Pflegealltag – berechne deine Inhalationslösung

An man­chen Tagen bin ich selbst über­rascht – wie­der und wie­der ein The­ma, was wir im Pfle­ge­Zim­mer noch nie hat­ten. Die 0,9% NaCl – Lösung zur Inha­la­ti­on  – hier war … 

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Intensivkind & Pflegedienst: Konflikt mit der Medikamentengabe

Aktu­ell bekommt das Inten­siv­kind zu sie­ben ver­schie­de­nen Zei­ten Medi­ka­men­te. Dies alles im Blick zu hal­ten fällt manch­mal schwer, obwohl die Men­ge der unter­schied­li­chen Medi­ka­men­te über­schau­bar ist. Es besteht neben dem Pfle­ge­all­tag ein All­tag zwei und drei, wie Geschwis­ter­kind und Beruf.

Eine Hil­fe und Erleich­te­rung für uns Eltern ist das Vor­stel­len der Medi­ka­men­te vom Pfle­ge­dienst. Es funk­tio­niert, da wir die ver­schie­de­nen Tablet­ten ken­nen. Alle Medi­ka­men­te sind unter­schied­lich, sei es nur durch eine Ein­ker­bung auf der Tablet­te. Es braucht bei uns nur die alar­mie­ren­de Uhr, um kei­ne Medi­ka­men­ten­ga­be zu verpassen.

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Behinderung, Hilfsmittel, Ohnmacht – kein Weg

Mit der Behin­de­rung des Kin­des, damit kön­nen wir leben, Pro­ble­me berei­ten uns  die abge­lehn­ten Hil­fen für die Bewäl­ti­gung des All­tags  – ein Satz, den ich wie­der unter­schrei­ben will, den ich die­se Woche wie­der unter­schrei­ben konnte.

Auf PPM-Online las ich über die Ableh­nung eines schwenk­ba­ren Auto­sit­zes. Das Lan­deso­zi­al­ge­richt in Essen mag recht haben, es ist kei­ne Leis­tung der Kran­ken­kas­se. Es ist in dem geschil­der­ten Fall nicht mit einem the­ra­peu­ti­schen Nut­zen ver­bun­den, dient also nicht der medi­zi­ni­schen Reha­bi­li­ta­ti­on. Okay, dann dient der Auto­sitz even­tu­ell der Teil­ha­be am öffent­li­chen Leben. Könn­te dies Hilfs­mit­tel nicht beim Sozi­al­amt bean­tragt wer­den? Wur­de dies gemacht? Nach einem Satz im Urteil nicht.

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Die Zeit ist abgelaufen: Der Rehabuggy

Letz­te Woche war es soweit – der Roll­stuhl ist voll­ends zusam­men­ge­schraubt, bezo­gen und kann sich allen im All­tag zei­gen. Der Reha­bu­g­gy – des­sen Zeit­al­ter ist vor­bei, es geht nicht mehr. Das Inten­siv­kind fin­det dort nicht den gefor­der­ten ortho­pä­di­schen Sitz und sei­ne Fahr­ei­gen­schaft lässt vie­le Wün­sche offen. Doch, es ist ein Abschied. Sie­ben Jah­re beglei­te­te er das Inten­siv­kind. Sie­ben Jah­re. Er fuhr sie in die Kita, roll­te über stei­ni­ge und ver­wur­zel­te Wald­we­ge oder drück­te sich durch den Schnee, selbst wenn der Fahr­dienst versagte.

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IntensivZimmer und das Kinderradio

Stil­le im Inten­siv­Zim­mer, sie braucht sie nicht. Ein Radio, ein CD-Play­er gehör­te von Anfang zur Aus­stat­tung. Zum einen for­der­te dies unser Ein­schlafri­tu­al und zum ande­ren mag unse­re Madame Men­schen um sich her­um, die sich unter­hal­ten. Hör­bü­cher wie auch Hör­spie­le bie­ten zumin­dest eine gute Alter­na­ti­ve hier­zu, wenn die Pfle­ge­run­de rum ist und sie im Bett verweilt.

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Lungenentzündung@home III.

Alles wie­der im Lot – dies wäre jetzt die pas­sen­de Rede­wen­dung. Der Sauer­stoff­kon­zen­tra­tor ist aus, die Beatmungs­ma­schi­ne arbei­tet wie­der mit den übli­chen Druck und die Lecka­ge durch die unge­block­te Trachealkanüle … 

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Lungenentzündung@home II.

