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Holt die PflegeZeit aus der Depression?

Straße im Sonnenuntergang

Da hat es Peng gemacht, die Falle schnappte zu und schwups war ich in der Depres­sion. Ich muss Dich, liebe Leser­schaft, ent­täuschen, so „ein­fach“ lief es nicht ab. Die Depres­sion (oder das Burn-out) hat sich langsam angeschlichen, mich verän­dert, mich ver­dreht, wie ich auf die Welt schaue. Wenn ich auf die let­zten Jahre blicke, kön­nte es vor drei oder vier Jahre ges­tartet sein. 

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Fotografie – Auszeit von der Pflege

Medikamente Flaschen in SW

Über 14 Jahre sind wir als Vater, als Mut­ter in der Pflege unser­er Tochter gefan­gen. Gefan­gen ist ein schw­eres Wort und nimmt die Ver­ant­wor­tung der Frage ab: Haben wir uns nicht dafür entsch­ieden, unsere schw­er erkrank­te Tochter Zuhause zu pfle­gen?

Dies stimmt, wir haben damals dem ja gesagt, wie es ver­mut­lich viele junge Eltern entschei­den wür­den, wenn sie ihr Baby auf dem Arm tra­gen und nicht wis­sen, wie die Zukun­ft wird.

Eben welche Last eine tägliche Schw­erst- und Inten­sivpflege mit sich bringt.

Was es für eine Last ist, spürte ich deut­lich bei unserem ersten Aufen­thalt in einem sta­tionären Kinder­hos­piz, damals 2007 in Ham­burg. Denn plöt­zlich fällt diese tägliche Pflegear­beit weg und wir schliefen die ersten Tage dort lang und viel. 

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Zwillinge, Drillinge – welche Unterstützung möglich

Im Tanz der KinderDie erste Zeit Zuhause nach der Geburt von Zwill­in­gen, Drillinge oder eben Mehrlin­gen kön­nen für die Fam­i­lie eine beson­dere Belas­tung­sprobe wer­den. Es rollt ein All­t­ag auf die Fam­i­lie zu, bei dem es nicht sofort greif­bare Vor­bilder und Lösun­gen gibt. Da klingt es wie eine Ent­las­tung, wenn eins der Geschwis­ter ein größeres gesund­heitlich­es Prob­lem hat­te z.B. durch eine Frühge­burt und somit auf einen Kinderkrankenpflege­di­enst die erste Zeit angewiesen ist, der über mehrere Stun­den am Tag nach Hause kommt – sicher­lich, auf das ein jed­er wiederum verzicht­en würde.

Doch, so erfahre ich es wieder­holt, die Hil­fe durch den Pflege­di­enst ist nicht die Unter­stützung, die die Fam­i­lie Zuhause in der Säuglingspflege braucht. Denn der Pflege­di­enst küm­mert sich nur um das erkrank­te Kind, dafür wird seine Anwe­sen­heit von der Krankenkasse finanziert. Er ist nicht für für das / die Geschwisterkind/er zu ständig.

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Elternbefragung und die Entlastungsangebote für die Familien

Let­ztes Jahr wurde vom Kinder­net­zw­erk eine Studie vorgestellt, die ver­sucht hat, die Prob­leme, Belas­tun­gen und bürokratis­chen Hür­den her­aus zu arbeit­en. Der „Stu­di­enge­gen­stand“ waren die Fam­i­lien mit einem chro­nisch kranken und / oder behin­derten Kind. Davon gibt es rund zwei Mil­lio­nen Kinder in Deutsch­land.

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Ungleichheit im Leben mit Behinderung

Ist ein Kind behin­dert und pflegebedürftig, so kann die Fam­i­lie von dem Kind schnell an ihre Gren­zen kom­men, auch an den wirtschaftlichen. Das The­ma soziale Ungle­ich­heit kann sich hier deut­lich äußern.

Auch wenn wir in ein­er Zeit angekom­men sind, in der die Inklu­sion von Men­schen mit Behin­derung um geset­zt wer­den soll, heben die aktuellen Schritte noch nicht die soziale Benachteili­gung von Men­schen mit Hand­i­cap und deren pfle­gen­den Ange­höri­gen auf. Für viele Fam­i­lien wird die Pflege und Betreu­ung eines (schw­er) behin­derten Kindes zu einem Armut­srisiko in der aktuellen Pfle­ge­si­t­u­a­tion und für das Rentenal­ter.

