Ein Jahr Schule; integrativ

Das Schul­jahr ist zu Ende, fast, jetzt geht es ab in die Feri­en und ich bin sprach­los. Ein Jahr, was ich nie erwar­tet hät­te, unser Inten­siv­kind mit­ten im nor­ma­len Schul­le­ben. Sie wur­de von der Klas­se ange­nom­men, sie wur­de besucht, muss­te sich (über uns) ins Freun­de­buch ver­ewi­gen, gemein­sa­me Geburtstage …

Und sie hat es genos­sen, sie mag und braucht das Mit­re­den mit dem Step by Step (dort Step­pi genannt), sie hört sich mehr­fach zuhau­se an, was ihre Mit­schü­ler/-innen mit­tags drauf spra­chen, sie lau­tiert im Unter­richt, als rede sie mit …

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Die Geister geweckt in Sauerstoff

Man­ches im Leben ent­wi­ckelt eine “merk­wür­di­ge” Reak­ti­ons­ket­te, manch ande­rer wür­de sagen, ich habe wohl erst die Geis­ter geweckt. Kurz gesagt, es geht um Sauer­stoff. Letz­te Woche kam die neue Sauer­stoff­fla­sche, ein … 

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Behindertes Kind: Anpassung – Traumkind beerdigt

Akzep­tanz, Annah­me oder sich eben Anpas­sen an das „Schick­sal“ – Mein Kind ist behin­dert und ich habe kein Pro­blem damit. Es ist gibt kein Grund, war­um es mir dadurch schlechter … 

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Behindertes Kind: Leben Im Spiegel der Anderen

Die Geschich­ten der Ande­ren, wie die­se bei Spie­gel-Online, haf­ten öfters mal auf mei­ner  Todo-Lis­te. Ich sol­le sie lesen und doch schei­te­re ich immer wie­der mit den Start. Die ers­ten Zei­len ange­le­sen und dann quä­le ich mich durch den Text. Das Schwe­re: Es sind die Par­al­le­len, die Hoff­nung oder das Schei­tern und:

Seit Juli­an so krank ist, bin ich immer unru­hig. Jetzt über­le­ge ich stän­dig, was alles schief gehen könn­te“ aus: Immer unter Strom. Leben mit einem behin­der­ten Kind. http://​www​.spie​gel​.de/​s​c​h​u​l​s​p​i​e​g​e​l​/​w​i​s​s​e​n​/​0​,​1518​,​640169​,​00​.​h​tml: 05.08.09

 

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Frist zur Abtreibung – Leben mit behindertem Kind

 “Nur wenn das Leben mit einem behin­der­ten Kind leich­ter ist, wer­den sich Eltern öfter dafür ent­schei­den. Und selbst dann bleibt eine Gesell­schaft, die Auto­no­mie und Gesund­heit als wich­tigs­te Merk­ma­le eines gelun­ge­nen Lebens defi­niert, latent behin­der­ten­feind­lich.” aus: Ver­nünf­ti­ge Frist. sued​deut​sche​.de, 22.04.09

Einen tref­fen­de­ren Satz hät­te man zum The­ma “Abtrei­bung eines behin­der­ten Kin­des” bald nicht fin­den kön­nen. In dem Arti­kel geht es um die kom­men­de drei Tage Bedenk­zeit für die Schwan­ge­re. Vor­weg meint der Autor, die Zahl der Spät­ab­trei­bun­gen wird durch die neue “Frist” nicht sin­ken. Dies den­ke ich auch. Das obe­re Zitat selbst steht als Fol­ge­rung des fol­gen­den Satzes:

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Vom Zeugen bis es groß ist

Der Wil­le zum gesun­den Kind – da gibt es die rich­ti­gen Vit­ami­ne zu neh­men, den Alko­hol zu mei­den und die pas­sen­de Musik zu hören. Ein Kind, das wird heu­te nicht mehr ein­fach so gebo­ren, wie man es ver­meint­lich zeugt. Da erlebt man es eher, dass das her­an­wach­sen­de Wesen im Bauch zu einem Objekt wird, was sich mit dem Begriff Gesund­heit ist gleich Norm des Rich­ti­gen und Leis­tungs­er­brin­ger reibt. Ist das Kind gebo­ren und dabei knapp an der The­ra­pie “Abtrei­bung” vor­bei geschlit­tert, hört schein­bar die Fra­ge nicht auf: Hat es nicht doch irgend­ei­nen Defekt, was ihm (mir) das Leben schwer machen wird? Etwas, was nicht ein­mal in der Lite­ra­tur uner­wähnt bleibt:

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Behinderte Kind: Eingeschränkt im Leben?