Nicht alles lässt sich mana­gen in der häus­li­chen Inten­siv­kran­ken­pfle­ge – dies könn­te jetzt mein Fazit sein. Ich grei­fe vor­weg – der gest­ri­ge Abend war weit ent­fernt vom ritua­li­sier­ten Sonn­tag­abend. Kein Tat­ort, die Uhr zeig­te, jetzt wäre der Mord im Film schon gewe­sen, und die Madame offen­bar­te eine schlech­te Sauer­stoff­sät­ti­gung, trotz stei­gen­den Sauer­stoff­fluss. Die Lage­rung zur bes­se­ren Beatmung brach­te auch kei­ne Wir­kung auf die Sauer­stoff­sät­ti­gung laut Puls­oxy. Was blieb, es war der Anruf auf der Inten­siv­sta­ti­on, der Ret­tungs­leit­stel­le und die Fahrt ging mit ihr in die Klinik.

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Lungenentzündung@home

Zuerst war es der Start mit der Sauer­stoff­ga­be in der Nacht – die Ursa­che ist nun klar: Das Inten­siv­kind hat eine Lun­gen­ent­zün­dung und so wie die­se sich zeigt, gehört sie wohl in die Kli­nik oder sie steht kurz davor.

War­um? Die Beatmung ist schwie­ri­ger gewor­den, was bedeu­tet, die Sauer­stoff­sät­ti­gung im Blut ist unzu­rei­chend trotz der Sauer­stoff­ga­be. Doch sorg­te eine grö­ße­re Tra­che­al­ka­nü­le für Abhil­fe wie auch ein stren­ges Inha­la­ti­ons­sche­ma und ein Antibiotikum.

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Schmerz & Pflegenot

Vor­ges­tern hol­te die Schmerz­kri­se wie­der den All­tag ein vom Inten­siv­kind. Oder wird sie zum All­tag? Ich hof­fe nicht. Ein sol­cher Nach­mit­tag macht mich müde, denn setzt sich die Last das „übli­chen“ All­tags oben­drauf, gelingt einem ein tie­fes Durch­at­men nicht mehr. Schmerz­kri­se, die sich über Stun­den hin­zie­hen, da jagt einem das Bild von einem schwe­ren Dau­er­schmerz durch den Kopf.

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HomeCare: Sauerstoff gibts nur Montags Vormittag

Das Inten­siv­kind braucht eine neue Sauer­stoff­fla­sche wie auch einen Druck­min­de­rer. Kein Pro­blem, so den­ke ich – ein Rezept über die bei­den Medi­zin­pro­duk­te wird an “unse­ren” Sauer­stoff-Ver­sor­ger gesen­det. Ges­tern hat­te sich end­lich, nach gut 14 Tagen, die Home­Ca­re ‑Fir­ma gemel­det. Der Herr am Tele­fon wür­de ger­ne am kom­men­den Mon­tag zwi­schen 913 Uhr lie­fern. Mei­ne Ant­wort: Geht nicht – unser Kind ist zum einen in der Schu­le und zum ande­ren hat es einen Arzt­ter­min. Er frag­te, wie es am Nach­mit­tag aus­sieht. Da gin­ge es ab 15 oder 14 Uhr, war mei­ne Aus­sa­ge. Ich frag­te, wie es denn an ande­ren Tagen aus­sieht. Sei­ne Ant­wort war: Er wäre immer nur Mon­tags von 913 Uhr im Jena­er Raum. Er wür­de es dem Büro zurück­mel­den, dass es nicht klappt und die­se mel­den sich und heu­te kam der nächs­te Anruf. Mor­gen könn­ten sie zwi­schen 1215 Uhr liefern.

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Nach Schmerzkrise, Petechien und Abend

Kei­ne Zeit – so habe ich nicht ein­mal die letz­te Schmerz­kri­se gut ver­ar­bei­tet, in eine Schub­la­de gesteckt – frei nach, es hät­te echt schlim­mer kom­men kön­nen. Stopp, Schub­la­den – frei nach, die funk­tio­nie­ren nicht und blo­ckie­ren mich, mei­ne Trau­rig­keit dar­über und den Blick nach vorn. Nach Schmerz­kri­se fol­gen  Pete­chi­en (Haut­ein­blu­tun­gen) – ob es zwi­schen bei­den einen Zusam­men­hang gibt, weiß ich nicht.