Die soziale Ungle­ich­heit hebt sich nicht ein­fach auf, wenn die Men­schen mit Behin­derung die gle­ichen Rechte haben wie die „anderen“ Nicht-Behin­derten. Sie haben die gle­ichen Rechte, deren Wahrnehmung und Durch­set­zung sich wiederum ein­schränkt durch die eigene Geschäfts­fähigkeit. Nein, ich musste ler­nen, bei ein­er Gle­ich­stel­lung geht es um den Zugang zu den Räu­men des gesellschaftlichen, kul­turellen und öffentlichen Lebens. Men­schen mit Hand­i­cap haben das Recht die gle­iche Zugangsmöglichkeit zu erhal­ten zu allen Bere­ichen des Leben wie die „Nicht-Behin­derten“. Seien es in den Schulen oder Kitas, die Uni­ver­sitäten, den Kranken­häuser, Ämtern, Museen, The­aters, Wahlbüros und und.

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Intensivkind & Pflegedienst: Konflikt mit der Medikamentengabe

Aktuell bekommt das Inten­sivkind zu sieben ver­schiede­nen Zeit­en Medika­mente. Dies alles im Blick zu hal­ten fällt manch­mal schw­er, obwohl die Menge der unter­schiedlichen Medika­mente über­schaubar ist. Es beste­ht neben dem Pflegeall­t­ag ein All­t­ag zwei und drei, wie Geschwis­terkind und Beruf.

Eine Hil­fe und Erle­ichterung für uns Eltern ist das Vorstellen der Medika­mente vom Pflege­di­enst. Es funk­tion­iert, da wir die ver­schiede­nen Tablet­ten ken­nen. Alle Medika­mente sind unter­schiedlich, sei es nur durch eine Einker­bung auf der Tablette. Es braucht bei uns nur die alarmierende Uhr, um keine Medika­mentengabe zu ver­passen. Weit­er­lesen

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Mit dem Intensivkind auf die Kur gehen

Mit dem Inten­sivkind zur Kur fahren – ein Gedanke, den ich in unseren gesamten Leben­zeit vom der Madame nicht weit­er bedacht hat­te. Es scheint / schien mir zu aus­sicht­s­los. Das The­ma wurde von mir ver­drängt, das The­ma wurde für mich ein Tabu. Ein schw­er­stpflegebedürftiges Kind und eine Kur ist No Go, es ist wie Inten­sivkind und wir fahren alle vier zum Urlaub ins Aus­land, No Go.

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Kinderhospiz: Eine Reise ins Allgäu

Lange Zeit habe ich nichts über unsere Aufen­thalte im Kinder­hos­piz geschrieben. Dies ist schade, doch wenn ich aus dem All­t­ag “aus­breche” in die Kinder­hos­pizzeit, so muss ich zuerst dur­chat­men, tief ein- und ausat­men und eine Klarheit find­en. Der Schlaf, die Entspan­nung, will den All­t­ag bes­tim­men. Weit­er­lesen

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Entlastungsangebote: Ich werd kein Pflegefall

Da beschließt der DBfK und die Barmer GEK eine Rah­men­vere­in­barung für die Ent­las­tung der pfle­gen­den Ange­höri­gen, also mich, und ich finde neben der Nachricht im Inter­net auf die Schnelle nichts Ein­deutiges, was sie beschlossen haben. Ich bekomme somit den Ein­druck, es geht an den Bedürfnis­sen, meinen Bedürfnis­sen vor­bei. Denn schon diese Aus­sage von Her­rn Wag­n­er des DBfK:

Endlich kön­nen pfle­gende Per­so­n­en diese drin­gend benötigte Leis­tung beanspruchen, um nicht selb­st zum Pflege­fall zu wer­den.“ aus: Bib­liomed – News: DBfK und Barmer GEK wollen Ange­hörige ent­las­ten. 28.6.2012 https://www.bibliomed.de/news/-/content/detail/705767. abgerufen 29.6.2012

wirken auf mich unglaub­würdig, wenn nicht ein­deutig (kom­mende) Leis­tun­gen benan­nt wer­den und bei solchen Verträ­gen keine Mitar­beit von Betrof­fe­nen erkennbar ist, die es auch organ­isiert gibt wie „wir pfle­gen“.

