Krankenkasse: Die Ablehnung eines Ständers für die Rüttelweste

Wusstest Du, dass ein Stän­der für ein medi­zinis­ches Hil­f­s­mit­tel keinen medi­zinis­chen-ther­a­peutis­chen Nutzen hat und deshalb nicht genehmigt wird von der Krankenkasse? Nein? Okay, um was geht es.

Da unsere Inten­sivla­dy wieder­holt nicht das Sekret aus dem Atemwe­gen sich­er befördern kann, haben wir die Rüt­tel­weste „The Vest“ beantragt. Ein großes, unhan­dlich­es Gerät, woran über Schläuche eine Vibra­tionsweste angeschlossen wird. Damit wir es gut anwen­den kön­nen, damit das Gerät sich­er ste­ht braucht es einen Stän­der. Doch dieser hat keine Hil­f­s­mit­tel­num­mer und zählt, ver­mut­lich, nicht zum Stan­dard­zube­hör. Die Rüt­tel­weste „The Vest“ wurde genehmigt – der Stän­der wurde abgelehnt. Weit­er­lesen “Krankenkasse: Die Ablehnung eines Stän­ders für die Rüt­tel­weste”

Schmerz & Palliativ: Hilfsmittel und Medizinprodukt

Neben der Unruhe, der Epilepsie sind die Schmerzen zum alltäglichen Begleiter des Intensivkindes geworden. So richtig klar können wir die Ursache nicht benennen. Ist es die Skoliose, welche im letzten Jahr sich verschlechterte? Vermutlich ja, vermutlich … Deutlich ist geworden, die „alten“ Schmerzmittel (Paracetamol, Ibuprofen) scheitern und somit wird jetzt das Fentanyl probiert als Nasenspray.
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Ein Ostergruß von der Krankenkasse

Gestern kam von der Krankenkasse Post, die Genehmi­gung über die beantragte Lagerung­shil­fe “Mal­ta” von der Fa. Enste Phys­io­form Reha 1. Ein Oster­gruß! Auch wenn die Post nicht so aus­gewiesen ist, ist sie es für uns. Denn wir warten schon seit sechs Monat­en auf eine endgültige Entschei­dung2 nach unseren Ein­spruch, ob wir diese Posi­tion­ierung­shil­fe genehmigt bekom­men oder nicht. Der Preis des Hil­f­s­mit­tels liegt um die 530€.
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Krankenkasse: Einwegsensor und Lagerungshilfe

Die Ein­wegsen­soren für den Pul­soxy oder SpO2-Mon­i­tor sind wieder im Pro­gramm. Unsere Begrün­dung, dass wir 2010 auf die Ein­wegsen­soren umgestiegen sind  hat sich die Home­care­fir­ma wie auch die Krankenkasse angeschlossen 1.  Somit wurde ein Dauersen­sor nicht getestet und unser eventuell Inten­sivkind wieder Deku­biti bekommt.
Aber dafür haben wir bei der Krankenkasse noch eine weit­ere Baustelle:  Eine Posi­tion­ierungs- und Ganzkör­p­er-Lagerung­shil­fe wurde beantragt mit ärztlichen Rezept. Es ist ein Hil­f­s­mit­tel von der Fir­ma  Enste Phys­io­form Reha.  Für die Krankenkasse ist es ein Gebrauchs­ge­gen­stand des täglichen Lebens, ein Sitz­sack. Ja, denn das Prob­lem Num­mer eins ist, es gibt keine Hil­f­s­mit­tel­num­mer. Beantragt haben wir diese Lagerung­shil­fe, weil wir schon zwei solch­er Kissen in den let­zten zehn Jahren von der Krankenkasse finanziert bekom­men haben, eben als Hil­f­s­mit­tel.
Jet­zt, seit ein paar Monat­en liegt unser Wider­spruch dazu bei der Kasse. Die hät­ten es dem MDK zu gesendet, stand heute in der Post. Für mich stellt sich die Frage, wieso dauert dies solange?

Windeln & Eigenanteil: Festigen Sanitätshäuser Leistungen der Krankenkasse?

Streiten gilt nicht. Die Windeln vom Intensivkind laufen immer häufiger aus, halten nicht mehr die Menge auf, wie das Intensivkind spontan uriniert. Also wird der Windelversorger, ein Sanitätshaus, angerufen und ich frage nach, ob wir andere, saugstärkere oder größere Windeln zum Testen bekommen können. Ich bat um Windeln, bei denen wir keine Eigenanteile leisten müssen. Die erste Antwort war, für saugstärkere Windeln müssten wir drauf zahlen.

Es wurde ein beschwerlicher Weg im Gespräch und zum Schluss erklärte die Stimme, sie sende uns Probewindeln zu. Die nächst größere Windel, die vollständig von der Krankenkasse finanziert wird. Kundenfreundlich wirkte dieser Weg zu der Entscheidung nicht. Zuerst zeigte sich die Dame vom Sanitätshaus streng im Ton, als könne sie nicht mehr lächeln und sei in ihrem Leben frustriert. Dabei ging es nur um Probewindeln und einen Problem mit ihren vertriebenen Windeln. Die Information, wir müssten für die Windeln einen Eigenanteil zahlen, klang wie eine Mission von ihr. Die Krankenkassen bezahlen nur das, was ausreichend, wirtschaftlich, zweckmäßig und in der Qualität gesichert ist. Dem stimmte ich zu und dazu zählt, dass die Krankenkasse auch eine Windel bezahlt, die nicht ausläuft, passend sitzt und ausreichend trocken ist bei kleinen Mengen Urin (Schutz vor dem Wundliegen); siehe dazu eine Rechtsprechung vom LSG der Länder Berlin und Brandenburg, Urteil vom 15. November 2012 - Az. L 1 KR 263/11. Weiterlesen "Windeln & Eigenanteil: Festigen Sanitätshäuser Leistungen der Krankenkasse?"

