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Handschuhe allein schützen dich nicht vor Corona

Handschuhe im Schein auf Rot

Wir unter­liegen ein­er Illu­sion, wenn wir denken, uns schützen diese Ein­mal­hand­schuhe, nur weil wir sie tra­gen. Es ist dabei egal, ob sie aus Nitril, Latex oder Vinyl sind.

Denn wenn ich sehe, wie die „Masse“ die Hand­schuhe anwen­det, dann wer­den diese eher zu ein­er Keim­schleud­er.

Ein­mal­hand­schuhe sind ein Prob­lem?

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Die Gesellschaft erwartet … einen harten Mann | Podcast Wegbegleiter

Über die Erfahrung als Mann mit einem schw­er erkrank­ten Kind zu sprechen – es ist immer wieder ein­er Her­aus­forderung für mich. Über Com­put­er, Smart­phone oder auch Per­son­alführung redet es sich ein­fach. Ein Vater zu sein der sein Kind pflegt …

Doch, ich habe mich den Fra­gen von Anne Lam­mer für den Pod­cast Weg­be­gleit­er gestellt.

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Wenn der Windelbedarf traumatisiert

Eine gute Windelver­sorgung ist wie ein Märchen und der Weg über die Krankenkasse und den Windel­provider wird schnell zum Trau­ma.

Ja, das The­ma Windel oder Inkon­ti­nen­zver­sorgung wird nie enden, in dem Sinne: Es gibt keine Diskus­sio­nen mehr darum, warum weshalb wieso unser schw­er erkrank­tes Kind diese Windel braucht und wieso diese tägliche Menge.

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Wir jagen Deine Unterschrift für schwer erkrankte Kinder

Rollstuhl mit Verdeck in der Stadt in Schwarz-Weiß

Denk nicht mal nicht daran hier Nein zu sagen – Okay. Okay, Du hast deine Gründe nicht jede Peti­tion, die nach Dir schre­it auch zu schätzen, sie genauer anzuschauen. Ich stimme Dir zu und bin hier bei Dir.

Doch diese hier ist anders. Sie dreht sich genau darum, um was es vie­len Pflege­fachkräften geht, um was es vie­len Fam­i­lien mit schw­er erkrank­te Kindern geht und der Zukun­ft für pro­fes­sionelle Pflege:

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Windellieferung erschwert die Kommunikation im Drama

Windeln in Blau

Im Urin der Windeln zu schwim­men, dass es über­läuft ins Bett, in den Roll­stuhlstuhl – ein Geschehen, was die Pflege schw­er macht. Da frage ich mich wieder­holt, ob wir pfle­gen­den Eltern nochmals „ler­nen“ sollen: Pflege macht kein Spass.

Mit unserem Windel­liefer­an­ten kom­men wir nicht so übere­in. Zulet­zt war es mit Liefer­ung im März 2019 eine Umstel­lung der Hart­mann-Windeln, die im ersten Test nicht die bish­erige, benötigte Qual­ität zeigten.

Jet­zt läuft der Dauertest.

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Graue Zeit im Winterblues – Fotografieren lernen

In der Hütte schreibend

Die graue Jahreszeit und die Pflege sind schon zwei, die mich schnell block­ieren wollen, raus zu gehen. Eine Stunde, heißt es, soll am Tag helfen, um den Win­terblues zu lösen.

Doch die Pflege von Linn hält mich auf und wenn ich raus schaue, wo alles grau in grau legt, es keine harten oder weichen Schat­ten gibt, keine leuch­t­en­den Far­ben tanzen, die Reflex­io­nen fehlen auf den Fen­stern oder dem Pfützen.

Ich verbleibe drin und frage: Belebt hier die Fotografie mich? Doch, Ja, wenn ich den ersten Schritt schaffe: Ich gehe raus, auch wenn es eine kurze Zeitspanne wie eine halbe Stunde ist. Diese lässt sich regelmäßig mit der Pflege vere­in­baren, auch wenn unsere angestell­ten Pflegekräfte kein Dienst haben. 

Also geht es raus. Denn die Fotografie stärkt mich. Und, mit Gewis­sheit, wer­den es keine Bilder, die ich anderen zeigen will, die mein Port­fo­lio erweit­ern. Aber es fördert mich, wie ich fotografiere.

Ich lerne dazu, wie ich mit der Kam­era bess­er arbeit­en kann, wie die Blende oder der ISO-Ein­stel­lung hier und dort funk­tion­ieren. Es hil­ft mir, an der Fotografie dran zu bleiben und es schenkt mir kleine Augen­blicke, für dich dankbar bin. 

War ich unter­wegs mit dem Fotoap­pa­rat, erlebe ich abends ein gutes Gefühl, wie als würde mich etwas stärken wollen. Lass ich es geschehen.

Fotos find­et Ihr unter: fotos.zitronenzucker.de

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Fotografie – Auszeit von der Pflege

Medikamente Flaschen in SW

Über 14 Jahre sind wir als Vater, als Mut­ter in der Pflege unser­er Tochter gefan­gen. Gefan­gen ist ein schw­eres Wort und nimmt die Ver­ant­wor­tung der Frage ab: Haben wir uns nicht dafür entsch­ieden, unsere schw­er erkrank­te Tochter Zuhause zu pfle­gen?