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Gesundheitsuni Jena vs. Schwerstpflege

Die Gesund­heit­suni in Jena – ein Pro­gramm für Patien­ten und pfle­gende Ange­hörige, wie aber auch den Profi aus dem Fach „Gesund­heit“. Doch es ist ein­fach die Zeit, die mir fehlt, dass ich mich bei solchen Wis­senskurse für die (Selbst-)Pflege fit machen kann oder eben ein­fach um den eige­nen Hor­i­zont zu erweit­ern. Kön­nte ich meinen, doch ist es nicht die Zeit primär.

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Pflegeaufwand im Schwerbehindert

Der All­t­ag mit einem schwer­be­hin­derten Kind ist nicht ger­ade ein­fach zu meis­tern, so hört und ließt man. Und es gibt sie, die Men­schen, die es dann doch ganz gut bewälti­gen. Ken­nt man den All­t­ag, der sich gliedert in einem hohen Pflegeaufwand, welch­er kein per­sön­lichen Raum mehr lässt für die eige­nen Bedürfnisse. Eine Belas­tung ist, alle Stunde für irgend­was, sei es min­destens für das Lagern oder Wick­eln, bere­it zu ste­hen. Dazu rei­ht sich die Erschöp­fung, für die ein­fach kein Platz ist im All­t­ag. Denkt man ein­mal, ich kön­nte jet­zt ein heißes Bad gebrauchen, so schlägt der näch­ste Gedanke, das „Pflegegewis­sen, gle­ich nach mit, ver­giss es, geh lieber unter die Dusche, damit du in fünf Minuten wieder für das Kind sor­gen kannst. Weit­er­lesen

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Die Suche nach stationärer Entlastung: Der Kinderpflege-Kompass

Ent­las­tung – mit einem behin­derten Kind kommt man früher oder später doch an diesen Punkt. Abhängig ist der Wille sicher­lich danach, welche Pflegeum­fang beste­ht und wie sta­bil die häus­liche Sit­u­a­tion an sich ist. Ent­las­tung – als Pflegeper­son kann ich nur anmerken, sich frühzeit­ig auch darum zu küm­mern. Sicher­lich, es gibt hier eine Bar­riere, die für den einen oder anderen nur schw­er zu bewälti­gen geht: Ent­las­tung ist mit Kosten ver­bun­den.

Muss sie aber nicht (nur). Beste­ht eine Pflegestufe, so ver­fügt man schon über ein kleines Bud­get in Form der Ver­hin­derungs- und Kurzzeitpflege. Hat man dann noch die zusät­zlichen Betreu­ungsleis­tun­gen genehmigt bekom­men, auch als Demen­zgeld bekan­nt, dann erhöht sich das Bud­get etwas.

Um die Ent­las­tung anzuge­hen gibt es mehrere Wege. Für die einen ist es das Ange­bot vom Fam­i­lienent­las­ten­den Dienst. Andere ken­nen einen Kinderkrankenpflege­di­enst. Doch kommt man manch­mal nicht um eine sta­tionäre Ent­las­tung vor­bei, bei der Suche danach aber klar wird: Ein Altenpflege­heim möchte ich meinen Kind nicht antun.
Für die Fam­i­lie mit einem Pal­lia­tivkind ist hier sicher­lich das Kinder­hos­piz eine gute Adresse. Aber wie finde ich die passende Ein­rich­tung für mein Kind.

Eine Wahl ist der AOK-Pflege­heim-Nav­i­ga­tor. Bei dem lässt sich sog­ar angeben die Punk­te Wachko­ma oder Beat­mung, was für uns deut­lich macht: Wohnort­nah gibt es kein Pflege­heim mit Beat­mung. Und ob dies für Kinder dann geeignet wäre, würde sicher­lich auch eine verneinende Antwort brin­gen, so ergab mal eine frühere Recherche von mir.

Um dem nüchter­nen Ange­bot der Ein­rich­tung aufzuzeigen, welche für pflegebedürftige Kinder über­haupt beste­hen, so gibt es das Webpro­jekt Kinderpflege-Kom­pass. Hier find­en wir sog­ar eine Ein­rich­tung für beat­mete Kinder: Das Kinder­haus Atem­re­ich in München. Von Jena auch nicht ger­ade gut zu erre­ichende. Daneben bieten wohl die meis­ten Kinder­hos­pize auch die Möglichkeit beat­mete Kinder aufzunehmen, wobei hier für die Auf­nahme der Pal­lia­tive-Hin­ter­grund beim Kind eben eine Rolle spielt.