Sei­ne Ent­wick­lung ist zwar gegen­über ande­ren Kin­dern glei­chen Alters ver­zö­gert, sei­ne Eltern sind bis­her nicht viel ein­ge­schränk­ter als Eltern von gesun­den Kin­dern.” aus SZON: “Unter­su­chung hält Schick­sal nicht auf” vom 05.01.2009.

Die­ser Satz, in einem lesens­wer­ten Arti­kel der Schwä­bi­schen Zei­tung, gibt mir sehr zu den­ken. Nun, ich ver­nahm öfters die Aus­sa­gen von Eltern mit behin­der­ten Kind, dass sie sich selbst als behin­dert sehen. Sicher­lich, man erlebt im All­tag die feh­len­de Bar­rie­re­frei­heit auf sei­ne Wei­se, eben dass man mit dem Kind nicht über­all hin und nicht an vie­len Din­gen für ver­meint­lich gesun­de Kin­der teil­ha­ben kann. Dies beginnt mit der Wahl des Kin­der­gar­tens oder dem Spielplatz.

Aber ist man als Eltern wirk­lich ein­ge­schränk­ter, wenn man ein behin­der­tes Kind hat? Für die Eltern selbst hat sich doch vom kör­per­li­chen und geis­ti­gen, hofft man zumin­dest, mit der Geburt oder dem Beginn der Erkran­kung vom Kind in Rich­tung “ein­ge­schränkt” nichts geän­dert. Sicher­lich, es ist etwas an dem Wort “ein­ge­schränkt” dran, aber viel mag ich es ein­fach nicht, da es nega­tiv klingt, als wür­de man nur in einem schwarz-weiß Mus­ter leben und ein Leben mit einem schwer kran­ken oder behin­der­ten Kind wäre halt immer auf der schlech­ten, der schwar­zen Sei­te. Ist es aber nicht. 

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Schwangerschafts(abbruch)-Tee für Werdende

Ich staun­te nicht schlecht, als ich auf die Packung vom Schwan­ger­schafts-Tee schau­te. Er sei für die wer­den­de Mut­ter, also nicht für die Frau, die schon Mut­ter ist. Nun gut, Pro­duk­te gibt es ja für fast alle Lebens­la­gen. Dabei zählt meist weni­ger der Nut­zen, son­dern viel mehr das Image, die “Phi­lo­so­phie”, die das Pro­dukt trans­por­tiert. Da Schwan­ger­schaft nicht immer gleich mit Glücks­ge­füh­len ver­bun­den wird, ins­be­son­de­re wenn das Wesen im Bauch nicht den Vor­stel­lun­gen ent­spricht, bringt die Lebens­la­ge eben auch Ängs­te und sogar Abwehr mit sich. Es, das Wer­den­de, hat einen Makel, es sei spä­ter behin­dert, heißt es beim Frauenarzt.

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Epilepsie: Die Kobolde sind online

Seit dem ers­ten Win­ter­ein­bruch zeigt sich die Epi­lep­sie mal wie­der in ihrer gan­zen Brei­te bei der Madame. Sie ist, wie man es im „Inter­net­jar­gon“ auch sagen kann: online. Medi­ka­men­te, die die Epi­lep­sie unter­bin­den sol­len, set­zen sie schein­bar nur in den Zustand off­line, wenn es klappt. Was mehr oder weni­ger heißt, im Gehirn arbei­tet sie noch, bloß nach außen hin herrscht immer mal Stil­le. Zumin­dest könn­ten wir mit die­sem Bild so die­se Epi­lep­sie ver­ste­hen ler­nen. Wie lebt man damit? Man gewöhnt sich dran, so hat­te ich es heu­te am Tele­fon gesagt. Aber auch nur bis zu einer gewis­sen Gren­ze, die Angst bedeu­tet. Denn gera­de jetzt, wenn Sie auf jedem ein­zi­gen Klacks, dem lei­ses­ten schnal­zen­den Geräusch in einen epi­lep­ti­schen Anfall getrig­gert wird und dann dar­in län­ger ver­harrt, so fühlt man sich selbst unwohl damit. Ins­be­son­de­re wenn man zu „Stoß­zei­ten“ inner­halb von fünf Minu­ten einen zwei­ten Anfall aus­löst, bloß weil man mit dem Kin­de redet oder, ganz banal aus­ge­drückt, sie pflegt. Ein Klack macht die Absaug­ma­schi­ne, ein Ratsch beim Kathe­ter her­aus holen aus der Packung, ein Klack beim Wech­sel des Sys­tems für die Nah­rungs­pum­pe. Jedes­mal ein Anfall. 

