PCH 2: Experten im Kinderhospiz

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Die ers­ten Tage war das Wet­ter ein guter Mit­spie­ler, doch heu­te ver­steck­te sich die Son­ne hin­ter den Wol­ken und schob einen kal­ten Früh­lings­wind vor, zur Ver­dau­ung. Das Wet­ter meint es sicher­lich gut mit uns. Denn der gest­ri­ge, wie auch der Tag davor war dem PCH 2 “gewid­met” im Kin­der­hos­piz St. Niko­laus (All­gäu). Acht Bet­ten belegt mit PCH 2 Kin­dern. Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für die Pfle­ge. So braucht fast jedes Kind sei­ne Eins-zu-Eins Betreu­ung. Die häu­fi­ge Unzu­frie­den­heit, der stän­di­ge Kampf um die Luft oder das Über­stre­cken wegen dem Reflux — ein stän­dig wach­sa­mes Auge muss auf das Kind schau­en, zwi­schen drin jagt bei dem einen oder ande­ren Kind noch die Epi­lep­sie die Blit­ze durchs Ner­ven­sys­tem. Eine län­ge­re Pro­ze­dur nimmt dazu noch die “Grund­pfle­ge”, wie das Füt­tern mit stän­di­gen Ver­schlu­cken, ein. 

Aber die gest­ri­gen Tage dreh­ten sich für uns Eltern nicht nur um die Pfle­ge oder doch? Es zeig­te sich eben, wie viel beson­de­re Pfle­ge not­wen­dig ist, wo die “Haupt­bau­stel­len” bei unse­ren Kin­dern lie­gen. Und was sind die Zie­le, die Schwer­punk­te bei der Medi­zin und The­ra­pie, was sind die Ergeb­nis­se aus der Wis­sen­schaft und For­schung zu der schwe­ren Erkran­kung PCH 2? Die Wis­sen­schaft, ins­be­son­de­re der Gene­tik, steht noch vor meh­re­ren Rät­seln: Eben wann die Erkran­kung “ein­setzt, war­um gera­de das Gehirn, ins­be­son­de­re das Klein­hirn und der Pons (die Brü­cke) betrof­fen sind. Bei­des ist eben zu klein.

Die Aus­wir­kun­gen des Wies vom PCH 2, dies ist bei vie­len ersicht­lich, eben eine schwe­re Behin­de­rung ohne wirk­li­che Ent­wick­lung mit viel Unzu­frie­den­heit, Reflux, Epi­lep­sie, Atem­pro­ble­me aller Art. Die fan­gen an bei der Apnoe, also län­ge­rer Atem­pau­sen, bis hin zur Behin­de­rung des Atem­we­ges, wie eben auch die Ein­schrän­kung des Atem­vo­lu­mens oder einer dau­ern­den zu fla­chen Atmung, was die Lun­gen­ent­zün­dung begüns­tigt. Aber dies ist auch wie­der­um nur eine Bau­stel­le beim PCH-2-Kind. Und man möch­te gar nicht alles hören oder sehen, was die gesund­heit­li­che Pro­gno­se vom Kind betrifft. Doch muss man es, um so auch gegen zu steu­ern, um Pro­ble­men zu begeg­nen wie der Sko­lio­se oder einer “ver­schärf­ten” Schä­di­gung der Lun­ge, wenn sau­rer Magen­in­halt in die Atem­we­ge aspi­riert wird. Letzt­end­lich aber auch, um eine “rich­ti­ge” Ent­schei­dung zu tref­fen, wenn das Kind in schwe­ren Kri­sen ist und vor der inva­si­ven The­ra­pien steht wie der Intubation.

Etwas beson­de­res war die Zusam­men­kunft der Exper­ten, wel­che zum einen aus Ams­ter­dam, zum ande­ren bis aus Bern kamen, sicher­lich unse­re Vor­stel­lung der Kin­der. So zumin­dest ver­stan­den wir so dies Feed­back. Zum einen erle­ben die Gene­ti­ker im Labor sel­ten einen sol­chen Kon­takt mit den “For­schungs­ge­gen­stand”. Zum ande­ren gäbe es in Deutsch­land kaum oder gar nicht eine sol­che “Woche”, in der ein­mal wich­ti­ge Exper­ten zu einer sel­te­nen Erkran­kung und die Pati­en­ten zusam­men kom­men zu einem Forum, um auch Pro­blem­be­rei­che zu fin­den, wo die For­schung und Wis­sen­schaft wei­ter gehen kön­ne oder geht und was aus Sicht der Pati­en­ten es für Fra­gen gibt an die Experten.

Doch jetzt holen wir erst­mal tief Luft, genie­ßen den Regen, der direkt aufs Dach tram­pelt und hof­fen, der Wet­ter­um­schwug berei­tet bei unse­rer Lady kei­ne wei­te­ren Pro­ble­me mehr. Bis­her hat sie die Epi­lep­sie gut in Griff oder Epi­lep­sie hat eben sich in Griff, je nach­dem, wie man es sieht. Beson­ders dan­ken für die­se Mög­lich­keit der Exper­ten­run­de und derr Auf­nah­me der Fami­lie möch­te ich jetzt schon dem Kin­der­hos­piz St. Nikolaus.

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by dirkstr

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