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Drei Ängste wegen dem Coronavirus Sars-CoV‑2

Als guter Kerl muss „Mann“ für seine Fam­i­lie sor­gen und sie schützen kön­nen, so das tra­di­tionelle Män­ner­bild. Doch der Virus Coro­na Sars-CoV­‑2 zeich­net eine andere Sto­ry und verängstigt mich: Mit den tra­di­tionellen Waf­fen des Mannes wie seine Fäuste, Mess­er oder Gewehr, da wird er scheit­ern gegen Sars-CoV­‑2.

Die Waf­fen sind Iso­la­tion und Desin­fek­tion.

Zwei Waf­fen, zwei Dinge, die wie eine Illu­sion wirken in unserem PflegeZ­im­mer oder bei anderen Fam­i­lien mit außerklin­is­ch­er Inten­sivpflege. Sie sind nicht oder in Zukun­ft schw­er einzuset­zen. Warum?

Ich erlebe eine Angst, dreifach:

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Leben und Gestalten und chronisch krank

Was macht unser Leben mit einem schw­er erkrank­ten Kind aus? In den let­zten Tagen wurde diese Frage wieder für mich präsen­ter. Vielle­icht weil sich die Last mit der Pflege verän­dert hat. Nein oder doch und nein. Ich war wieder dem The­ma Selb­sthil­fe näher gekom­men, in einem fach­lichen Aus­tausch, und damit auch unser­er Sit­u­a­tion. Unser Leben, wir set­zen uns auseinan­der mit chro­nis­chen Krankheit­en. Ver­ste­he ich die Erkrankun­gen? Kann ich die Auswirkung der Erkrankun­gen annehmen? Kann und will ich damit leben? Unsere Leben­squal­ität bindet sich auch daran, kann ich mein, unser Leben gestal­ten?

Um dem The­ma „Leben mit ein­er chro­nis­chen Erkrankung“ näher zu kom­men, habe ich mich ger­ade von ein­er neuen Broschüre fes­seln lassen; ange­merkt sei, es ist eine wis­senschaftliche Erar­beitung.

Trans­fer­plus 10 Okto­ber 2015: „Care for Chron­ic Con­di­tion – Leben mit chro­nis­ch­er Krankheit gestal­ten“

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Lungenentzü[email protected] II.

Nicht alles lässt sich man­a­gen in der häus­lichen Inten­sivkrankenpflege – dies kön­nte jet­zt mein Faz­it sein. Ich greife vor­weg – der gestrige Abend war weit ent­fer­nt vom rit­u­al­isierten Son­ntagabend. Kein Tatort, die Uhr zeigte, jet­zt wäre der Mord im Film schon gewe­sen, und die Madame offen­barte eine schlechte Sauer­stoff­sät­ti­gung, trotz steigen­den Sauer­stoff­fluss. Die Lagerung zur besseren Beat­mung brachte auch keine Wirkung auf die Sauer­stoff­sät­ti­gung laut Pul­soxy. Was blieb, es war der Anruf auf der Inten­sivs­ta­tion, der Ret­tungsleit­stelle und die Fahrt ging mit ihr in die Klinik.

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Die Geister geweckt in Sauerstoff

Manch­es im Leben entwick­elt eine “merk­würdi­ge” Reak­tions­kette, manch ander­er würde sagen, ich habe wohl erst die Geis­ter geweckt. Kurz gesagt, es geht um Sauer­stoff. Let­zte Woche kam die neue Sauer­stoff­flasche, ein neuer Druck­min­der­er und der Sauer­stof­fkonzen­tra­tor erhielt seine jährliche Wartung.

Und das Inten­sivkind? Ein Infekt gestal­tet sich aktuell schwieriger, sie kommt mit der nächtlichen Beat­mung nicht mehr gut hin, so dass sie die Sauer­stoff­sät­ti­gung nicht gut hal­ten kann. Das Resul­tat lautet: Wir geben ihr mal Sauer­stoff. Der Tag ver­lief dann im Durch­schnitt sta­bil, also in großen Streck­en ohne Sauer­stoff und jet­zt braucht sie wieder diesen Stoff.

Es verbleibt bei mir kein gutes Gefühl, da ich nicht abschätzen kann, wohin uns die jet­zige Reise bringt.

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Ambulant stirbts sich früher?

Häus­liche Pflege Online berichtet: Ambu­lant jün­gere Men­schen mit Pflegestufe 2 ver­ster­ben dort eher als die Ver­gle­ichs­gruppe sta­tionär, also im Pflege­heim. Stimmt das? Aber vor­weg erst mal, was ist mit jün­gere pflegebedürftige Men­schen gemeint?  Unter jünger ver­ste­ht man hier das Alter ab 40 bis 69 Jahren bei den Män­nern bzw. 59 Jahren bei den Frauen.

