Das IntensivZimmer zieht um Part. I.

D

Jetzt wird es ernst. Der Umzug vom Inten­siv­Zim­mer naht. Nicht vir­tu­ell, son­dern pur real. Die Distanz zur nächs­ten Woh­nung: Gute 2 Kilo­me­ter. Grund: End­lich ein Ort, wo wir stu­fen­los in die Woh­nung kom­men. Denn den Bug­gy tag­ein, tag­aus über zwei Trep­pen zu wuch­ten geht auf Dau­er nicht. Zum einen ist es beschwer­lich und dann taucht bei mir immer die Idee auf: Was ist, wenn das Mate­ri­al ermü­det? Schließ­lich einer Bekann­ten ist letz­tens eine Hal­te­stan­ge am Reha­bu­g­gy durch­ge­bro­chen. Ich weiß, es ist ein ande­res Modell, doch da fragt man sich: Die­se Gerä­te kos­ten mit Sitz­scha­le gut über 2000 Euro neu und wir­ken im Punkt Halt­bar­keit nicht viel bes­ser als die Dis­coun­ter­wa­re. Na, viel­leicht ist dies etwas über­spitzt for­mu­liert, aber der Ein­druck entsteht.

Also Umzug. Der ist nicht nur ange­bracht, um stu­fen­los in die Woh­nung zu kom­men, son­dern es fehlt auch an Platz in den jet­zi­gen vier Wän­den. Nicht wegen unse­ren paar Hab­se­lig­kei­ten. Es sind die Hilfs­mit­tel. Die­se, stellt man sie alle zusam­men in einem Raum auf, brau­chen gut 15 qm Platz. Das ent­spricht einem klei­nen Stu­den­ten­zim­mer. Da wir wegen der Behin­de­rung umzie­hen, wer­de ich immer mal wie­der gefragt, ob es denn irgend­wel­che Wohn­zu­schüs­se gibt für den behin­de­rungs­be­ding­ten Mehr­be­darf. Nein, lau­tet die Ant­wort. Einen Steu­er­aus­gleich wegen der Behin­de­rung an sich gibt es, ja, einer der seit 1975 nicht ange­passt wur­de. Doch eine Hil­fe gibt es, eine für den Umzug: Die Pfle­ge­kas­se kann einen Zuschuss gewäh­ren, wenn der Umzug wegen der Ver­bes­se­rung des indi­vi­du­el­len Umfel­des statt­fin­det, sprich, die Pfle­ge in der neu­en Woh­nung ein­fa­cher wird. Das macht auch Sinn, da wir zum einen nicht umzie­hen müss­ten, wenn die Behin­de­rung nicht wäre und zum ande­ren durch den Umzug der medi­zi­ni­schen Gerä­te und des Pfle­ge­betts auch Mehr­kos­ten entstehen.

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Ein Blog, klei­ne “Skiz­zen” aus dem Inten­siv­Zim­mer, der Füh­rung in der Pfle­ge, als pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, dass Drum­Her­um, wie die Pfle­ge “lebt”, ihr gut tut, die Teil­ha­be wie in der Schu­le, was die Kranken‑, die Sozi­al­kas­sen … Wir mit­ten drin mit der Linn, unse­rer IntensivLady …

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