Wenn der Windelbedarf traumatisiert

Eine gute Win­del­ver­sor­gung ist wie ein Mär­chen und der Weg über die Kran­ken­kas­se und den Win­del­pro­vi­der wird schnell zum Trauma. 

Ja, das The­ma Win­del oder Inkon­ti­nenz­ver­sor­gung wird nie enden, in dem Sin­ne: Es gibt kei­ne Dis­kus­sio­nen mehr dar­um, war­um wes­halb wie­so unser schwer erkrank­tes Kind die­se Win­del braucht und wie­so die­se täg­li­che Menge.

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Windellieferung erschwert die Kommunikation im Drama

Windeln in Blau

Im Urin der Win­deln zu schwim­men, dass es über­läuft ins Bett, in den Roll­stuhl­stuhl – ein Gesche­hen, was die Pfle­ge schwer macht. Da fra­ge ich mich wie­der­holt, ob wir pfle­gen­den Eltern noch­mals „ler­nen“ sol­len: Pfle­ge macht kein Spass.

Mit unse­rem Win­del­lie­fe­ran­ten kom­men wir nicht so über­ein. Zuletzt war es mit Lie­fe­rung im März 2019 eine Umstel­lung der Hart­mann-Win­deln, die im ers­ten Test nicht die bis­he­ri­ge, benö­tig­te Qua­li­tät zeigten. 

Jetzt läuft der Dauertest.

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Windel und Co: Inkontinenzhilfe – ein Aus der passenden Windel

Neben dem Pfle­ge­not­stand trat im Som­mer die nächs­te Ände­rung in unse­rem Inten­siv­zim­mer ein: Der Lie­fe­rant für die Win­deln mein­te, die Kran­ken­kas­se wür­de nicht mehr aus­rei­chend für die benö­tig­ten Win­deln zah­len. Die bedeu­tet, wir müss­ten zu den bis­he­ri­gen Win­deln der Inten­siv­la­dy drauf zah­len. Also zu der Kos­ten­über­nah­me der Kran­ken­ver­si­che­rung einen Eigen­an­teil ent­rich­ten, wenn wir bei der Win­del­mar­ke Euron form extra plus blei­ben wol­len. Alter­na­tiv und ohne Eigen­an­teil könn­te der Win­del­pro­vi­der uns die Seni Basic liefern.

Seni Basic (rechts) vs. Euron extra plus befüllt
Seni Basic (rechts) vs. Euron extra plus befüllt

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Windeln & Eigenanteil: Festigen Sanitätshäuser Leistungen der Krankenkasse?

Zwei Windeln im DuoStrei­ten gilt nicht. Die Win­deln vom Inten­siv­kind lau­fen immer häu­fi­ger aus, hal­ten nicht mehr die Men­ge auf, wie das Inten­siv­kind spon­tan uri­niert. Also wird der Win­del­ver­sor­ger, ein Sani­täts­haus, ange­ru­fen und ich fra­ge nach, ob wir ande­re, saug­stär­ke­re oder grö­ße­re Win­deln zum Tes­ten bekom­men kön­nen. Ich bat um Win­deln, bei denen wir kei­ne Eigen­an­tei­le leis­ten müs­sen. Die ers­te Ant­wort war, für saug­stär­ke­re Win­deln müss­ten wir drauf zahlen.

Es wur­de ein beschwer­li­cher Weg im Gespräch und zum Schluss erklär­te die Stim­me, sie sen­de uns Pro­be­win­deln zu. Die nächst grö­ße­re Win­del, die voll­stän­dig von der Kran­ken­kas­se finan­ziert wird. Kun­den­freund­lich wirk­te die­ser Weg zu der Ent­schei­dung nicht. Zuerst zeig­te sich die Dame vom Sani­täts­haus streng im Ton, als kön­ne sie nicht mehr lächeln und sei in ihrem Leben frus­triert. Dabei ging es nur um Pro­be­win­deln und einen Pro­blem mit ihren ver­trie­be­nen Win­deln. Die Infor­ma­ti­on, wir müss­ten für die Win­deln einen Eigen­an­teil zah­len, klang wie eine Mis­si­on von ihr. Die Kran­ken­kas­sen bezah­len nur das, was aus­rei­chend, wirt­schaft­lich, zweck­mä­ßig und in der Qua­li­tät gesi­chert ist. Dem stimm­te ich zu und dazu zählt, dass die Kran­ken­kas­se auch eine Win­del bezahlt, die nicht aus­läuft, pas­send sitzt und aus­rei­chend tro­cken ist bei klei­nen Men­gen Urin (Schutz vor dem Wund­lie­gen); sie­he dazu eine Recht­spre­chung vom LSG der Län­der Ber­lin und Bran­den­burg, Urteil vom 15. Novem­ber 2012Az. L 1 KR 26311.

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