SAPV: Wie, welche schwerkranken Kinder bekommen Zugang

Es wur­den weit­ere Schritte gemacht für die Ver­sorgung von lebenslim­i­tiert erkrank­ten Kindern, wie unserm Inten­sivkind. Die Empfehlung wurde erar­beit­et zur Aus­gestal­tung der Ver­sorgungskonzepte für die Spezial­isierten ambu­lanten Pal­lia­tivver­sorgung (SAPV) von Kindern und Jugendlichen. Es wurde erar­beit­et von den Spitzen­ver­band der geset­zlichen Krankenkassen (GKV), die Deutschen Gesellschaft für Pal­lia­tivmedi­zin (DGP) und dem Deutschen Hos­piz- und Pal­lia­tivVer­band (DHPV), mod­eriert vom Bun­desmin­is­teri­um für Gesund­heit. Dies klingt ins­ge­samt sehr mächtig, erkennbar ist auf den ersten Blick nicht, ob und welche Ver­bände der pal­lia­tiv­en / pflegerischen Kinderver­sorgung beteiligt waren wie der Bun­desver­band Kinder­hos­piz oder der Kinderkrankenpflege wie der Bun­desver­band häus­liche Kinderkrankenpflege(1). Im zweit­en Blick taucht zumin­d­est der Deutsche Kinder­hos­pizvere­in als Mit­glied vom DHPV auf.

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Krankenkasse vs. Häusliche Kinderkrankenpflege: Wenn es um die Stunden geht

Wieder­holt erlebe oder höre ich von dem “Kampf” viel­er Fam­i­lien mit ihrer Krankenkasse um die Genehmi­gung der ärztlich verord­neten Pfleges­tun­den oder den gewün­scht­en Kinderkrankenpflege­di­enst. Wenn die Krankenkasse wirk­lich Kosten sparen will, so meine Ver­mu­tung, wäre ein “gemein­samer” Weg sin­nvoll.

Die Häus­liche Kinderkrankenpflege wie auch die außerklin­is­che häus­liche Inten­siv-Krankenpflege wird gerne als kosten­in­ten­siv bew­ertet. Dies mag sein, wenn man es als einzel­nen Posten in der Krankenkasse betra­chtet. Diese Leis­tung wird pro Pfleges­tunde abgerech­net und dazu kön­nte noch die Anfahrt berech­net wer­den. Oder anders, es bedarf mehrere einzelne gesunde Ver­sicherte im Monat, um die Pflege eines Inten­siv­pa­tien­ten im gle­ichen Zeitraum zu finanzieren. Kranken­ver­sicherun­gen sind Wirtschaft­sun­ternehmen, die Ein­nah­men soll­ten höher sein als die Aus­gaben oder wieder anders, das Pro­dukt “Kranken­ver­sicherung” sollte mit einem guten Gewinn verkauft wer­den. Schließlich möchte die Ver­sicherung von ihren Pro­duk­ten “leben kön­nen”. Weit­er­lesen “Krankenkasse vs. Häus­liche Kinderkrankenpflege: Wenn es um die Stun­den geht”

Tracheostomapflege: Handschuhe wieder im Programm

Übers Tele­fon hat die Kasse uns mit­geteilt: Die Ein­mal­hand­schuhe für die Tra­cheostom­apflege wür­den wieder über die Krankenkasse finanziert wer­den. Eine Erle­ichterung, eine Baustelle weniger. Sicher­lich, wir dür­fen darüber stre­it­en, ob man beim tra­chealen Absaugen mit Non-Touch auf Hand­schuhe verzicht­en könne. Aber, eh man es kann und dies in allen Lebensla­gen, es ist ein „gewagtes Spiel“ und bedarf viel Übung und dann kommt die Sit­u­a­tion, in der man tiefer absaugen möchte …

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Kinderkrankenpflege: Müssen Eltern Behandlungspflege durchführen

Auf der Web­seite von carekonzept wird die Frage beant­wortet: Wann müssen Ange­hörige die Behand­lungspflege durch­führen. Die Antwort sei ein­fach: Ange­hörige müssen dies nicht, da man sie nicht zwin­gen könne. Hört sich doch pos­i­tiv an, aber so ein­fach ist es in der häus­lichen Kinderkrankenpflege nicht, so erzählt es mir meine Erfahrung.

Denn der erste Frage für die ambu­lante Kinderk­in­ten­sivkrankenpflege ist, wird denn die ärztliche Verord­nung von der Krankenkasse in ihrem Umfang anerkan­nt. Wie Umfang?

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Pflegebroschüre mal nicht in deutsch

Pflegebedürftigkeit bet­rifft nicht nur den, der die deutsche Sprache beherrscht, son­dern es kann alle tre­f­fen, eben auch Migranten. Doch kann es schwierig sein in unserem Sozial­sys­tem an die Leis­tung her­an zu kom­men, wenn man sie nicht ken­nt. Die Beratung der Behör­den oder Krankenkassen kann, wenn sie es machen, sehr unter­schiedlich in ihrer Aus­führlichkeit und Qual­ität sein. Abhil­fe zur Aufk­lärung kön­nte eine  Broschüre schaf­fen, die auch in anderen Sprachen über die Leis­tun­gen der Pflegev­er­sicherung aufk­lärt. Das Land Hes­sen hat jet­zt die Broschüre “Pflegebedürftig – Was ist zu tun?” in türkisch, rus­sisch und englisch her­aus gebracht.

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