Im Artikel heißt es:

Es zeigte sich eine deut­lich erhöhte Sterblichkeit in den Pflegestufen II und III, wenn der Medi­zinis­che Dienst der Krankenkassen zunächst eine ambu­lante Betreu­ung ver­an­lasst. Vor allem die Sterblichkeit im ersten Jahr der Pflege im ambu­lanten Bere­ich ist teil­weise deut­lich höher als in sta­tionären Ein­rich­tun­gen. aus: http: //www.haeusliche-pflege.vincentz.net/infopool/nachrichten/articles/179259/Betreuung-juengerer-pflegebeduerftiger-Menschen-Ambulant-vor-stationaer-ab-Pflegestufe-II-nachteilig/ abgerufen 17.9.11. (1)

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Außerklinische Intensivpflege, Angehörige und das Psychiatrische

Sind Sie als Ange­höriger eines außerklin­is­chen beat­meten Patien­ten auch psy­chi­a­trisch erkrankt? Nein!? Sie wollen es nicht wahrhaben, wie ich. Denn ich musste in ein­er Fachar­beit zur außerklin­is­chen Beat­mungspflege erfahren, dass dem so sei. In dieser Arbeit wurde nicht ein­fach aus­ge­sagt, dass Zuge­hörige von langzeit­beat­meten Patien­ten psy­chi­a­trisch erkranken kön­nen. Eine Aus­sage, die ich ohne Beleg akzep­tieren kön­nte. Son­dern es wurde mit den drei Wörtern «sind meist auch» diese Hypothese gen­er­al­isiert. Aber es fehlt der Fachar­beit der Beleg ein­er wis­senschaftlichen Erhe­bung darüber.

Wie gesagt, die Grun­daus­sage klingt für mich stim­mig. Aus eigen­er Erfahrung mit Eltern von Inten­sivkindern, beru­flich und durch die Selb­sthil­fe, kön­nen Zuge­hörige unter­schiedlich betrof­fen reagieren auf ihre jet­zige Lebenssi­t­u­a­tion. Prob­leme wie Niedergeschla­gen­heit, Kraft­losigkeit oder Konzen­tra­tionss­chwäche wer­den von dem einem oder anderem geäußert.
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8.6. – Welt-Hirntumor-Tag

Das Gehirn, es zeigt sich mit als unser wichtig­stes Organ. Durch seine Leis­tung, seine Fähigkeit schaf­fen wir es eine kom­plexe Welt aufzubauen und uns in dieser zurecht zu find­en. Und doch ste­ht es mit dem mod­er­nen Leben in Kon­flikt. Als eine Ursache vom Hirn­tu­mor wird zum Beispiel aktuell die Mobil­funkstrahlung disku­tiert. Weit­er­lesen

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Pflegende Angehörige – gesundheitliches Risiko

Über­legen Sie es sich genau, wenn sie in den Job „pfle­gen­der Ange­höriger“ ein­steigen möcht­en. Machen diese Mühen, wie die ständi­ge Bere­itschaft, wirk­lich Sinn? Wenn Sie von der Anerken­nung  der Gesellschaft aus­ge­hen möcht­en: Es macht keinen Sinn.

Aber deshalb pflegt Frau oder Mann auch nicht sein chro­nisch krankes Kind oder eben die Mut­ter nach einem Schla­gan­fall. Der Grund ist vielle­icht banaler oder ethisch wertvoller, als was die Gesellschaft meint und auch finanziert. Schließlich könne man seine Eltern nicht ein­fach “abschieben” ins Heim, erst recht nicht sein eigenes Kind.

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Schwerstkrank – eine Last für die Gesellschaft

Was bewegt die Men­schen, welche die Frage stellen, ob Schw­er­stkranke den Suizid anstreben dür­fen, wenn sie meinen, sie fall­en den Ange­höri­gen und der Gesellschaft finanziell zur Last?

Für mich bein­hal­tet diese Frage auch Fol­gende: Wie weit haben Schw­er­stkranke eigentlich ein Recht darauf, dass ihre krankheits­be­d­ingten “Mehrkosten” von der Gesellschaft getra­gen wer­den? Denn es klingt schon merk­würdig, wenn Men­schen meinen, sie wollen ster­ben, weil sie der Gesellschaft eine Last bilden. Aber sind nicht auch sie die Gesellschaft und auch sie, welche aufzeigen, wie wichtig und gewinnbrin­gend die Für­sorge ist für uns alle. Weit­er­lesen