Dies stimmt, wir haben damals dem ja gesagt, wie es ver­mut­lich viele junge Eltern entschei­den wür­den, wenn sie ihr Baby auf dem Arm tra­gen und nicht wis­sen, wie die Zukun­ft wird.

Eben welche Last eine tägliche Schw­erst- und Inten­sivpflege mit sich bringt.

Was es für eine Last ist, spürte ich deut­lich bei unserem ersten Aufen­thalt in einem sta­tionären Kinder­hos­piz, damals 2007 in Ham­burg. Denn plöt­zlich fällt diese tägliche Pflegear­beit weg und wir schliefen die ersten Tage dort lang und viel. 

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Gefangen Zuhause mit defekten Absauggerät

Ich trug die Idee Euch ein gutes Jahr 2019 zu wün­schen ohne Anhang aus der häus­lichen Inten­sivpflege, ein­fach so. Doch das Absaug­gerät, die mobile, blieb heute Nach­mit­tag plöt­zlich still. Wir schal­teten sie ein und aus, immer wieder. Sie blieb still.

Okay oder eben nicht, denn es bedeutet wir sind jet­zt Zuhause gefan­gen, denn Linn, unser Inten­siv­teen, hat nur ein mobiles Absaug­gerät, welch­es mit Akku betrieben wird. Ohne ein solch­es Gerät geht es nicht raus. Die morgi­gen Wege zum Arzt und zur Apotheke werde ich wohl anders pla­nen.

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Pflege und Musik – Der Song bei der Intensivpflege – KW 15/18

Der Song der Woche – wir hat­ten eine kleine Pause, bewusst geset­zt oder unbe­wusst. Die let­zten Wochen nagen an unseren Ressourcen, was sich aber bed­ingt durch die Grippewelle, durch die Wolken der let­zten Wochen, die wie fest­ge­nagelt hin­gen und kaum die Sonne durch ließen.

Ein Loch, nein, ein Tal, nein, eine Reise aus den dun­klen Win­ter in den Früh­ling mit Mooryc – Saint-Saëns.

Auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=Cgup0u0Yk2E

Aus dem Sound­track von Acid Pauli zu “Es war ein­mal Indi­an­er­land”

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Pflege und Musik // Der Song bei der Intensivpflege – Woche 41

Let­zte Woche waren wir im Kinder­hos­piz Burgholz (Wup­per­tal) – eine Woche und keine Pflegear­beit im PflegeZ­im­mer, kein Song bei der Inten­sivpflege.

Es war ein schön­er Aufen­thalt – es war ein Raus aus dem All­t­ag, aus der let­zten Krisen­zeit mit Schmerzen unser­er Inten­sivLa­dy, die dann sofort liegen muss, um eine Besserung zu erfahren. Eine Fahrt ins Kinder­hos­piz mit neuen Schmerzmit­tel – die Schmerzen lösten sich nicht, wie gewün­scht, doch waren die Tage ein­fach­er und es gab für uns Zeit zum dur­chat­men, zum SoSein und zum Jagen von Geo­caches.

Eine Woche ohne Musik, ohne einen Song – ein Song läuft irgend­wo, Musik begleit­et – ein Song für die Woche, etwas für die Har­monie, für die Roman­tik, für das Ver­liebt­sein oder was auch immer ….

KlangKuen­stler – Amelie (Rework) jet­zt auf pflege.zitronenzucker.de – der Song der Woche 41 / 2017

Gefun­den auf Youtube: https://youtu.be/nRWRq9uTd5g

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Pflege und Musik // Der Song bei der Intensivpflege – Woche 40

Eine Band, die uns, die mich schon länger begleit­et: Gus Gus. Dem einen ist sie bekan­nt, dem anderen nicht. Es ist ein gut tanzbar­er elek­tro­n­is­ch­er Sound, der so manche Pflege­maß­nahme mit schwin­gen lässt und eine ruhige Minute füllen kann 😉 .

Gus Gus – Over (Live on KEXP) – der Song der Woche bei pflege.zitronenzucker.de.

Bei Youtube: https://youtu.be/eGdAipbnoys

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Pflege powert aus – ein Jobwechsel?

Es ist ein trau­riges Kapi­tel – die Mehrheit der Pfle­gen­den lei­de unter kör­per­lichen Beschw­er­den. In einem aktuellen Artikel von Bib­liomedPflege heißt es:

Aus­lös­er dieses Stress­es seien zu viel Bürokratie, Doku­men­ta­tion, Arbeitsverdich­tung und zu wenig Zeit pro Patient.“ (aus „https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/32678-mehrheit-der-pflegenden-leidet-unter-koerperlichen-beschwerden/Abruf 2.7.2017

Trau­rig, let­z­tendlich ist und kann die Pflege ein erfül­len­der Beruf sein. Ein Job, in dem viel gestal­tet, bewirkt wer­den kann und mit dem die Pfle­gen­den auch alt wer­den kön­nten. Doch nach aktuellen Stand zeigt die Daten­lage zur Gesund­heit der Pfle­gen­den eine andere Rich­tung.

