Pflegenot in Thüringen – Pflegeheim geschlossen

Auf der Web­seite Aktuelle Sozialpoli­tik wird über die erste Schließung eines Pflege­heimes berichtet. Es sei die erste Heim­schließung in Thürin­gen. Ein Zeichen für den Pflegenot­stand? Nach der zitierten Aus­sage der Bamer GEK sei kein Not­stand erkennbar. Inter­es­sant, denn ich erlebe dabei ein ganz anderes Bild in Jena, in Thürin­gen:

  •  Kündi­gung von Kindern in häus­lichen Inten­sivkrankenpflege
  •  lange Wartezeit­en auf einen „Pflege­platz“ beim Pflege­di­enst – eine Mut­ter berichtete mir, ein Kinderkrankenpflege­di­enst hätte gemeint, sie könne in einem Jahr wieder anrufen
  • Ver­sorgungsan­fra­gen Häus­liche Kinderkrankenpflege aus West­thürin­gen find­en keinen Pflege­di­enst in ihrer Region
  • das Kinder­hos­piz in Tam­bach-Dietharz sucht schon länger, länger Pflege­fachkräfte

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ARD: Report Mainz 2.7.13 – häusliche Kinderintensivpflege in Not

Die häus­liche Inten­sivpflege wird es am 2.7.2013 um 21:45 ins Fernse­hen schaf­fen. Kanal: ARD; Sendung: Report Mainz. The­ma ist die Ver­sorgung von Inten­sivkindern, also der Man­gel an spezial­isierten Pflege­di­en­sten für Kinder und Jugendliche (Kinderkrankenpflege­di­en­ste) – Pfle­gen­not­stand – und die Qual­ität, mit denen Fam­i­lien und die Kinder “betrof­fen” sein könn(t)en.

Wenn der Pflege­di­en­st­man­gel ein The­ma ist, kommt mir der Gedanke: Ist der Man­gel nicht noch gravieren­der, da es Fam­i­lien mit schw­erkranken Kindern gibt, die diese Hil­fe nicht ken­nen?

 

Kein Geld für die Kinderkliniken

In der Sendung “Report Mainz” vom 13.11.12 auf der ARD lief ein Beitrag über die man­gel­nde Finanzierung der Kinderkliniken und den dadurch bed­ingten Ver­sorgungs­man­gel der Bevölkerung. Eine trau­rige Entwick­lung, wenn Kliniken ihre Sta­tio­nen schließen, schw­er kranke Kinder keine wohnort­na­he Auf­nahme find­en und akute Vorstel­lun­gen nicht begutachtet wer­den.

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Die gewünschte Pflegestufe, Kind und BSG

Hat ihr Kind die richtige Pflegestufe beim let­zten MDK-Gutacht­en erhal­ten? Sie sagen Nein. Ein The­ma, dass wir nur mit dem Sozial­gericht lösen kon­nten. Ein langer Weg und für uns war es ein erfol­gre­ich­er Weg.

Eine Ursache für die „falsche“ Pflegestufe kann der Abzug der Minuten von den Pflegeminuten sein, was ein jed­er für sein „gesun­des“ Kind auch bräuchte.

Das Bun­dessozial­gericht (BSG) hat zu der bish­eri­gen Prax­is ein Urteil erlassen. Vielle­icht  bekommt mit dieser Berech­nung ihr Kind endlich die geforderte Stufe.

Gehe hierzu: Kinderpfle­genetzwerk

Pflegenotstand, Pflegefachkraft und Arbeitsbedingung

Pflegenot­stand – ein The­ma für uns Eltern, welche auf Pflege­fach­per­son­al angewiesen sind. Da ist egal ob es sich dabei um die Ver­sorgung durch einen Kinderkrankenpflege­di­enst han­delt oder die spezial­isierte Behand­lungspflege über das Arbeit­ge­ber­mod­ell organ­isiert wird. Pflege­fachkräfte zu find­en ist schw­er. Es kann einem sog­ar das Gefühl begleit­en der Ohn­macht – es find­et sich kein­er.

Ein The­ma, worüber auch im Kinderpfle­genet­zw­erk berichtet wur­den, dies mit der Info, dass sich die Arbeits­be­din­gun­gen für ambu­lante Pflegekräfte ver­schlechtern wür­den. Ursache sei der Pflegenot­stand, wenn ich es richtig ver­stand.