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Familienentlastung – eine Preisfrage

Einen Babysit­ter zu find­en ist nicht ein­fach. Er oder sie soll gewisse päd­a­gogis­che Qual­ität­ten haben, das Kind gut pfle­gen und der Geld­beu­tel nicht zu sehr belas­ten. Wohnen die Großel­tern am Ort, dann ist dies bei dem einen oder anderen kein The­ma: Das Kind ist krank, dann geht es zur Oma. Doch ist das Kind behin­dert, dann sieht es ganz anders aus. Für die Großel­tern wird es zu viel und einen “Babysit­ter” oder eben eine Betreu­ung zu find­en wird schwierig. Die Erkrankung das Kindes und dessen beson­dere Bedürfnisse ver­langt eine “spezielle” Pflege. Eine die Erfahrung und Fach­wis­sen mit brin­gen sollte, sprich, es kann nicht ein­fach mal der Nach­bar auf das Kind auf­passen.

So wird es also mit der Ent­las­tung schwierig, aber nicht nur da. Wie soll man den Haushalt man­a­gen, das Einkaufen, wenn Ferien sind und kein Ferien­hort möglich ist. Das Kind mit­nehmen ist nicht immer mach­bar und bei dem einen oder anderen mit großen Aufwand ver­bun­den. Zu Groß, wenn es nur um ein fehlen­des Stück But­ter geht und dem Brot für das Aben­dessen. Nun, da gibt es ihn, den Fam­i­lienent­las­ten­den Dienst (FED), er nimmt ab, sorgt für die nötige Betreu­ung. Doch nicht immer ist man als Eltern mit der Qualität zu frieden. Da wech­seln bei den einem zu häu­fig die Betreuer, was ger­ade bei Kinder zu Prob­le­men führen kann, wenn sie auf feste Bezugsper­so­n­en angewiesen sind. Oder die Erkrankung des Kindes ist zu schwierig, medi­zinisch zu aufwendig. Und als drittes: Der Stun­den­lohn ist bei manchen Anbi­eter zu hoch, möchte man es wirk­lich ern­sthaft nutzen als Ent­las­tung.

Da rech­nen die einen gute 15,- Euro ab pro Stunde und andere bieten aber auch eine Einzel­be­treu­ung für 7 Euro an. Fraglich ist für mich, wenn die Dien­ste bei der Ver­hin­derungspflege mehr abrech­nen als wenn die Eltern die Stun­den pri­vat bezahlen.

Hat man vor Ort einen teuren Anbi­eter, so hat man wohl Pech gehabt. Auf dem Land kom­men sicher­lich noch Fahrtkosten dazu. Manch­mal ist man aber auch auf einen “teuren” Dien­stleis­ter angewiesen: Es muss ein Pflege­di­enst sein wegen der Erkrankung. Nun gut, einige Inten­sivkinder bekom­men den Pflege­di­enst auch rund um die Uhr oder eben mehrere Stun­den am Tag von der Krankenkasse genehmigt. Aber nicht ohne Grund, denn der medi­zinis­che Aufwand ist zu hoch, als dass dies die Eltern noch schaf­fen wür­den. Sie wür­den auch gerne darauf verzicht­en, wenn sie kön­nten.

Klappt es also nicht mit dem fam­i­lienent­las­ten­den Dienst oder eben den fam­i­lienun­ter­stützen­den (FuD), so hat man vielle­icht noch eine Chance sich ein­fach umzuhören. In der Schule oder in der Kita würde auch so manch­er Prak­tikant gerne etwas dazu ver­di­enen oder ein ehe­ma­liger Zivil­dien­stleis­ten­der bietet weit­er seine Hil­fe an. Eine andere Möglichkeit ist, dass man vielle­icht auch bei mehreren Babysit­ter-Dien­sten anfragt, ob auch dor­tige Betreuer behin­derte Kinder nehmen. Denn dort kann man auch Glück haben, wenn der “Babysit­ter” eine Stu­dentin für Soziale Arbeit ist oder eine Erzieherin, die sich ein paar Euro dazu ver­di­enen will oder muss.

