Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Familienentlastung – eine Preisfrage

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Einen Baby­sit­ter zu fin­den ist nicht ein­fach. Er oder sie soll gewis­se päd­ago­gi­sche Qua­lität­ten haben, das Kind gut pfle­gen und der Geld­beu­tel nicht zu sehr belas­ten. Woh­nen die Groß­el­tern am Ort, dann ist dies bei dem einen oder ande­ren kein The­ma: Das Kind ist krank, dann geht es zur Oma. Doch ist das Kind behin­dert, dann sieht es ganz anders aus. Für die Groß­el­tern wird es zu viel und einen “Baby­sit­ter” oder eben eine Betreu­ung zu fin­den wird schwie­rig. Die Erkran­kung das Kin­des und des­sen beson­de­re Bedürf­nis­se ver­langt eine “spe­zi­el­le” Pfle­ge. Eine die Erfah­rung und Fach­wis­sen mit brin­gen soll­te, sprich, es kann nicht ein­fach mal der Nach­bar auf das Kind aufpassen.

So wird es also mit der Ent­las­tung schwie­rig, aber nicht nur da. Wie soll man den Haus­halt mana­gen, das Ein­kau­fen, wenn Feri­en sind und kein Feri­en­hort mög­lich ist. Das Kind mit­neh­men ist nicht immer mach­bar und bei dem einen oder ande­ren mit gro­ßen Auf­wand ver­bun­den. Zu Groß, wenn es nur um ein feh­len­des Stück But­ter geht und dem Brot für das Abend­essen. Nun, da gibt es ihn, den Fami­li­en­ent­las­ten­den Dienst (FED), er nimmt ab, sorgt für die nöti­ge Betreu­ung. Doch nicht immer ist man als Eltern mit der Qualität zu frie­den. Da wech­seln bei den einem zu häu­fig die Betreu­er, was gera­de bei Kin­der zu Pro­ble­men füh­ren kann, wenn sie auf fes­te Bezugs­per­so­nen ange­wie­sen sind. Oder die Erkran­kung des Kin­des ist zu schwie­rig, medi­zi­nisch zu auf­wen­dig. Und als drit­tes: Der Stun­den­lohn ist bei man­chen Anbie­ter zu hoch, möch­te man es wirk­lich ernst­haft nut­zen als Entlastung.

Da rech­nen die einen gute 15,- Euro ab pro Stun­de und ande­re bie­ten aber auch eine Ein­zel­be­treu­ung für 7 Euro an. Frag­lich ist für mich, wenn die Diens­te bei der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge mehr abrech­nen als wenn die Eltern die Stun­den pri­vat bezahlen.

Hat man vor Ort einen teu­ren Anbie­ter, so hat man wohl Pech gehabt. Auf dem Land kom­men sicher­lich noch Fahrt­kos­ten dazu. Manch­mal ist man aber auch auf einen “teu­ren” Dienst­leis­ter ange­wie­sen: Es muss ein Pfle­ge­dienst sein wegen der Erkran­kung. Nun gut, eini­ge Inten­siv­kin­der bekom­men den Pfle­ge­dienst auch rund um die Uhr oder eben meh­re­re Stun­den am Tag von der Kran­ken­kas­se geneh­migt. Aber nicht ohne Grund, denn der medi­zi­ni­sche Auf­wand ist zu hoch, als dass dies die Eltern noch schaf­fen wür­den. Sie wür­den auch ger­ne dar­auf ver­zich­ten, wenn sie könnten.

Klappt es also nicht mit dem fami­li­en­ent­las­ten­den Dienst oder eben den fami­li­en­un­ter­stüt­zen­den (FuD), so hat man viel­leicht noch eine Chan­ce sich ein­fach umzu­hö­ren. In der Schu­le oder in der Kita wür­de auch so man­cher Prak­ti­kant ger­ne etwas dazu ver­die­nen oder ein ehe­ma­li­ger Zivil­dienst­leis­ten­der bie­tet wei­ter sei­ne Hil­fe an. Eine ande­re Mög­lich­keit ist, dass man viel­leicht auch bei meh­re­ren Baby­sit­ter-Diens­ten anfragt, ob auch dor­ti­ge Betreu­er behin­der­te Kin­der neh­men. Denn dort kann man auch Glück haben, wenn der “Baby­sit­ter” eine Stu­den­tin für Sozia­le Arbeit ist oder eine Erzie­he­rin, die sich ein paar Euro dazu ver­die­nen will oder muss.

Doch klappt es nicht und dann gibt man auf, eine Ent­las­tung zu suchen bis man rich­tig erschöpft ist, das man am Ende sein Kind über­haupt nicht mehr betreu­en kann. Es dann abge­ben muss in ein Heim. Oder man ver­sucht es mit mehr Hil­fe und lan­det in einem Wirr­warr und dann bleibt viel­leicht kaum noch Geld über für ande­re Din­ge im Leben, so wird man rat­los und hofft viel­leicht, dass end­lich ein Teil­ha­be­ge­setz kommt.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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