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Soziale Netze & Kritik am Pflegedienst – Kündigung

Sie haben Kri­tik an ihrem Pflege­di­enst – Hüt­ten Sie sich, diese zu äußern oder sich Klarheit­en zu ver­schaf­fen im Inter­net. Was? Da kann doch nichts passieren, denken Sie jet­zt. Sie wür­den keine Namen nen­nen, max­i­mal kön­nte man den Wohnort erfahren. Richtig, richtig – doch wenn der Pflege­di­enst Sie ken­nt im Netz, ihren Benutzer­na­men in den Foren weiß, Ihren Twit­ter­ac­count checkt oder sog­ar bei Face­book mitli­est. Die Kri­tik über ihn kommt auch ohne Namen­snen­nung an. So geschehen ist es ein­er Fam­i­lie. Sie sucht­en Klarheit, ob sie es hin­nehmen müssen, wenn die Pflege­fachkraft im Nacht­di­enst schläft statt sofort bere­it zu sein, falls es spon­tan zu schw­eren gesund­heitlichen Krisen kom­men kann beim Kind. Die Fam­i­lie schilderte ihr Erleben, sucht­en Antworten und nan­nten keinen Namen und doch, der Krankenpflege­di­enst kündigte die Fam­i­lie.

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Behindertes Kind: Anpassung – Traumkind beerdigt

Akzep­tanz, Annahme oder sich eben Anpassen an das „Schick­sal“ – Mein Kind ist behin­dert und ich habe kein Prob­lem damit. Es ist gibt kein Grund, warum es mir dadurch schlechter gehen sollte. Oder?

Klar, ich kann nicht den Urlaub machen, wie ich ihn mit mein­er Fam­i­lie gerne ver­leben würde und jed­erzeit muss ich damit rech­nen, ich ver­bringe die näch­sten Tage in der Klinik oder eben am Pflege­bett zu Hause. Ich muss mit der Vorstel­lung leben, jeden Tag kön­nte mein Kind ver­ster­ben. Ich muss, ich will, ich darf damit leben, dass ich mit ein­er nicht kon­trol­lier­baren Kon­stante mein Leben bestre­it­en kann.

Ich habe mich dafür entsch­ieden oder ist es die Ver­ant­wor­tung, die ich zu tra­gen zu habe? Ich werde keine Antwort find­en wollen, denn trotz aller Ver­ant­wor­tung kann ich mich für einen anderen Weg entschei­den. Ob es mir dann bess­er geht, wenn mein Kind in einem Heim lebt oder vielle­icht gar nicht mehr lebt, da ihm die Liebe fehlte und ich in Spanien, Frankre­ich im Urlaub ver­weile … ?

Ich habe mich dafür entsch­ieden, dies Leben anzunehmen, zu tra­gen, wie es an mein­er Tür klopft. Ich kenne die dun­klen Tage, die Tage im Nebel, als die Rich­tung fehlte und ich kenne die Tage, wo die Sonne scheint. Je nach dem, wie die Sonne durch den Nebel steigt, ist die Last schw­er zu tra­gen und es tanzt die Angst mit der Niedergeschla­gen­heit um die Fra­gen, wo mein Traumkind geblieben ist und was soll dies Müh­sal mit der Pflege, die täglich ver­lorene Zeit für die eigene Besin­nung.

Aber ste­ht das Traumkind nicht für eine Idee, der Illu­sion von einem Kind, dass ich in die Welt set­ze und ent­lasse, da es seinen Weg geht, wofür ich keine Ver­ant­wor­tung oder Schuld tra­gen muss?

Das Traumkind ist gestor­ben, beerdigt, denn ich möchte den jet­zi­gen Weg nicht mis­sen. Die Pflege, das Müh­sal um die Hil­fen – es kön­nte leichter sein, also der gesellschaftliche Rah­men um uns herum, der die Schwere zum tra­gen bringt. Eine Schwere, die zeigt, dass dieser Lebensweg auf dem Papi­er okay ist, aber in der Wirk­lichkeit, wenn die Sozialka­ssen damit belastet wer­den, da hätte man …

Intensivschaf – Intensivmedizin im Kinderzimmer

Für ein Geschwis­terkind eines Inten­sivkindes reicht das übliche Arzt­spielzeug nicht aus. Es muss schon die Inten­sivmedi­zin mit vertreten sein, also in unserem Fall die Tra­chealka­nüle, Hal­te­bänd­chen und die Gänse­gurgel. Schließlich, wie soll es die nor­male Welt im häus­lichen Inten­sivZ­im­mer nach spie­len, wenn die wichti­gen Hil­f­s­mit­tel fehlen. Ja, und die erste Lek­tion wurde in der Inten­sivmedi­zin auch schon ver­standen: Sicherung der Atemwege und Sorge tra­gen für die Sta­bil­isierung des Herz-Kreis­laufes. Schade, einen Spielzeug­mon­i­tor  wie auch eine Pup­pen­sauer­stoff­flasche haben wir noch nicht ent­deckt – der aus­rang­ierte Beat­mungs­beu­tel war lei­der nicht mehr ein­satzfähig zur Leben­sret­tung.

Das Schaf mit Tra­cheostoma