Privatsphäre

Intensivkind & Pflegedienst: Teambesprechung im eigenen Haus

Sommer 2015 auf SonnenhutWer als Eltern eines Intensivkindes ein gutes Verhältnis zu seinem Pflegedienst haben will, wird schnell merken oder auch wissen: Es braucht Spielregeln. Ja, die 24-Stunden-Intensivpflege / Beatmungspflege bricht in eure Privatsphäre ein, sorgt für Unordnung. Du wunderst dich als Mutter oder Vater, warum du häufig Unruhe spürst, dich unsicher fühlst oder unverstanden. Du erlebst eine Ahnung, es ist nicht nur die Erkrankung des Kindes.

Je nach häuslicher Gegebenheit beschneidet der Intensivpflegedienst dein Bedürfnis nach Ruhe, Rückzug, Alleinsein und sogar dein Gehört werden. Was tun? Ein Weg ist, die Antwort zu suchen, brauchst du wirklich 24-Stunden einen Pflegedienst am Tag? Eine Stundenreduzierung kann für Entspannung sorgen, doch brauchst du auch die Sicherheit, du bekommst dein erkranktes Kind gut versorgt. Aber, und hier setze ich ein Aber, auch bei weniger Stunden am Tag ist der Einbruch in die Privatsphäre da, der Einbruch in deine Kompetenz als Vater oder Mutter, dein/e Kind/er gut und sicher versorgen zu können. Du brauchst den Pflegedienst, damit du von der Last der Pflege runter kommen kannst, Ruhe findest. Ein Konflikt, ein unlösbarer Konflikt.

Spielregeln mit den Pflegedienst, „Rollenbewusstsein“ (ich als Pflegeperson mit Pflegedienst) und eine „gewisse“ Sicht und Reflektion auf die Lebenssituation kann die Unlösbarkeit mildern, erträglich machen und Wege zeigen, diese zu bewältigen. Eine Gelassenheit damit zu finden – es könnte möglich sein.

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Großeltern, Kinderhospiz und das Private

Sieben Jahre ist das Intensivkind alt und wir haben uns nie getrennt, sehe ich ab von den Nächten auf den Intensivstationen, in der Rehaklinik und ein oder zwei Nächten zuhause mit Pflegedienst. Es war keine Trennung über eine längere Zeit, über mehrere hundert Kilometer und jetzt ist das IntensivZimmer still. Ohne Kind, keine Pflegefachkraft und keine säuselnde Beatmungsmaschine. Es ist gut so – zu einer gesunden Beziehung gehört die Trennung, das Alleinsein voneinander …

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Intensivkind & Pflegedienst: Der Start II.

Der Pflegedienst klingelt bei Ihnen zu Hause, es ist soweit. Und jetzt taucht auch bei Ihnen die Frage auf: wer ist denn nun der Boss beim Kind?

In der Klinik war es auch schon immer der Punkt, um dem sich die Konflikten aufrollten. Wer hat das Sagen übers Kind?
Eine wichtige Frage, denn wie viel Pflege und auch Sorge sollen Sie von ihrem Kind zu Hause abtreten. Ich habe mit Absicht das Wort „abtreten“ gewählt, denn abgeben würde es nicht ganz passend formulieren. Es liegt ein Muss vor, Sie, Ihr Kind braucht die Schwester oder eben den Pfleger. Sie können nicht verzichten, zumindest gehe ich davon aus, so wie ich die Familie mit Dienst kenne. Gerne würden diese ihr Kind nur für sich haben, gerne würden sie den Alltag selbst prägen, ihre eigenen Rituale basteln und ohne einen dritten Part sagen, was wie gemacht wird.

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Pflegenotstand: Angekommen in der Kinderkrankenpflege

Selbst die häusliche Kinderkrankenpflege oder erst recht diese bleibt nicht vom Begriff „Pflegenotstand“ verschont. Begriff ist eigentlich das falsche Wort. Der Pflegenotstand ist in der häuslichen Kinderkrankenpflege angekommen, also Realität. Ob hier in Jena, bei uns bekannten Familien aus Berlin oder im Süden, Baden-Württemberg und Bayern. Pflegenotstand heißt eben, es gibt nicht genügend Pflegefachpersonal, um die geforderten Stunden beim Kind an Pflege abzudecken. Insbesondere merklich wird dies, wie bei uns letztens, wenn die eine Schwester in den Urlaub reist und eine anderer erkrankt. Ausfall heißt es dann. Letztens traf dies uns. Wir durften dann eine Nacht neben der Maschine und unruhigen Schlaf verbringen. Ein Schlaf, der sich paarte mit der Angst, hoffentlich ist man im Notfall auch schnell wach und fit, um gut reagieren zu können.

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Der Rang, Noten fürs Gesundheitssystem

Dinge mit Hilfe einer Rangfolge zu vergleichen, ist beliebt. Ob Hochschule, Webseite und demnächst offiziell noch die Pflegeheime. Für alles gibt es Punkte, Noten und wer dann die meisten Punkte erzielt oder die beste Note, ist in der Hierarchie ganz oben, bei dem soll die Qualität dann stimmen. Auch für den Vergleich der europäischen Gesundheitssysteme gibt es ihn, den „Euro Health Consumer Index“. Und wo liegt Deutschland? Es geht 2008 weiter bergab in der Rangliste. Doch bei jeder Erhebung, wie an sich im Umgang mit Daten und Statistiken gilt: Wer ist der Autor und wie hat er seine Daten, Informationen gesammelt? Und zweitens, was nützt ein Ranking wem? Für den Konsumenten, wenn ja, wäre es ein Vergleich, wie gut nun das „Produkt“ sei in Bezug zu anderen. Ob beim Sieger wirklich alles so toll ist oder ob der Sieger nur ganz oben „sitzt“, da es nichts besseres gäbe …

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Die Paketannahme des Hauses IV.

Eine gute Nachbarschaftshilfe in Zeiten der wachsenden Verstädterung der Gesellschaft ist eine Möglichkeit, die Isolation und damit die Vereinsamung des Einzelnen, mit deren Folgen, zu begegnen. Folgen, zum einen die seelischen Ausnahmezustände wie Depression bis hin zu dem, was unter dem Begriff Kriminalität fällt. Nun gut, manche meinen durch Sammeln von allmöglichen Daten und Kameras á la Big Brother, dem Problem Kriminalität begegnen zu können.

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