Krankenkasse behindert Integration

K

Ich will ja nicht meckern, aber so ein­fach ohne Kom­men­tar die­ses Ver­hal­ten zu igno­rie­ren möch­te ich auch nicht. Schließ­lich trifft es uns und mei­ne Madame. Am 1. Sep­tem­ber, also nächs­te Woche, soll nun der Kin­der­gar­ten star­ten und es gibt dort für die Lady immer noch kei­ne Sitz­ver­sor­gung und auch kei­ne Absaugung. 

Doch ohne die­se bei­den Din­ge kann sie nicht in die Tages­stät­te gehen. War­um gibt es die Hilfs­mit­tel nicht? Tja gute Fra­ge, denn ich habe immer noch nicht die Argu­men­te der Kran­ken­kas­se von der Lady begrif­fen. Sie mei­nen, sie sei­en nicht zustän­dig für die Ver­sor­gung in der KiTa. Kann ja sein, doch war deren Ver­hal­ten aber nicht dem ent­spre­chend. Was heißt, ein­mal haben sie uns das Rezept samt Kos­ten­vor­anschlag nicht zurück gesen­det weder noch haben sie an einen ande­ren mög­li­chen Ver­sor­ger, wie das Sozi­al- oder Jugend­amt, dies Rezept wei­ter geleitet.

Ich ver­mu­te, man ist sich doch nicht ganz einig bei der Kran­ken­kas­se, ob sie viel­leicht doch zustän­dig sind und mei­nes jet­zi­gen Wis­sen­stan­des sind sie es. Denn die Sitz­ver­sor­gung hat, also die Sitz­scha­le samt Unter­ge­stell, eine medi­zi­ni­schen Indi­ka­ti­on. Weil sie durch ihre Behin­de­rung nicht selbst­stän­dig sit­zen kann und somit eine indi­vi­du­el­le Stuhl­an­pas­sung, die die phy­sio­lo­gi­sche Sitz­hal­tung unter­stützt, braucht, um einer Fehl­hal­tung des Rump­fes mit even­tu­ell auf­tre­ten­den Spät­schä­den ent­ge­gen zu wir­ken. Die auf­rech­te Sitz­hal­tung ist aber not­wen­dig wegen The­ra­pien, beim Essen oder aber auch für das Spielen.

Und die Absau­gung für die inte­gra­ti­ve KiTa? Ja, da hat sich bis­her auch noch kein Schrei­ben von der Kran­ken­kas­se im Brief­kas­ten ver­fan­gen, was sagt, ob die­se geneh­migt wird oder nicht. Wobei hier die medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on wirk­lich, aber wirk­lich ein­deu­tig ist. Die Madame braucht dies Gerät um das Sekret aus der Luft­röh­re los zu wer­den, da sie es nicht abhus­ten kann wie wir. Zwar hat die Lady eine Absau­gung in der KiTa, eine mobi­le, doch wenn die­se aus­fällt, dann kann die Madame an ihre Sekret ersticken.

Eine sol­che Situa­ti­on ist dann wie ein Teu­fels­kreis­lauf: Wird die Madame ihr Sekret nicht los wird, dann regt sie sich dar­über auf, was wie­der­um dazu führt, das noch mehr Sekret pro­du­ziert wird. Ich hof­fe dies ist der Kran­ken­kas­se irgend­wie klar. Doch, so möch­te ich erwäh­nen, es tut sich was in die­ser Geschich­te: Das Bun­des­ver­si­che­rungs­amt hat geschrie­ben, dass sie die Unter­la­gen jetzt ein­ge­for­dert haben von der Kran­ken­kas­se und es prü­fen wer­den. Hin­zu war ich letz­te Woche bei der Ser­vice­stel­le für Reha­bi­li­ta­ti­on und habe den Antrag gestellt zur Prü­fung, ob nicht ein ande­rer Trä­ger als die Kran­ken­kas­se die Sitz­ver­sor­gung und die Absau­gung bezah­len muss. Fin­det sich nächs­te Woche nie­mand, der die Kos­ten für die Hilfs­mit­tel über­nimmt, dann ist klar, hier wird eine Inte­gra­ti­on verhindert.

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