Beatmungs-WG, Integration und raus aus der Wohnung

Was wird, wenn das Inten­sivkind in das Alter kommt, wo es heißt, jet­zt ziehe ich aus, mal unab­hängig von ihrer Prog­nose gedacht. Soll es eine Art Beat­mungs-WG sein, ein Pflege­heim? Beim Wort „Heim“ steigt so eine Art Abwehrspan­nung in mir auf. Also doch eine Beat­mung-WG. Ich weiß nicht, vielle­icht muss es sich … etwas Gemis­cht­es, also eine Wohn­form mit WG-Charak­ter und einen Mix aus Schw­er­stzupfle­gen­den und Men­schen mit erhöhtem Betreu­ungs­be­darf. Weit­er­lesen “Beat­mungs-WG, Inte­gra­tion und raus aus der Woh­nung”

Tracheostoma unbewacht – brodelnd

Du stehst in der Küche und ein brodelndes, dumpf surrendes Geräusch drängt aus dem Wohnzimmer. Dein Herz schlägt, springt Dir in den Hals, dein krummer Rücken streckt sich, Du rennst zum Intensivkind. Die Kanüle vom Kind ist aus dem Tracheostoma gerutscht, so dass sie kaum noch atmen kann. Sie strampelt, wackelt mit dem Kopf während dessen Du die Kanüle wieder in die Luftröhre durch die Öffnung steckst. Jetzt kannst Du wieder durch atmen. Sie atmet wieder normal, brodelnd. Du saugst das Sekret aus der Kanüle und die laufende Musik vom Radio wird wieder hörbar. Ihre Hände spielen weiter mit der Spinne.

Nach Schmerzkrise, Petechien und Abend

Keine Zeit – so habe ich nicht ein­mal die let­zte Schmerzkrise gut ver­ar­beit­et, in eine Schublade gesteckt – frei nach, es hätte echt schlim­mer kom­men kön­nen. Stopp, Schubladen – frei nach, die funk­tion­ieren nicht und block­ieren mich, meine Trau­rigkeit darüber und den Blick nach vorn. Nach Schmerzkrise fol­gen  Petechien (Hautein­blu­tun­gen) – ob es zwis­chen bei­den einen Zusam­men­hang gibt, weiß ich nicht.

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Notfall, Epilepsie – Medikamente in DE Mangelware?

Die Berlin­er Zeitung berichtete am 11.6.12 über Eng­pässe bei Arzneimit­teln. Ein grus­liges The­ma und es ist ein The­ma ist, mit was wir uns in Deutsch­land auseinan­der set­zen müssen. Keine neue Geschichte, denn wir erleben es seit über 18 Monate beim Omepra­zol. Für das Inten­sivkind brauchen wir ein son­dengäniges Omepra­zol-Prä­parat. Früher gab es als Lösung das Antra mups, heute gäbe es „eigentlich“ genü­gend Gener­i­ka. Aber weit gefehlt, die Gener­i­ka sind nicht ver­füg­bar und selb­st beim Antra mups gibt es Eng­pässe, wenn ich die Apotheke richtig ver­ste­he.

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Gesundheit in Not: Notrufnummer für ärztliche Bereitschaft 116 117

Ob Woch­enende oder am sehr späten Nach­mit­tag, wenn die Arzt­prax­en geschlossen sind, kann es zu gesund­heitlichen Prob­le­men kom­men. Diese kön­nen so ver­laufen, dass sie einen schnellen ärztlichen Rat bedür­fen. Muss es ein Notarzt sein? Nicht in jedem Fall. In vie­len Sit­u­a­tion reicht der ärztliche Bere­itschafts­di­enst. Dieser war bish­er bun­desweit nicht ein­heitlich zu erre­ichen. Ab dem 16. April 2012 ändert sich dies, denn ab da wird eine ein­heitliche Tele­fon­num­mer für den ärztlichen Bere­itschafts­di­enst einge­führt: 116 117. Also gle­ich ins Tele­fon­buch, Handy oder Smart­phone abspe­ich­ern.

Mehr Infos unter: http://www.116117info.de

Bitte Beachte: Der Start geschieht nicht gle­ichzeit­ig in allen Bun­deslän­dern.

Die Einweisung in die Klinik – die Notfallmappe

Mit einem behin­derten Kind kann es schnell in die Klinik gehen. Schnell heißt eben zum einen es geht ab mit dem Anruf bei der Ret­tungsleit­stelle und der Notarzt weist sofort ein. Oder man sitzt mor­gens beim Kinder­arzt und Abends plöt­zlich am Kranken­bett in der Kinderklinik. Hier an alles zu denken wie die Medika­mente, Hil­f­s­mit­tel oder die let­zten Arzt­briefe fällt in ein­er solchen Sit­u­a­tion schw­er. Eine akute Kranken­hau­sein­weisung ist Stress. Die Angst um die weit­ere Gesund­heit des Kindes paart sich mit den Erwartun­gen der anderen, man muss über alles Auskun­ft geben. Die gesamte Krankheits­geschichte sollte parat sein und dann soll man noch an dies oder jenes denken, was mit muss in die Klinik.

Es geht vielle­icht ein­fach­er – ich weiß es nicht, denn der Stress wird bleiben, doch gibt es kleine Dinge, um Sicher­heit zu bekom­men, man hat alles dabei: Check­lis­ten oder eben eine Not­fallmappe.

