Zwischen TV und dem DSL

Mon­tag ist jet­zt nicht mehr der Start in die Arbeitswoche, nein, es ist der Tag mit dem Trau­ma “DSL”, denn heute mor­gen hat­te sich das Kind über­legt mit knapp unter der 38 Grad Kör­pertem­per­atur aus der Nacht zu kom­men. Nichts schlimmes. Wir haben ja noch Win­ter und die Infek­te gehen rum.

Nicht schlimm? Nun, mit der Tem­per­atur kann ich das Kind nicht in die Kita lassen, somit bleiben wir zu hause. Doch warum hat­te sie nicht let­zte Woche 38, dann hätte der Tech­niker uns angetrof­fen und, vielle­icht hät­ten wir dann unseren Zugang zum Netz bekom­men. Kein Inter­net und somit musste ich mich heute noch mal mit dem The­ma Fernse­hen auseinan­der set­zen. Denn wenn das Kind nicht zur Ruhe kommt, zwei Stun­den lang auf dem Arm tanzt, weint, auf­stößt, wieder weint, dann ist der Fernse­her ein ansprechen­des Medi­um. Doch merkt man, es ist eine andere Welt, die dort dargestellt wird. Vielle­icht liegt es an der Abstrak­tion vom wirk­lichen Leben, aus der die Geschicht­en ihren Stoff ziehen und das Leben “verkürzt” schön dargestellt wird. Zum Glück gibt es Farbfernse­hen und dann kommt noch die Sache mit den Charak­teren, die nur aus Klis­chees beste­hen. Das macht alles flach und ein­fach und brauch­bar auch mit gebroch­en­er Aufmerk­samkeit. Also genau das richtige, wenn man sich nicht konzen­tri­eren kann wegen einem weinen­den, kämpfend­en Kind auf dem Schoß.

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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