Lungenentzündung@home

Zuerst war es der Start mit der Sauer­stof­f­gabe in der Nacht – die Ursache ist nun klar: Das Inten­sivkind hat eine Lun­genentzün­dung und so wie diese sich zeigt, gehört sie wohl in die Klinik oder sie ste­ht kurz davor.

Warum? Die Beat­mung ist schwieriger gewor­den, was bedeutet, die Sauer­stoff­sät­ti­gung im Blut ist unzure­ichend trotz der Sauer­stof­f­gabe. Doch sorgte eine größere Tra­chealka­nüle für Abhil­fe wie auch ein strenges Inhala­tion­ss­chema und ein Antibi­otikum.

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Entlastungsangebote: Ich werd kein Pflegefall

Da beschließt der DBfK und die Barmer GEK eine Rah­men­vere­in­barung für die Ent­las­tung der pfle­gen­den Ange­höri­gen, also mich, und ich finde neben der Nachricht im Inter­net auf die Schnelle nichts Ein­deutiges, was sie beschlossen haben. Ich bekomme somit den Ein­druck, es geht an den Bedürfnis­sen, meinen Bedürfnis­sen vor­bei. Denn schon diese Aus­sage von Her­rn Wag­n­er des DBfK:

Endlich kön­nen pfle­gende Per­so­n­en diese drin­gend benötigte Leis­tung beanspruchen, um nicht selb­st zum Pflege­fall zu wer­den.“ aus: Bib­liomed – News: DBfK und Barmer GEK wollen Ange­hörige ent­las­ten. 28.6.2012 https://www.bibliomed.de/news/-/content/detail/705767. abgerufen 29.6.2012

wirken auf mich unglaub­würdig, wenn nicht ein­deutig (kom­mende) Leis­tun­gen benan­nt wer­den und bei solchen Verträ­gen keine Mitar­beit von Betrof­fe­nen erkennbar ist, die es auch organ­isiert gibt wie „wir pfle­gen“.

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Essen im Bett – Sondenkost verteilt

Wir lern­ten doch als Kind: Man isst nicht im Bett. Die Gründe der Eltern dafür waren wohl eher dem Sauberkeitswillen geschuldet als dem gesund­heitlichen Nutzen. Und sie hat­ten recht. Denn wen ein­mal Son­den­nahrung ins Bett gelaufen ist, weiß dies. Es muss sich nur die Steck­verbindung zwis­chen der Nahrungssonde oder But­ton lösen vom Nahrungspumpen­sys­tem, dann fließt die teure Nahrung ins Bett. Nicht nur das.

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Arbeitslosenrecht, Kind und die Inklusion

Mit dem Urteil vom Bun­dessozial­gericht  (Az.: B 14 AS 3/09 R) zeigt sich  deut­lich: die Anwen­dung vom Arbeit­slosen­recht auf Nicht-Erwerb­s­fähige, also Kindern, benachteiligt diese. So wird eben nur dann eine Behin­derung eines Men­schen anerkan­nt, wenn dieser arbeit­en gehen kön­nte und dies wäre eh erst ab dem 15. Leben­s­jahr möglich. Der finanzielle Mehraufwand für das behin­derte Kind, der auch beste­ht wenn die Eltern keinen Job haben, find­et somit keine Würdi­gung.

Mehraufwand? Durch die Pfle­ge­si­t­u­a­tion von Fam­i­lien mit einem behin­derten Kind passiert es häu­fig, dass ein Part­ner nicht arbeit­en gehen kann. Ewig lange Klinikaufen­thalte oder durchwachte Nächte wie fehlende regionale Betreu­ungsmöglichkeit­en sor­gen für Arbeit­sun­fähigkeit. Dazu gesellt sich noch die höhere Schei­dungsrate bei Fam­i­lien mit behin­derten Kindern als bei den „Nor­malen“. Weit­er­lesen “Arbeit­slosen­recht, Kind und die Inklu­sion”

Intensivkind & Pflegedienst: Der Start II.

Der Pflege­di­enst klin­gelt bei Ihnen zu Hause, es ist soweit. Und jet­zt taucht auch bei Ihnen die Frage auf: wer ist denn nun der Boss beim Kind?