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Sterbehilfe: Wie denkt der Arzt

Da wird sie wohl lang­sam salon­fä­hig, die Assis­tenz beim Sui­zid. Rund ein Drit­tel der Ärz­te in Deutsch­land wür­den die Ster­be­hil­fe befür­wor­ten, so eine Umfra­ge auf Spie​gel​.de. Nicht ganz ein­deu­tig ist, ob die Ärz­te die­se bei ande­ren oder nur bei sich befür­wor­ten wür­den. Zumin­dest wird mir bei die­sem Ergeb­nis schon ein wenig mul­mig zu mute, was das Recht auf Ver­sor­gung von schwer Kran­ken angeht, wie eben auch unse­rer Tochter.

Sicher­lich, jedes Ergeb­nis einer Umfra­ge ist auch davon abhän­gig, wie man die Fra­gen stellt. Und für mich gesellt sich dazu die Fra­ge, ob die Befür­wor­tung der Ster­be­hil­fe nicht auch im Kon­text zu der erhöh­ten Selbst­mord­ra­te bei Medi­zi­nern steht. Denn die­se kann auch mit auf­wei­sen, wie es um das Sin­nerle­ben durch die Belas­tun­gen im Beruf steht. Wird das Leben eines schwer kran­ken Men­schen als nicht sinn­voll selbst erlebt, steigt sicher­lich schnell die Über­zeu­gung auf: War­um die­ser gan­ze Aufwand? 

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Der Mensch als Kosten-Nutzen-Faktor III.

Und wir blei­ben beim The­ma in die­ser Woche, die den Men­schen wohl eher nach sei­nen Kos­ten für die Gemein­schaft beur­teilt und danach die Teil­ha­be “geneh­migt”. In der Schweiz heißt es … 

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Der Mensch als Kosten-Nutzen-Faktor II.

Nun auch in Aus­tra­li­en ver­tritt wohl eine Behör­de die Auf­fas­sung, dass Behin­de­rung eine Last ist, wenn auch eine Finan­zi­el­le. Eine Ein­wan­der­fa­mi­lie wird das Dau­er­vi­sum ver­wei­gert, weil der Sohn Down-Syn­­­drom hat. … 

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Leise laut lauscht das Palliativ versus Sterbehilfe

Eine Ver­bes­se­rung der Pal­lia­tiv­pfle­ge in Deutsch­land dürf­te viel­mehr den Ruf nach einer Lega­li­sie­rung der akti­ven Ster­be­hil­fe lei­ser wer­den las­sen.“ S. 24,Kruse, Andre­as: Lin­dern, wenn Hei­len unmög­lich ist. In: Gehirn & Geist. 12/2005

Gute drei Jah­re liegt die­se Ver­öf­fent­li­chung nun zurück und die Ster­be­hil­fe ist, ver­folgt man die Medi­en, lau­ter gewor­den und stellt sich sogar dif­fe­ren­zier­ter dar, indem sie ein Recht auf den Sui­zid her­vor­hebt. Das ein­zi­ge, was als lau­tes „Kampf­mit­tel“ dage­gen gesetzt wird, sind der Wil­le für Geset­ze. Nicht etwa Geset­ze oder deren Nach­bes­se­rung, die die Pal­lia­tiv­ver­sor­gung stär­ken, das Recht auf Hos­piz­pfle­ge her­vor­he­ben. Nein, die For­de­rung bezieht sich auf das Ver­bot der Ster­be­hil­fe. Aber eine Lösung des Pro­blems damit ist nicht erkennbar.

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Ein Tatort, ein Mord und der Wille zur Sterbehilfe

Ein Film, ein Kri­mi bie­tet die Mög­lich­keit, dass ein bri­san­tes The­ma wie die Ster­be­hil­fe nicht nur im Exper­ten­rat hän­gen bleibt. Zwar ist dem Kri­mi sein Geschäft auch der Tod, doch liegt dies meist beim Mord und dem War­um dahin­ter. Der Tat­ort ges­tern im ARD „Der glück­li­che Tod“ hat das The­ma „Ster­be­hil­fe“ nicht nur ange­ris­sen. Er hat dem The­ma einen guten Raum gege­ben, neben dem Haupt­mo­tiv: Das „schnel­le“ Geld mit Gift für den Suizid.

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Das Leben als Hausmann: Die Beziehungen sind es

Sie sind immer noch dabei, Sie ver­fol­gen die Idee, ein guter Haus­mann zu wer­den, mehr noch als das. Sie kön­nen gar nichts anders, sagen Sie. Ihre Frau hat ent­schie­den, die Bröt­chen bringt sie nach Hau­se. Ihnen blei­ben die Kin­der und die Ord­nung in den vier Wän­den. Machen Sie sich nichts draus. Sie sind nicht der Ein­zi­ge und es gibt Unzäh­li­ge in ihrer Posi­ti­on: Die genie­ßen es.

