Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Spezialisierung mit Sub – vor Ort nicht “einfach” gegeben

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Die Kontrolle des Tracheostomas beim Kind ist mehr als ein  “Standard”, was die HNO leistet.

Ken­nen Sie noch das The­ma: Kran­ken­häu­ser soll­ten sich am bes­ten auf ein Gebiet spe­zia­li­sie­ren. Es ist gar nicht so lan­ge her, doch die Finanz­kri­se ver­dräng­te das The­ma „Finan­zie­rung der Kran­ken­häu­ser“ ganz nett. Spe­zia­li­sie­rung der ein­zel­nen Häu­ser ist gut, wenn es dann auch das „gewünsch­te“ Haus in der Nähe geben wür­de, wie für ein Kind mit einem Luft­röh­ren­schnitt. Vor Ort, hier in Jena, hat­ten wir mit der Hals-Nasen-Ohren-Kli­nik (HNO) nicht das Glück, im Punkt, was ist die rich­ti­ge Kanü­le, ver­wies damals, vor gut drei Jah­ren, eine HNO-Ärz­tin auf einem ein­zi­gen Her­stel­ler. Sie gab uns deren Visi­ten­kar­te in die Hand. Einer ordent­li­chen Kanü­len­ver­sor­gung ent­spricht dies dem aber nicht, so unser Wis­sen, auch von ande­ren mit einem Inten­siv­kind bestä­tigt, denn zum einen gibt es nicht nur einen Her­stel­ler und somit unter­schied­li­che Typen von Kanülen.

Die­ses nicht ohne Grund, denn die Tra­chea, also die Luft­röh­re, ist bei jedem Men­schen zum einen anders emp­find­lich, der Luft­röh­ren­schnitt, und zum ande­ren des­sen Grö­ße und Sitz, ist auch unter­schied­lich. Eine Anpas­sung an die rich­ti­ge Kanü­le gehört also in die Hand von Ärz­ten und nicht in die von Her­stel­lern oder Sani­täts­häu­sern. Denn die kön­nen wohl kaum die pas­sen­de Dia­gnos­tik, wie die Spie­ge­lung der Luft­röh­re, durch­füh­ren. Eine fal­sche Kanü­le kann zum schlech­ten Gas­aus­tausch füh­ren oder die Gra­nu­la­tio­nen am Sto­ma för­dern. Schlimms­ten­falls kann sie die Luft­röh­re schä­di­gen. Aber dar­auf woll­te ich gar nicht hin­aus oder doch. Zumin­dest wuss­ten wir, die ört­li­che HNO-Poli­kli­nik war wohl nicht der rich­ti­ge Ansprech­part­ner. Denn das Tra­cheo­s­to­ma ist eben auch nur ein Spe­zia­li­sie­rung in der HNO und ein „Sub“ ist es somit noch bei Kin­dern (ein sehr klei­ner Pati­en­ten­stamm).  Und bei denen spie­len Fak­to­ren wie Wachs­tum eine sehr wich­ti­ge Rol­le. So muss regel­mä­ßig geprüft wer­den, ob die Grö­ße der Kanü­le wei­ter­hin pas­send ist, um eine gute Beatmung zu gewähr­leis­ten, aber auch ob sie aus­rei­chend klein ist für die Stimm­bil­dung, dass also genug die Luft an sie vor­bei kann, nach oben hin zum Kehl­kopf. Dies, weil in der Regel bei Kin­dern unge­block­te Kanü­len ver­wen­det. Spe­zia­li­sie­rung, nun in die­sem Fall ist ein bekann­tes Haus in Köln, ein ande­res sei in Ham­burg. Doch die Wege dort­hin sind nicht gera­de „um die Ecke“, wie man so schön sagt. Da kam dann der Tipp Gera und der wur­de zu einem Flop. Es war nicht wie Jena, das Gespräch war schon kon­struk­ti­ver, aber sie ver­moch­ten eben auch nicht das zu bie­ten, was Köln leis­tet: Eine Funk­ti­ons­dia­gnos­tik mit leich­ter Nar­ko­se. Ein Weg, der zeig­te, die spe­zia­li­sier­te Kli­nik für tra­cheo­to­mier­te Kin­der sitzt wohl wei­ter­hin in der Fer­ne für uns.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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