In der Klinik war es auch schon immer der Punkt, um dem sich die Kon­flik­ten aufrol­l­ten. Wer hat das Sagen übers Kind?
Eine wichtige Frage, denn wie viel Pflege und auch Sorge sollen Sie von ihrem Kind zu Hause abtreten. Ich habe mit Absicht das Wort „abtreten“ gewählt, denn abgeben würde es nicht ganz passend for­mulieren. Es liegt ein Muss vor, Sie, Ihr Kind braucht die Schwest­er oder eben den Pfleger. Sie kön­nen nicht verzicht­en, zumin­d­est gehe ich davon aus, so wie ich die Fam­i­lie mit Dienst kenne. Gerne wür­den diese ihr Kind nur für sich haben, gerne wür­den sie den All­t­ag selb­st prä­gen, ihre eige­nen Rit­uale basteln und ohne einen drit­ten Part sagen, was wie gemacht wird. Weit­er­lesen “Inten­sivkind & Pflege­di­enst: Der Start II.”

Pflegezeit – Sie sollten es genau nehmen!

Sie pfle­gen und Sie möcht­en das ihre Leis­tung, ob es Ihr schw­erst behin­dertes Kind ist oder eben Ihre Mut­ter, auch in einen Aus­gle­ich mün­det, das Pflegegeld. Schließlich opfern Sie ihre Zeit, opfern Chan­cen in Ihrer beru­flichen Lauf­bahn und sog­ar so manche lieb gewonnene Fre­und­schaft. Doch wir leben in der Minuten­medi­zin. Eine ärztliche Behand­lung rech­net sich nach Minuten. Das Arzt­ge­spräch, wie viele sicher­lich wis­sen, dauert aktuell in Deutsch­land um die sieben Minuten.
Und wenn der Arzt im Zeit­takt arbeit­et, so darf dies in der Pflege nicht fehlen.

Jede Pflege­maß­nahme, sei es das Waschen von Kopf bis Fuß oder der Toi­let­ten­gang, hat seine zeitliche Beschränkung. Sie schluck­en, Sie ken­nen das The­ma. Zeit ist der Grund, warum die Gutach­terin vom MDK Ihnen die Pflegestufe 2 aberkan­nt hat. Sie brauchen mehr Zeit für das Pfle­gen, doch die Gutach­terin meint, Sie brauchen es nicht. Und jet­zt gibt es noch ein Urteil vom Bun­dessozial­gericht. Die Pflegezeit muss genau angegeben.
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Pflegeaufwand im Schwerbehindert

Der All­t­ag mit einem schwer­be­hin­derten Kind ist nicht ger­ade ein­fach zu meis­tern, so hört und ließt man. Und es gibt sie, die Men­schen, die es dann doch ganz gut bewälti­gen. Ken­nt man den All­t­ag, der sich gliedert in einem hohen Pflegeaufwand, welch­er kein per­sön­lichen Raum mehr lässt für die eige­nen Bedürfnisse. Eine Belas­tung ist, alle Stunde für irgend­was, sei es min­destens für das Lagern oder Wick­eln, bere­it zu ste­hen. Dazu rei­ht sich die Erschöp­fung, für die ein­fach kein Platz ist im All­t­ag. Denkt man ein­mal, ich kön­nte jet­zt ein heißes Bad gebrauchen, so schlägt der näch­ste Gedanke, das „Pflegegewis­sen, gle­ich nach mit, ver­giss es, geh lieber unter die Dusche, damit du in fünf Minuten wieder für das Kind sor­gen kannst. Weit­er­lesen “Pflegeaufwand im Schwer­be­hin­dert”