Sie schüt­teln mit dem Kopf. Ich sage Ihnen: Blei­ben Sie dran, auch wenn Sie nach dem ers­ten Kapi­tel ein leich­tes Zögern spür­ten: Es hät­te Sie nicht zum Haus­mann gemacht. Nun, dar­um kom­men wir zum Nächs­ten, was Sie dafür brau­chen: Es sind Bezie­hun­gen. Ich rede da nicht von Affä­ren, einer Lieb­schaft mit einer Stu­den­tin aus dem Hin­ter­hof. Ver­ges­sen Sie die­sen Gedan­ken sofort, ein Tech­tel­mech­tel und viel­leicht noch Sex, das bringt bekannt­lich mehr Auf­re­gung, als es Sie befrie­di­gen wird.

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Polizeiruf 110: Ungelöst und Sehenswert

Unge­löst ist der Fall des gest­ri­gen Abends nicht, “Rosis Baby”, denn dies wür­de mit Sicher­heit auch den sonn­täg­li­chen Zuschau­er über­for­dern, einen Tag vor der Arbeit abends im Bett noch nach dem Täter selbst zu fahnden.Ungelöst ist auch nicht, was mit dem Baby von Rosi, einer jun­gen Frau mit “geis­ti­ger” Behin­de­rung, pas­siert. Viel­leicht ist hier auch zu viel gelöst wor­den an dem Punkt: Bekommt ein Mensch mit einer Behin­de­rung ein Kind, so gehört es abgetrieben.

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Das Trauma, ein behindertes Kind

Es fällt mir schon immer schwer zu glau­ben, dass allein die Tat­sa­che, man hat ein behin­der­tes Kind, einem den “Boden unter den Füßen” weg zieht, man dadurch einen schwe­ren “Schick­sals­schlag” erlei­det. Eine Ant­wort auf mei­nen Zwei­fel dazu habe ich auch jetzt gefun­den in dem Satz:

Das Trau­ma ist nicht eine Ein­wir­kung eines Ereig­nis­ses auf ein Indi­vi­du­um allein, viel­mehr erhält es trau­ma­ti­sche Rele­vanz erst durch die Wir­kung und Bedeu­tung.” (S. 10. Hirsch, Mathi­as. Das Kin­des­op­fer. Eine Grund­la­ge unse­rer Kul­tur, Biblio­thek der Psy­cho­ana­ly­se. Psy­cho­so­zi­al-Ver­lag. Gie­ßen. 2006)

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Wenn es Behindertentransport heißt, dann schon

Sen­si­bi­li­tät scheint nicht jedem Unter­neh­mer zu lie­gen. Nun in man­cher Bran­che ist dies viel­leicht auch nicht not­wen­dig, aber wenn man einen Fahr­dienst betreibt, der sich an Men­schen mit Han­di­cap rich­tet, da stellt sich da schon die Fra­ge, wie es um das Ein­füh­lungs­ver­mö­gen und der Acht­sam­keit steht. Denn wenn man in so man­ches Gespräch rein lauscht, da wird einem schon mul­mig zu mute, was so wer berich­ten kann.

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Die Eitelkeit des Mannes

Eine Perü­cke für den Mann, ja muss denn das sein? Nun, letzt­end­lich laut dem Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz, muss zumin­dest die Kran­ken­kas­se die Kos­ten beim Mann dafür nicht über­neh­men, auch wenn der Haar­aus­fall durch eine Erkran­kung besteht. Ob dies nun rich­tig oder falsch ist, sei dahin gestellt, aber die Ent­schei­dung, dass sie so aus­fällt, hat mich nicht über­rascht, eben mit der Begrün­dung, dass die Glat­ze beim Mann nun mal bio­lo­gisch auch häu­fig auftritt.

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Lachen verboten

Glück­li­che Eltern trotz behin­der­ten Kind ist wohl von so man­chen Mit­men­schen nicht erfreu­lich zu sehen. Zumin­dest geschah es uns letz­tens, als wir durch die Ein­kaufs­pas­sa­ge gin­gen und lachend einer Bekann­ten begeg­ne­ten. Lei­der konn­ten wir die­se Frau nicht zur Freu­de mit ein­la­den, son­dern beka­men die Fra­ge zuge­wor­fen: “Über was habt ihr denn so zu lachen?” Dies hin­zu mit einem stren­gen Unter­ton wie im Schul­un­ter­richt: “In der Stun­de wird nicht gelacht.” oder “Was gibt es denn hier zu lachen?! Euch ist wohl hier der Ernst nicht klar?” 

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