Doch klappt es nicht und dann gibt man auf, eine Ent­las­tung zu suchen bis man richtig erschöpft ist, das man am Ende sein Kind über­haupt nicht mehr betreuen kann. Es dann abgeben muss in ein Heim. Oder man ver­sucht es mit mehr Hil­fe und lan­det in einem Wirrwarr und dann bleibt vielle­icht kaum noch Geld über für andere Dinge im Leben, so wird man rat­los und hofft vielle­icht, dass endlich ein Teil­habege­setz kommt.

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Frist zur Abtreibung – Leben mit behindertem Kind

 “Nur wenn das Leben mit einem behin­derten Kind leichter ist, wer­den sich Eltern öfter dafür entschei­den. Und selb­st dann bleibt eine Gesellschaft, die Autonomie und Gesund­heit als wichtig­ste Merk­male eines gelun­genen Lebens definiert, latent behin­derten­feindlich.” aus: Vernün­ftige Frist. sueddeutsche.de, 22.04.09

Einen tre­f­fend­eren Satz hätte man zum The­ma “Abtrei­bung eines behin­derten Kindes” bald nicht find­en kön­nen. In dem Artikel geht es um die kom­mende drei Tage Bedenkzeit für die Schwan­gere. Vor­weg meint der Autor, die Zahl der Spätab­trei­bun­gen wird durch die neue “Frist” nicht sinken. Dies denke ich auch. Das obere Zitat selb­st ste­ht als Fol­gerung des fol­gen­den Satzes:

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Kinderhospiz: Nein zur Hospizpflege vs. Politik um den Tag der Kinderhospizarbeit

Im März soll es ins Kinder­hos­piz St. Niko­laus im All­gäugehen – nicht dass uns die Reisewut gepackt hätte, nein, dem ist nicht so. Ein Grund ist, dass zu dieser Zeit eine Ver­anstal­tung zu der Erkrankung vom Inten­sivkind stat­tfind­et: ein kleines PCH 2 – Sym­po­sium, wenn man es so betiteln darf. Experten, wie zum Beispiel aus der Human­genetik oder der Neu­ropä­di­a­trie, wer­den kom­men und andere Fam­i­lien mit ihren daran lebenslim­i­tiert erkrank­ten Kindern.Ein zweit­er Grund, eben der Haupt­grund, ist aber die Ent­las­tung und Sta­bil­isierung, warum wir ins Kinder­hos­piz fahren. Auch oder eben weil die Infek­te im Win­ter uns ganz schön an den Kräften gezehrt haben, mal in der Kurz­fas­sung. Und dafür haben wir, wie üblich, die “geliebte” Hos­pizpflege beantragt, welche natür­lich abgelehnt wurde let­zte Woche von der Krankenkasse, die BKK für Heil­berufe. Mit der Grund war, wie auch son­st, ein MDK-Gutacht­en. Doch liegt mir dieses noch nicht vor. Dabei hat zum gle­ichen Zeit­punkt der Ablehnung, um den Tag der Kinder­hos­pizarbeit herum, ger­ade die Poli­tik vom Bun­destag sich zum The­ma “Kinder­hos­pize” zu Wort gemeldet. Ein­mal die Kinderkom­mis­sion und zum anderen die Min­is­terin für Gesund­heit, Frau Ulla Schmidt.

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Kinderhospizarbeit und das Leid der Finanzierung

Es ist wohl schon ein lei­di­ges The­ma, wie es um die Finanzierung der Kinder­hos­pizarbeit aussieht. Nicht nur dass unsere Krankenkasse, die BKK für Heil­berufe, die Hos­pizpflege für unsere Tochter ablehnt für die sta­tionären Aufen­thalte in den Kinder­hos­pizen, was somit für Schwierigkeit­en sorgt, die notwendi­ge Ent­las­tung bei schw­eren Krisen zu erhal­ten, die eben auch ganz schnell mit dem Tod enden kön­nen. Ohne die Hos­pizpflege kommt es aber auch zu ein­er fehlen­den Finanzierung für die Häuser, wom­it sie über das “geplante” Maß die Pflege mit Spenden­geldern finanzieren müssen. Und zu dieser Ablehnung kommt es wohl zum einen, weil man, so wie ich es  ver­ste­he, die Maßstäbe der Erwach­se­nen anset­zt auf die Pal­lia­tivsi­t­u­a­tion von Kindern und die Änderung der let­zten Gesund­heit­sre­form 2007 hierzu keine Anerken­nung find­et, eben die beson­deren Belange der Kinder. Und dazu gibt es auch Prob­leme in der Finanzierung der ambu­lanten Kinder­hos­pizarbeit, also der Fam­i­lien­be­gleitung, wie ich dem Artikel Kinder­hos­pizvere­in fordert bessere Finanzierung der ambu­lanten Arbeit” auf epd-sozial (1) ent­nehmen kann bei ein­er Ver­anstal­tung in Düs­sel­dorf zum Tag der Kinder­hos­pizarbeit. Uns trifft dies noch nicht,  da es in Jena bish­er keine ehre­namtliche Fam­i­lien­be­gleitung gibt, obwohl der Startschuss für die “Aus­bil­dung” von Ehre­namt­lerin­nen  in diesem Monat gefall­en ist. Doch dauert diese ein gutes Jahr.

