Der Widerspruch und die guten Nerven

Gestern in einem Gespräch wurde mir deutlich, wie belastend der Kampf um die Versorgung allein schon von Hilfsmitteln sein kann. Da ging es im die jährliche wachstumsbedingte Anpassung von der Sitzschale im Kindergarten, welche jetzt neu gemacht werden müsste. Sie erinnerte sich nur an das letzte Jahr, wie sie allein schon diese Sitzschale, eine Zweitversorgung, bei den Ämtern erkämpfen musste. Das zog an den Nerven und das man darauf erneut keine Laune hat, ist mehr als verständlich.

Denn erstens ist es nicht das einzige Hilfsmittel, wo der Bedarf aberkannt wurde mit dem Antrag und zweitens, eigentlich braucht sie ihre Kraft eher für die Pflege des Kindes als für irgendwelche Widersprüche, die sie zum Bittsteller werden lassen. Letztendlich geben in dieser Situation viele Eltern auch auf. Fazit: Das Kind ist unterversorgt und die Folgekosten, wie orthopädische Therapien durch Fehlhaltungen, liegen dann höher als der Preis des Hilfsmittels. Da ist es kein Wunder, wenn dann die Behinderung des Kindes als eine Last empfunden wird.

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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