Eine Idee der Not­fallmappe für die Demen­zkranken von Sozialprojekte.de lernte ich heute ken­nen. Diese lässt sich sicher­lich auch als ersten Schritt anpassen für die eigene Sit­u­a­tion. Braucht das Kind täglich einen Kinderkrankenpflege­di­enst, so wird dieser eventuell selb­st eine Über­gabe machen mit eigen­em Pro­tokoll. Ein Pro­tokoll, was die Eltern auch ken­nen soll­ten und somit die Not­fallmappe ergänzt oder ihren Start­punkt gibt.

 

 

Ist Ihre Klinik schon Vertragspartner?

Ver­tragspart­ner ist wohl mit das mächtig­ste Schlag­wort heute im Gesund­heitswe­sen oder der Gesund­heitswirtschaft. Ist Ihre Apotheke oder das San­ität­shaus kein Ver­tragspart­ner Ihrer Krankenkasse, dann bekom­men Sie auch nicht das rezep­tierte Hil­f­s­mit­tel oder die Ver­brauchs­ma­te­ri­alien dazu. Ziel ist es auf diesen Weg wirtschaftlich­er arbeit­en zu kön­nen. Der Ver­tragspart­ner kann bil­liger sein Pro­dukt anbi­eten und sichert damit seinen Absatz, da die Krankenkasse ihm den Auf­trag für die Ver­sorgung gibt. Klingt gut, Prob­lem kann dabei die Qual­itätssicherung sein. Denn wer ver­bil­ligt, sprich mit einem Dump­ing­preis, sein Pro­dukt anbi­etet, muss woan­ders Abstriche machen, zum Beispiel beim Ser­vice. Weit­er­lesen “Ist Ihre Klinik schon Ver­tragspart­ner?”

Schmerzkrise und dem

Wenn das Fernse­hbild hängt in sein­er eige­nen Sto­ry, nur ein Rauschen der Stimme, eine Geschichte auf dem Bild­schirm, die man nicht braucht. Das Kind weinend, fiebrig und kämpfend mit ein­er Unruhe im Schoß, zu groß, um es noch hal­ten zu kön­nen. Die Zeit tickt von 21 zur 22 zur 23 hin zur Null. Hätte der Abend, ja hätte man den Abend auch ohne Schmerz tra­gen oder eben ver­leben kön­nen. Die Chemie im Zäpfchen und die Tropfen. Sie ver­sagte, zeigte keine Hil­fe und man suchte nach ein­er Antwort, wie lange kann man dies noch tra­gen, müssen wir den Notarzt rufen für eine poten­teres Mit­tel, für eine Sedierung mit Hyp­noti­ka. Ein Anruf, ein Weg in der Krise in die Klinik mit der Ahnung, auch keine passende Antwort zu find­en auf das Warum, warum dieser Schmerz und doch kehrte vor der Erschöp­fung des eige­nen Wil­lens, der eige­nen Kraft die Ruhe ein. Keine fremde Hil­fe, keine helfende Hand außer die des Pflegers. Eine Antwort, die sich zeigte, die erzählt von ein­er Entzün­dung in Rich­tung Harn­blase. Doch dann fällt die Null zusam­men mit dem Schlaf, zusam­men in einem Traum der Erschöp­fung geprägt vom Chaos. 

Weltkindertag und Schmerzkrise

Heute war Weltkindertag, hieß es in den Nachricht­en. In unserem Hof wurde dieser Tag ver­schlafen. Ob es daran liegt, dass im Osten der Repub­lik der 1. Juni der Kindertag ist oder war? Vielle­icht, vielle­icht auch nicht. Zumin­d­est war ich heute ganz froh, dass es unserem Inten­sivkind am BRD-Weltkindertag ganz gut ging, sie schmerzfrei war. Dies bis auf dem Abend, der wieder mal für Diskus­sion sorgte mit der Luft im Magen, die raus musste, aber nicht wollte. Nach ein­er Stunde war dies vor­bei und vergessen und nicht zu ver­gle­ichen mit Fre­ita­gnach­mit­tag, ein­er sechsstündi­ge Schmerzkrise.

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Instabilität – wie der Alltag bricht

Da fordert einem das Beruf­sleben und was macht das Kind. Es zeigt, was Sta­bil­ität im All­t­ag eines Inten­sivkindes heißt: Jede Woche gibt es eine neue Über­raschung. Vor zwei Tagen war sie in der Nacht plöt­zlich über 39 Grad Cel­sius und keines der Fieber­mit­tel im Haushalt half. Wed­er das Ibupro­fen, das Metami­zol oder das Parac­eta­mol wollte eine Senkung der Tem­per­atur. Waden­wick­el sagten hier auch ein Nein. Unsere Antwort war: zen­tral sei es. Sta­bil­ität – der Tag begann in der Nacht um drei mit einem Schreck­en, ein­er Angst, was ist, wenn das Fieber nicht mehr sinkt. Doch in den Mor­gen­stun­den war es spon­tan gegan­gen wie es kam.

Die Woche zuvor, nun da war es eine unstill­bare Schmerzat­tacke über gute sechs Stun­den, begin­nend mor­gens. Zwei Schmerzmit­tel ver­sagten und das dritte ver­richtete halb­wegs seinen Dienst. Die Ursache: Ein schmerzhafter Harn­ver­halt und die Lösung brachte die Ruhe, die auch erst wieder chemisch her geza­ubert wer­den musste. Insta­bil­ität der häus­lichen Sta­bil­ität, was jedes­mal die Frage aufwarf: Wie hält man dies eigentlich aus? Bess­er gefragt: Wie lange und wann bricht der All­t­ag ganz ein?