Der erste Rollstuhl kommt

Jet­zt fol­gt der Schritt – das Inten­sivkind bekommt einen Roll­stuhl. Somit wer­den wir uns von der Vok­a­bel “Rehabug­gy” ver­ab­schieden. Ich weiß, viele Kinder mit Hand­i­cap haben sehr früh einen Roll­stuhl. Der Schritt vom Rehabug­gy zum Roll­stuhl ist auch schon länger an gedacht.

Der Rehabuggy Cross

Der erste Start dazu sollte der Wech­sel von der Kita in die Schule sein. War es aber nicht. Die Grund war sim­pel: Wozu? Das Kind wird nicht mit dem Fahr­di­enst in die Schule befördert. Der Druck zur Umrüs­tung der Mobil­ität war erst­mal raus. Dies war aber nicht der einzige Grund. Nein, es ist auch das Gefährt selb­st, von dem eine Tren­nung schmerzhaft ist. Schließlich begleit­et es unser Leben schon über sieben Jahre.
Der Rehabug­gy knatscht, qui­etscht und passt kaum durch die Woh­nung. Er fährt sich sehr gut. Wald­wege wie auch Schnee stellen für ihn keine Bar­riere dar und die Brem­sen leis­ten immer gute Dien­ste, wenn es bergab ging – über das Bergauf reden wir nie. Wozu auch, ste­he ich vor dem Berg und der Weg zieht sich dort hin­auf, so muss ich schieben. Es gibt keinen Ausweg.
Der Roll­stuhl kommt, er wurde fast voll­ständig genehmigt. Jet­zt geht es ans bauen des Hil­f­s­mit­tels und wir gewin­nen am Ende mehr Platz in der Woh­nung. Dies ist zumin­d­est unsere Hoff­nung, denn wir möcht­en gerne auf die Sitzschale verzicht­en. Ein Gefährt reicht.

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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