hus­ten, der an die Gren­zen geht, und wenn man belas­tet ist mit den Atem­we­gen, wie die Lady, dass Sekret auch blu­tig wird.

Ob man sich nun imp­fen las­sen soll­te oder nicht. Ich hät­te ger­ne auf die Erfah­rung der letz­ten Tage ver­zich­tet, ins­be­son­de­re, da es auch beim Inten­siv­kind zum Tode hät­te füh­ren kön­nen, sogar bei schlech­ten Bedin­gun­gen wie chro­ni­sche Lun­gen­er­kran­kun­gen bei einem Selbst. Doch der Impf­stoff in Deutsch­land, bes­ser gesagt deren Begleit­stoff, wel­cher umstrit­ten ist, erregt auch nicht gera­de das Vertrauen.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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