Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Wie lange dauert es, bis wir wissen, ob ein wildfremdes Gesicht schön ist oder nicht?”

Eine net­te Fra­ge: “Wie lan­ge dau­ert es, bis wir wis­sen, ob ein wild­frem­des Gesicht schön ist oder nicht?” Und kei­ne ein­fa­che Fra­ge, denn die Ant­wort möch­te objek­ti­viert sein, was das Wort “wir” aus­drückt. Also wie lan­ge dau­ert es bei den meis­ten, sta­tis­tisch gese­hen. Mein Weg zur Lösung wäre:

Erst­mal müss­te her­aus gefil­tert wer­den, ab wann wir ein Gesicht als “wild­fremd” erfah­ren. Ist es das unge­wohn­te Gesicht eines Men­schen vom ande­ren Erd­teil oder sind es die Gesich­ter der ande­ren “All­be­woh­ner” aus den Science-Fiction-Serien.

Dann kommt die Fra­ge zwei: Was ist schön, ab wann fin­den wir an einem Gesicht gefal­len, also ob es uns anspricht, es anzie­hend, nett ist und alles dreht sich dabei um unser Schön­heits­ide­al. Die­se Fra­ge, auch in dem Punkt Gesicht, dürf­te wohl aus­rei­chend unter­sucht wor­den sein von der Wissenschaft.

Punkt drei wäre: Wie lan­ge braucht es, bis sich die meis­ten von uns an etwas häss­li­chen oder frem­des gewöhnt haben, so dass man es sogar mit etwas sehr posi­ti­ven und ange­neh­men verbinden.
Dann wird dies alles, rein wis­sen­schaft­lich natür­lich, mit ein­an­der ver­mengt, ver­knüpft, ver­bun­den und viel­leicht, ja viel­leicht bekommt man eine Lösung.

Ich per­sön­lich wür­de die Fra­ge sub­jek­ti­viert stel­len: Wie lan­ge brauch ich, um mich in ein wild­frem­des Gesicht zu verlieben?
Nun, wenn ein Gesicht wild­fremd ist, dann dürf­te ich nichts wie­der erken­nen, was ich schon von ande­ren Gesich­tern her ken­ne, weder nega­ti­ves (häss­li­ches, absto­ßen­des) noch posi­ti­ves (lie­be­vol­les, har­mo­ni­sches). Ich sehe in das mir frem­de Gesicht und wenn es dann mit Leben gefüllt wird, die Züge der Mus­keln oder der Blick mir immer ver­trau­ter wer­den, dann, ja, dann gewöh­ne ich mich dar­an und viel­leicht, ja viel­leicht ver­lie­be ich mich auch dar­in. Und das Ver­liebt­sein ist bekannt­lich eng mit dem Schön ver­knüpft, schließ­lich ist ja das Schön, was wir bewun­dernd, von dem wir uns ange­zo­gen füh­len, was uns ein­fach betört.
Wie lang das nun dau­ert? Kei­ne Ahnung, wie es eben beim Ver­lie­ben so ist. Manch­mal geschieht es plötz­lich und im ande­ren Fall dau­ert es Jah­re, eh man es merkt.

Kate­go­rie: 
Fra­ge des Tages



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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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