Kinderkrankenpflegedienst, Aus und gekündigt

Es ist schon ein wenig heftig, wenn ein Pflege­di­enst einen sein­er Inten­siv­pa­tien­ten die häus­liche Krankenpflege aufkündigt. Und dies ist ein­er Fam­i­lie mit ihrem Inten­sivkind nicht weit von uns ger­ade passiert. Mitte diesen Monats hat der Pflege­di­enst zum Monat­sende die Vere­in­barung der Ver­sorgung aufgekündigt. Heftig? Nun hier­bei han­delt es sich um 24 Stun­den­ver­sorgung am Tag. Das heißt, es wer­den hier über 700 Pfleges­tun­den im Monat gebraucht für die Pflege, dies entspricht gut 5 Vol­lzeitkräften im Schicht­be­trieb. Geht man davon aus, dass Krankheit, Schwanger­schaft oder eben Urlaub dazu kommt, dann braucht es mehr, ins­beson­dere auch um eventuellen Aus­fall abz­u­fan­gen. Doch bleiben wir beim Wort „heftig“. Eine solche Kündi­gung ist dem gle­ich zu set­zen, als wenn jemand im Kranken­haus liegt und die Ver­wal­tung von einem auf den anderen Tag sagt: „Wir machen mor­gen zu. Suchen Sie sich ein anderes Haus für die weit­ere Behand­lung.“ Weit­er­lesen “Kinderkrankenpflege­di­enst, Aus und gekündigt”

Alltag wie jeden nicht

Wie geht es ihr? Ein Nein möchte man am lieb­sten dieser Frage geben. Man möchte nicht darüber reden, ob die Tage jet­zt anstren­gend waren, ob die Epilep­sie ein unfre­undlich­er Mit­spiel­er ist, ob die Nächte durchwacht wer­den, sie keine Ruhe find­et. Man möchte nicht weinen, man möchte nur schweigen, ihr einen Kuss geben, sie in die hütende Hand der Anderen wie in der Kita geben, wo man spürt, sie ist dort gut aufge­hoben. Heute fol­gte kein Anruf, es wäre dies, der Bauch, nicht lokalisier­bare Schmerzen und sie hat­te wieder nur zweimal fünf Minuten geschlafen. Zu wenig der Ruhe und doch ken­nt man es schon und doch ist sie ab den Mit­tag erschöpft, eine anstren­gende Ther­a­pie ver­sagt, dafür zeigt sie keine Geduld, keine Aufmerk­samkeit. Der Tag drück­te sich in den Nach­mit­tag und man nimmt sie wieder mit zu sich, steigt in den Bus, den Abend zu, das Pro­gramm bis die Schwest­er kommt. Wenn die Ruhe siegt ist es nicht die Luft im Bauch oder ein son­stiges Ärg­er­nis. Manch­mal gesellt sich dann ganz ohne Kampf der Schlaf zur Ruhe, als wäre es schon immer so, ein ganz nor­maler Abend, wenn dann die Epilep­sie sie nicht wieder weck­en würde.

Schmerzkrise und dem

Wenn das Fernse­hbild hängt in sein­er eige­nen Sto­ry, nur ein Rauschen der Stimme, eine Geschichte auf dem Bild­schirm, die man nicht braucht. Das Kind weinend, fiebrig und kämpfend mit ein­er Unruhe im Schoß, zu groß, um es noch hal­ten zu kön­nen. Die Zeit tickt von 21 zur 22 zur 23 hin zur Null. Hätte der Abend, ja hätte man den Abend auch ohne Schmerz tra­gen oder eben ver­leben kön­nen. Die Chemie im Zäpfchen und die Tropfen. Sie ver­sagte, zeigte keine Hil­fe und man suchte nach ein­er Antwort, wie lange kann man dies noch tra­gen, müssen wir den Notarzt rufen für eine poten­teres Mit­tel, für eine Sedierung mit Hyp­noti­ka. Ein Anruf, ein Weg in der Krise in die Klinik mit der Ahnung, auch keine passende Antwort zu find­en auf das Warum, warum dieser Schmerz und doch kehrte vor der Erschöp­fung des eige­nen Wil­lens, der eige­nen Kraft die Ruhe ein. Keine fremde Hil­fe, keine helfende Hand außer die des Pflegers. Eine Antwort, die sich zeigte, die erzählt von ein­er Entzün­dung in Rich­tung Harn­blase. Doch dann fällt die Null zusam­men mit dem Schlaf, zusam­men in einem Traum der Erschöp­fung geprägt vom Chaos.