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Schmerz, Krise und nur Opioid

Der Tag beginnt ruhig, das Inten­siv­kind schläft nach der mor­gend­li­chen Pfle­ge­run­de wie­der und die Fahrt geht ab in die Schu­le. Mit­tags klin­gelt das Mobi­le, unser Kind hat Ärger, jam­mert, wimmert … 

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Alltag wie jeden nicht

Wie geht es ihr? Ein Nein möch­te man am liebs­ten die­ser Fra­ge geben. Man möch­te nicht dar­über reden, ob die Tage jetzt anstren­gend waren, ob die Epi­lep­sie ein unfreund­li­cher Mitspieler … 

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Weltkindertag und Schmerzkrise

Heu­te war Welt­kin­der­tag, hieß es in den Nach­rich­ten. In unse­rem Hof wur­de die­ser Tag ver­schla­fen. Ob es dar­an liegt, dass im Osten der Repu­blik der 1. Juni der Kin­der­tag ist oder war? Viel­leicht, viel­leicht auch nicht. Zumin­dest war ich heu­te ganz froh, dass es unse­rem Inten­siv­kind am BRD-Welt­kin­der­tag ganz gut ging, sie schmerz­frei war. Dies bis auf dem Abend, der wie­der mal für Dis­kus­si­on sorg­te mit der Luft im Magen, die raus muss­te, aber nicht woll­te. Nach einer Stun­de war dies vor­bei und ver­ges­sen und nicht zu ver­glei­chen mit Frei­tag­nach­mit­tag, einer sechs­stün­di­ge Schmerzkrise.

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Zurück, hier

Die Fens­ter abge­dun­kelt, vor der Hit­ze bricht der Tag,hält die Epi­lep­sie fest,dein Anfall unge­bro­chen Lachen­de Kin­der,ein kur­zes Wei­nenTrä­nen gebannt im Flüs­ternhält das Lachen fest. Dein Herz schlägt,die Atmung gebro­chen, blass … 

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Mülleimer für Windeln

Für die Pfle­ge eines Kin­des oder Ange­hö­ri­gen und die Haus­ar­beit kann man schon sein Geld beim Händ­ler diver­ser net­ter Pro­duk­te las­sen, ange­fan­gen bei den ver­schie­dens­ten Putz­mit­teln, die sich auf bestimm­te Gegen­stän­de oder Räu­me spe­zia­li­sie­ren, über die Sei­fen oder Cremes für die ver­schie­dens­ten Lebens­la­gen vom Kind bis zum Sin­gle und nicht zu ver­ges­sen, unser Händ­ler bie­tet nicht nur den Müll­ei­mer fürs Bio oder den Rest­müll an, son­dern auch den Eimer für die vol­len Windeln.

Und beim Win­de­lei­mer gibt es eben die ver­schie­dens­ten Model­le, die alle das Wich­tigs­te bie­ten möch­ten: Geruchs­neu­tral nach außen möch­ten sie sein, damit die häus­li­che Atmo­sphä­re ange­nehm beduf­tet bleibt und die bes­te Freun­din beim spon­ta­nen Besuch nicht wie­der kehrt macht auf dem Tür­vor­le­ger und uns ein­lädt in das Café an der Stra­ßen­ecke. Der Win­de­lei­mer sei also die Lösung für die­se oder ähn­li­che Pro­ble­me, die Ret­tung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger oder Eltern vor der end­gül­ti­gen sozia­len Iso­lie­rung. Doch hat die Pro­dukt­pa­let­te „Win­de­lei­mer“ ihre Tücken nicht nur im Preis, der auch beim Zube­hör so sei­ne „Stär­ke“ hat. Nein, vie­le Pro­duk­te, wie sie mir auf den Bild­schirm kamen in den Web­shops fin­det man nur in der Baby-Spar­te. Aber Baby­win­deln sind klei­ner als Kin­der­win­deln und die­se sind wie­der­um klei­ner als Win­deln für Erwachsene.

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Eltern eines kranken Kindes: Einbezogen vs. unterstützt

Ein­be­zo­gen vs. unter­stützt – Zwei Begrif­fe und was macht deren Unter­schied aus? Letz­tens bin ich bei einer Dis­kus­si­on, bei der die pal­lia­ti­ve-hos­piz­li­che Ver­sor­gung von Schwerst­kran­ken im Vor­der­grund stand, auf die Ver­wen­dung der bei­den Wör­ter gesto­ßen: Ein­be­zo­gen wer­den soll­ten in der Hos­piz­ar­beit die Ange­hö­ri­gen. Es ist ein Leit­ge­dan­ke der Arbeit. Das Wort „unter­stützt“ wur­de nicht ver­wen­det. Der Grund: Ein­be­zo­gen ste­he hier über unter­stützt. Zuerst konn­te ich mit der Argu­men­ta­ti­on mit­ge­hen, doch dann wur­de mir klar: Ein­be­zo­gen kann, je nach Kon­text, über unter­stützt ste­hen, doch ist sei­ne Bedeu­tung brei­ter. Dies im Sin­ne: Von unter­stützt bis hin zum Co-The­ra­peut und Pflegeperson.

