Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Schwerbehindertenausweis: Die gerechte, gleichmäßige Beurteilung des Schweregrades

S

Das The­ma Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis sorgt immer mal wie­der für Auf­re­gung, auch in Krei­sen der Eltern eines behin­der­ten Kin­des. Da bekommt ein Kind im Ort X, im Bun­des­land Y sei­ne 100%, sei­ne Merk­zei­chen, und ande­ren Orts für die glei­che “Aus­prä­gung” der Behin­de­rung nur 50%.  Dabei feh­len sogar noch gewis­se Merk­ma­le, wie die, wel­che für das Park­recht auf Behin­der­ten­park­plät­zen not­wen­dig sind. 

<--break->Abhil­fe könn­te, wie in einem Brief einer Mut­ter an die Bun­des­kanz­le­rin auf­zeigt, eine gemein­sa­me Basis sein, wonach begut­ach­tet wird. Also bun­des­weit ver­bind­li­che Grund­sät­ze oder Richt­li­ni­en. Wie gesagt, könn­te. Denn der Amts­arzt vor Ort äußert sich bei der Beur­tei­lung der „amt­li­chen“ Schwer­be­hin­de­rung mit einem Gut­ach­ten dazu. Je nach­dem, wie sich für ihn die Schwe­re der Beein­träch­ti­gung zeigt, weicht sein “Urteil” über den Grad der Behin­de­rung stark ab von der Beur­tei­lung eines ande­ren Arz­tes hier­zu. Das Gut­ach­ten und letzt­end­lich der Schwe­re­grad im Aus­weis ent­spricht viel­leicht auch nicht der Mei­nung des Betrof­fe­nen oder der Ange­hö­ri­gen. Käme es bun­des­weit zu gemein­sa­men Grund­sät­zen, was zu befür­wor­ten wäre, so bleibt aber viel­leicht trotz­dem dies Pro­blem der unter­schied­li­chen Beur­tei­lung des Schwe­re­gra­des, weil die Fra­ge besteht: Wie weit sind Grund­sät­ze einer Richt­li­nie gleich zu set­zen? Wie weit sind Grund­sät­ze bin­dend für das Gut­ach­ten? Eine Richt­li­nie bil­det, so mei­ne Erfah­rung, häu­fig den Cha­rak­ter einer Ori­en­tie­rung für den Gut­ach­ter, also dem Amts­arzt, und bei den Ver­sor­gungs­me­di­zi­ni­schen Grund­sät­zen heißt es:

Die nach­ste­hend genann­ten GdS (Grad der Schwer­be­hin­de­rung d. A.) sind Anhalts­wer­te. Es ist uner­läss­lich, alle die Teil­ha­be beein­träch­ti­gen­den kör­per­li­chen, geis­ti­gen und see­li­schen Stö­run­gen im Ein­zel­fall zu berück­sich­ti­gen. Die Beur­tei­lungs­span­nen tra­gen den Beson­der­hei­ten des Ein­zel­fal­les Rech­nung.” Anla­ge zu § 2 der Ver­sor­gungs­me­di­zin-Ver­ord­nung vom 10. Dezem­ber 2008

Auch kann die Mei­nung für die Betrof­fe­nen, unge­recht ein­ge­stuft zu sein, dann wei­ter bestehen blei­ben, wenn für eine Krank­heit pau­schal die Ein­stu­fung fest­ge­legt wird. Also für eine Erkran­kung, die eine brei­te Vari­anz der Aus­prä­gung auf­zeigt, somit unter­schied­lich schwer ver­läuft. Dies, weil der Ein­zel­fall nicht beach­tet wird: Das Kind einer Mut­ter bekommt 80% im Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis wie auch ein ande­res Kind mit der glei­chen Erkran­kung. Die eine Mut­ter emp­fin­det es als unge­recht, schließ­lich sei das ande­re Kind nicht so stark ein­ge­schränkt im All­tag wie ihr eige­nes. Es kön­ne doch noch dies oder jenes und deren Fami­lie sei in der Mobi­li­tät nicht so behin­dert wie ihre.

Ich freu mich über Deinen Kommentar

Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Über

Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

Suche

Archiv

Neueste Beiträge

Kategorien