Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Patentenverfügung und der Wille des Kindes

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Es gehört sicher­lich zu den hef­tigs­ten und schwie­rigs­ten Auf­ga­ben von Eltern eines schwer erkrank­ten Kin­des, zu ent­schei­den, ab wann man das Kind aus dem Leben gehen­lässt. Schwie­ri­ger oder leich­ter wird es viel­leicht, wenn das Kind schon älter ist und selbst dazu sei­nen Stand­punkt findet.Ab wann beginnt der letz­te Schritt im Leben wirk­lich? Wie kann ich wis­sen, ob eine spon­ta­ne Kri­se bedeu­tet, dass die Krank­heit dem Leben jetzt das Ende auf­ge­baut hat? Oder ob die­se Kri­se mit Atem­still­stand und Herz­rhyth­mus­stö­rung nur ein Aus­rut­scher ist, eine “bana­le” Fehl­funk­ti­on des Gehirns? Zu groß ist die­se Last, über­mäch­tig schwebt sie immer hin­ter einem – reani­miert man das Kind und doch war der Zeit­punkt ungüns­tig. Letzt­end­lich gewinnt man zwar über den Tod, doch erlei­det das Kind einen schwe­ren Sauer­stoff­man­gel mit dem Resul­tat: Wach­ko­ma und somit einer wei­te­ren Min­de­rung der Lebensqualität.

Eine Pati­en­ten­ver­fü­gung vom Kind, wie zu ver­fah­ren sei in wel­cher Situa­ti­on, die gibt es nicht, sie wird es auch nie geben. Ein Punkt, der mich schon län­ger bewegt und jetzt auch The­ma war im Blog “Bio­po­li­tik”: Wenn Kin­der ster­ben… was hel­fen Patientenverfügungen? 

Eine Hil­fe, um viel­leicht Ant­wor­ten zu fin­den, bie­te eine gute Pal­lia­tiv­ver­sor­gung, wie man aus dem Fern­seh­bei­trag vom ARD “Ster­be­hil­fe: Der Streit um den selbst­be­stimm­ten Tod” her­aus­fil­tern kann, abseits der Dis­kus­si­on zur Ster­be­hil­fe dar­in. Die pro­fes­sio­nel­le Pal­lia­tiv­ver­sor­gung von Kin­dern ist rar. Eine Mög­lich­keit die­se zu erhal­ten liegt in der Kin­der­hos­piz­ar­beit, doch was hilft es, wenn man in sol­chen Kri­sen kein sta­tio­nä­res Kin­der­hos­piz auf­su­chen kann, da es die Kran­ken­kas­se nicht finan­zie­ren will.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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