Ein Wech­sel des Arbeit­splatzes – wäre dies die Lösung? Ja und Nein, schließlich muss ich fol­gende Fra­gen im Blick haben und sie brauchen eine Antwort, zumin­d­est eine Ten­denz der Antwort: Weit­er­lesen

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Mit Krise startet der Herbst

Der Start in den Herb­st war nicht geglückt oder vielle­icht doch? Wir haben eine Krise über­standen, auf die wir hät­ten verzicht­en kön­nen, die wir nicht braucht­en. Mitte Sep­tem­ber bekam unser Inten­sivkind eine Lun­genentzün­dung und weil dies nicht reicht, zeigte die Epilep­sie ein­mal mehr, was sie leis­ten könne. Eine Krise, die klar stellte, mit der Schule ist erst­mal Schluss und die Inten­sivs­ta­tion kön­nte der näch­ste Weg sein. Kön­nte.

2013-10_tambach-d_01 Fieber, zweistündliche Inhala­tio­nen, ein weit­eres Antiepilep­tikum, ein Antibi­otikum und Sauer­stoff bes­timmten den „neuen“ Tagesablauf. Zum Glück fiel keine Pflege­fachkraft durch eigenes Krank aus, denn unser All­t­ag (Beruf und Geschwis­terkind) musste aufrecht erhal­ten wer­den. Dies raubte Energie, denn wenn wir nach Hause kamen mussten die „Regiean­weisun­gen“ im häus­lichen Inten­sivZ­im­mer neu geord­net, über­prüft und aufge­tretene Fehler nachgebessert wer­den. Weit­er­lesen

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ARD: Report Mainz 2.7.13 – häusliche Kinderintensivpflege in Not

Die häus­liche Inten­sivpflege wird es am 2.7.2013 um 21:45 ins Fernse­hen schaf­fen. Kanal: ARD; Sendung: Report Mainz. The­ma ist die Ver­sorgung von Inten­sivkindern, also der Man­gel an spezial­isierten Pflege­di­en­sten für Kinder und Jugendliche (Kinderkrankenpflege­di­en­ste) – Pfle­gen­not­stand – und die Qual­ität, mit denen Fam­i­lien und die Kinder “betrof­fen” sein könn(t)en.

Wenn der Pflege­di­en­st­man­gel ein The­ma ist, kommt mir der Gedanke: Ist der Man­gel nicht noch gravieren­der, da es Fam­i­lien mit schw­erkranken Kindern gibt, die diese Hil­fe nicht ken­nen?

 

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Intensivkind – Geschwister: Im Spiel

Ein Geschwis­terkind vom Inten­sivkind – es ist wahrlich keine ein­fache Auf­gabe. Da rede ich nicht vom The­ma “Schat­tenkind”, wenn das Geschwis­terkind auf­grund die Erkrankung des Inten­sivkindes wenig Aufmerk­samkeit erhält und seine Wün­sche wie Bedürfnisse zurück stellen muss. Dies geht schnell, wenn die Mut­ter mit dem Inten­sivkind lange Zeit im Kranken­haus “ver­schwindet” und sich alles um das Inten­sivkind “dreht”. Das ist ein The­ma. Weit­er­lesen

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Lungenentzü[email protected] II.

Nicht alles lässt sich man­a­gen in der häus­lichen Inten­sivkrankenpflege – dies kön­nte jet­zt mein Faz­it sein. Ich greife vor­weg – der gestrige Abend war weit ent­fer­nt vom rit­u­al­isierten Son­ntagabend. Kein Tatort, die Uhr zeigte, jet­zt wäre der Mord im Film schon gewe­sen, und die Madame offen­barte eine schlechte Sauer­stoff­sät­ti­gung, trotz steigen­den Sauer­stoff­fluss. Die Lagerung zur besseren Beat­mung brachte auch keine Wirkung auf die Sauer­stoff­sät­ti­gung laut Pul­soxy. Was blieb, es war der Anruf auf der Inten­sivs­ta­tion, der Ret­tungsleit­stelle und die Fahrt ging mit ihr in die Klinik.

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Intensivschaf – Intensivmedizin im Kinderzimmer

Für ein Geschwisterkind eines Intensivkindes reicht das übliche Arztspielzeug nicht aus. Es muss schon die Intensivmedizin mit vertreten sein, also in unserem Fall die Trachealkanüle, Haltebändchen und die Gänsegurgel. Schließlich, wie soll es die normale Welt im häuslichen IntensivZimmer nach spielen, wenn die wichtigen Hilfsmittel fehlen. Ja, und die erste Lektion wurde in der Intensivmedizin auch schon verstanden: Sicherung der Atemwege und Sorge tragen für die Stabilisierung des Herz-Kreislaufes. Schade, einen Spielzeugmonitor  wie auch eine Puppensauerstoffflasche haben wir noch nicht entdeckt - der ausrangierte Beatmungsbeutel war leider nicht mehr einsatzfähig zur Lebensrettung.

Das Schaf mit Tracheostoma