Lachen verboten

Glück­liche Eltern trotz behin­derten Kind ist wohl von so manchen Mit­men­schen nicht erfreulich zu sehen. Zumin­d­est geschah es uns let­ztens, als wir durch die Einkauf­s­pas­sage gin­gen und lachend ein­er Bekan­nten begeg­neten. Lei­der kon­nten wir diese Frau nicht zur Freude mit ein­laden, son­dern beka­men die Frage zuge­wor­fen: “Über was habt ihr denn so zu lachen?” Dies hinzu mit einem stren­gen Unter­ton wie im Schu­lun­ter­richt: “In der Stunde wird nicht gelacht.” oder “Was gibt es denn hier zu lachen?! Euch ist wohl hier der Ernst nicht klar?”  

Aber ich muss beto­nen, die Bekan­nte, sie ist nicht die einzige. Wenn ich eilig mit der Madame durch die Stadt unseren Pfad ver­folge, keine trau­rige Miene, son­dern das Gegen­teil auf den Lip­pen trage, dann schaut mich so manch­er Bürg­er noch fin­ster­er an als son­st, frei nach: “Wie kön­nen Sie denn mit einem behin­derten Kind glück­lich sein? Ich kann Sie doch gar nicht mehr bemitlei­den und mein Leben damit über Ihres erheben.” “Tja.” antworte ich mal ganz fik­tiv: “Ihre Prob­leme möchte ich auch nicht haben.”

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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