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Fehler auf der Intensivstation zum IntensivZimmer

Feh­ler gehö­ren zum Leben dazu – wird eine Sache oder ein “Sys­tem” kom­ple­xer, also viel­schich­ti­ger, so steigt auch “deren” Feh­ler­an­fäl­lig­keit. Und sie pas­sie­ren auch dort, wo sie nicht hin­ge­hö­ren oder sagen wir lie­ber nicht pas­send sind: in der Medi­zin und Kran­ken­pfle­ge. Also im Kran­ken­zim­mer und sogar auf der Inten­siv­sta­ti­on machen sie nicht halt. Erst letz­tens wur­de eine mul­ti­na­tio­na­le Stu­die ver­öf­fent­licht über die Feh­ler­häu­fig­keit bei der par­en­te­ra­len Medi­ka­men­ten­ver­ab­rei­chung auf Inten­siv­sta­tio­nen. Deren Fazit lautet:

Feh­ler in der par­en­te­ra­len Medi­ka­men­ten­ver­ab­rei­chung sind häu­fig und stel­len ein erheb­li­ches Sicher­heits­pro­blem auf Inten­siv­sta­tio­nen dar. Bei der zuneh­men­den Kom­ple­xi­tät der Betreu­ung schwer kran­ker Pati­en­ten kön­nen orga­ni­sa­to­ri­sche Fak­to­ren wie Feh­ler­be­richts­sys­te­me und Rou­ti­ne­kon­trol­len dazu bei­tra­gen, das Risi­ko für sol­che Feh­ler zu ver­rin­gern.” Valen­tin, Andre­as; Capuz­zo, Mau­ri­zia; Gui­det, Bert­rand; More­no, Rui; Met­nitz, Bar­ba­ra; Bau­er, Peter; Met­nitz, Phil­ipp. “Feh­ler bei der par­en­te­ra­len Medi­ka­men­ten­ver­ab­rei­chung auf Inten­siv­sta­tio­nen: Eine pro­spek­ti­ve, mul­ti­na­tio­na­le Stu­die” in: aerz​te​blatt​.de. 25.04.2009.

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Integration – Begleitung der Familie mit behindertem Kind

In der “Woche fürs Leben 2009 (vom 25. April bis 2. Mai) rufen die Kir­chen für eine bes­se­re Inte­gra­ti­on von Men­schen mit kör­per­li­cher oder geis­ti­ger Behin­de­rung auf. Doch wie macht man sie mög­lich, wenn selbst Betrof­fe­ne und deren Fami­lie nicht über ihre Rech­te wis­sen dabei? Über die Rech­te zu wis­sen, wäre das eine, das ande­re sind aber auch Ange­bo­te, die ein­fach feh­len, wenn eine Fami­lie mit der Dia­gno­se “Behin­de­rung des Kin­des” kon­fron­tiert wird. Jetzt wird man mir ent­ge­gen­hal­ten, Behin­de­rung ist kei­ne Dia­gno­se, sie ist mehr eine “Sto­ry” der Ab- und Aus­gren­zung vom Nor­mal. Behin­dert ist man nicht, behin­dert wird man durch die gege­be­nen Struk­tu­ren. Die Dia­gno­se ist eine Erkran­kung, die ein Han­di­cap, ein Anders bewirkt auf Dauer.

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Frist zur Abtreibung – Leben mit behindertem Kind

 “Nur wenn das Leben mit einem behin­der­ten Kind leich­ter ist, wer­den sich Eltern öfter dafür ent­schei­den. Und selbst dann bleibt eine Gesell­schaft, die Auto­no­mie und Gesund­heit als wich­tigs­te Merk­ma­le eines gelun­ge­nen Lebens defi­niert, latent behin­der­ten­feind­lich.” aus: Ver­nünf­ti­ge Frist. sued​deut​sche​.de, 22.04.09

Einen tref­fen­de­ren Satz hät­te man zum The­ma “Abtrei­bung eines behin­der­ten Kin­des” bald nicht fin­den kön­nen. In dem Arti­kel geht es um die kom­men­de drei Tage Bedenk­zeit für die Schwan­ge­re. Vor­weg meint der Autor, die Zahl der Spät­ab­trei­bun­gen wird durch die neue “Frist” nicht sin­ken. Dies den­ke ich auch. Das obe­re Zitat selbst steht als Fol­ge­rung des fol­gen­den Satzes:

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