(1) Link defekt: www.epd.de/west/west_index_62103.html

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ZDF-Infokanal: “Urlaub von der Pflege”: Kinderhospiz Balthasar

Pünk­tlich zum Tag der Kinder­hos­pizarbeit, am 10.02., kommt ein Bericht (15 min) über das Kinder­hos­piz Balthasar in Olpe. Es ist das erste sta­tionäre Haus in Deutsch­land, welch­es 1998 seine Arbeit auf­nahm. Gesendet wird / wurde die Reportage im ZDF-Infokanal. Ter­mine der Sendung kön­nen bei REHAkids ent­nom­menwerden.Mit dem Titel des Beitrags: “Urlaub von der Pflege” bin ich selb­st nicht zu frieden, da ich denke, dass dieser Begriff “Urlaub” mit dessen all­ge­mein­er Bedeu­tung eine Ursache ist, warum unserem Kind keine Hos­pizpflege genehmigt wird. Mit dem Begriff verdeckt man, um was bei einen solchen Aufen­thalt bei den Fam­i­lien geht: Ent­las­tung und Sta­bil­isierung der gesamten Lebenssi­t­u­a­tion. Und bei einem Hos­piza­ufen­thalt, ins­beson­dere wenn in dieser Zeit sog­ar Kinder ster­ben, liegt das, was mit Urlaub ver­bun­den wird, ganz weit woan­ders.

Ist einem dies noch nicht genug, so ver­weise ich noch auf einen älteren, kleinen Beitrag aus der ZDF-Sendung “Hal­lo Deutsch­land” vom 5.04.2008, zu find­en in der Mediathek vom ZDF (auf­sprin­gende Fen­ster müssen erlaubt sein) über dieArbeit ein­er Fam­i­lien­be­glei­t­erin (ambu­lanter Kinder­hos­piz­di­enst).

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Wichtig oder nicht – die Zeitung der Krankenkasse

Hat­ten Sie sich schon mal die Frage gestellt, warum die Krankenkasse regelmäßig Ihnen noch eine Zeitschrift zukom­men lässt? Sie lesen die eh nicht? Soll­ten Sie aber! Also ich fragte mich dies schon häu­fig, da dieses Medi­um Geld kostet, wodurch sicher­lich etwas abge­ht, von den Beiträ­gen dafür. Ger­ade erst am Anfang der Woche wurde die Frage für mich wieder akut und da lag sie wieder auf meinem Schreibtisch, die Kassen­zeitung.

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Kinderhospiz & Co.: ein Rückblick im Schatten

Die Erin­nerun­gen an Ham­burg, die Tage im Kinder­hos­piz, rück­en langsam in den Hin­ter­grund, sortieren sich neu und dabei taucht dann die Angst auf: Ver­gisst man nicht etwas? Eine Erfahrung, die vielle­icht wichtig sei fürs Leben. Und warum ist ein Aufen­thalt im Kinder­hos­piz nicht gle­ich gemein mit dem gängi­gen Begriff vom Urlaub?

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Start ins Kinderhospiz – Ist es die Pflege?

Knappe sechs Stun­den dauert die Fahrt nach Ham­burg, wenn der Asphalt frei ist, die Baustellen den Fluss der fahren­den Karosse­rien nicht zu sehr zusam­men­drück­en, dass man darin steck­en bleibt. Wir blieben ver­schont vom Still­stand. Das Kinde hätte es uns auch auf ihre Weise übel genom­men, trotz eines kleinen Schnupfen, der sie etwas nieder­drück­te in den Schlaf. Und Ham­burg? Sie, liebe Leser, ken­nen sicher­lich die Antwort: Kinder­hos­piz.

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