Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Sonntag mit Ausblick

S

Sonn­tag ist der Tag, wo die einen Wer­be­blät­ter aus­tei­len und die ande­ren in Abfall­ton­nen stei­gen und den Müll sor­tie­ren nach recy­cel­bar und Rest­müll. Alles erfass­bar mit einem Blick aus dem Fens­ter und selbst hofft man heu­te mal nicht raus gehen zu müs­sen und doch hab ich wie­der dabei ein ungu­tes Gefühl in der Woh­nung kle­ben zu blei­ben. Viel­leicht ist es die Angst durch die feh­len­de Bewe­gung unzu­frie­den zu wer­den am Abend. Doch was mich dabei eher stört, ist, das man so der klei­nen Madame den Hauch der Welt ver­wei­gert, der ums Haus weht.

Raus, ein­mal min­des­tens, ein­mal am Tag. Doch dann ruft der Haus­halt, eine Auf­ga­be am PC, es muss eine Schall­plat­te digi­ta­li­siert wer­den und schon ist es 17 Uhr. Das Kind ist zufrie­den und “schaut” auf eine Lam­pe. Ein Tag wie jeder ande­re und man hat im klei­nen doch das Gefühl, der Lady ein Stück Welt gezeigt zu haben, da sie heu­te Vor­mit­tag die Sprech­ka­nü­le aus­pro­biert hat­te und somit über den Mund und der Nase atmen konn­te oder auch muss­te. Denn eine Alter­na­ti­ve hat­te sie nicht und dass die, für uns nor­ma­le, Atmung für sie Arbeit ist, zeig­ten gegen Mit­tag ihre Augen, die sich geschlos­sen haben und mein­ten: “Ich geh jetzt in mei­ne eige­ne Welt.”

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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