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Vergessen die Illusion

Ich habe sie vergessen, die Trau­rigkeit, das Lächeln, dein Lächeln und wie sich deine Haarsträhne ver­fängt in mein­er Hand. Die Gedanken unge­formt, kein Laut, keine Stimme. Ich denke darüber nach, dein Gehen, dein Ver­fan­gen mit dem Tod, dem Ster­ben, wenige Jahre, die du uns begleitest. Eine wertvolle Zeit, welche ist es nicht. Jede Zeit, die ich ver­gaß, die hin­ter mir liegt, die vor mir liegt. Nur im Augen­blick möchte, wird die Zeit mit Unacht­samkeit ges­traft, wenn es einem zuviel wird, wenn man nur darauf wartet, wann der näch­ste Crash fol­gt. Es ist immer ein Karten­haus, das wir bauen, dass wir mit einem Atemzug zer­stören. Es bedarf kein­er Hand, die Illu­sion zu zer­streuen. Es bedarf nur deinem ausste­hen­den Atemzug, das Warten auf dem Näch­sten, um die Illu­sion über unser Sein zu zer­stören.

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Notarzt vs. gestorbener Patient

Man sollte schon sel­ber fest­stellen kön­nen, ob nun der Ehe­gat­te oder die Gat­tin akut gestor­ben sei und dann erst den passenden Arzt rufen. Nicht in Hek­tik und Not ein­fach die 112 wählen. Denn der Notarzt wäre näm­lich fehl am Platz beim Toden und wur­des so auch ein­er Frau zum zusät­zlichen Ärg­er: Ihr wurde der Ret­tung­sein­satz in Rech­nung gestellt, in dem man den Tod ihres Mannes nur noch fest­stellen kon­nte. Sie klagte dage­gen beim Sozial­gericht, doch erfol­g­los, so kon­nte man 3.11. 2009 in der Mit­teldeutschen Zeitung lesen in „Ärg­er mit Ret­tungs­di­enst“.

Bei einem Kind mit ein­er lebenslim­i­tieren­den Erkrankung kann dies nicht passieren, wenn man sich dafür entsch­ieden hat, alle Wieder­bele­bungsver­suche abzulehnen. Denn dann heißt es: Rufe nicht den Notarzt, denn dieser muss unweiger­lich rea­n­imieren und dieses möcht­en wir nicht. Doch wann ist man an dem Punkt, seinem schw­er kranken Kind nicht mehr die best­möglich erre­ich­bare Ther­a­pie zu zu geste­hen? Eine Frage, der sich diesen Fam­i­lien stellt und man wohl nicht ein­fach beant­worten kann, so mein Ein­druck. Es kommt auf die jew­eilige Sit­u­a­tion, der jew­eili­gen gesund­heitlichen Krise an. Weit­er­lesen

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Die “Neue” nennt sie Schweinegrippe zu Gast

Neue Grippe“ – klingt dies nicht so, als bringe sie etwas Besseres, Pos­i­tives mit. Das Wort „Neu“, bei dem viele Kon­sumenten wie ich sicher­lich sofort assozi­ieren: Ein Pro­dukt, in dem wieder schicke Verbesserun­gen drin steck­en, also uns mehr bieten soll als das Bish­erige. Dass wir hier als Kon­sument schnell auch bel­o­gen wer­den kön­nen, also wir ein­er Illu­sion aufliegen, wird uns meist erst nach dem Kauf deut­lich.

Eine Grippe mit mehr im Sinne pos­i­tiv wäre hier also auch eine Illu­sion. Wenn ja, dann würde sie uns kaum angreifen, wir wür­den die Infek­tion der Viren und die Immunreak­tion des Kör­pers, dessen Kampf kaum spüren. Die „Neue Grippe“, eben auch bess­er als Schweine­grippe bekan­nt, ver­liefe schwäch­er als die „übliche“ Grippe, genan­nt Influen­za. Ja, wenn man Glück hat und ich hat­te kein Glück und mein Immun­sys­tem zeigte, wie hoch ich doch fiebern kann. Die 40 waren kein weit ent­fer­ntes Ziel mehr. Weit­er­lesen

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Kinderkrankenpflegedienst, Aus und gekündigt

Es ist schon ein wenig heftig, wenn ein Pflege­di­enst einen sein­er Inten­siv­pa­tien­ten die häus­liche Krankenpflege aufkündigt. Und dies ist ein­er Fam­i­lie mit ihrem Inten­sivkind nicht weit von uns ger­ade passiert. Mitte diesen Monats hat der Pflege­di­enst zum Monat­sende die Vere­in­barung der Ver­sorgung aufgekündigt. Heftig? Nun hier­bei han­delt es sich um 24 Stun­den­ver­sorgung am Tag. Das heißt, es wer­den hier über 700 Pfleges­tun­den im Monat gebraucht für die Pflege, dies entspricht gut 5 Vol­lzeitkräften im Schicht­be­trieb. Geht man davon aus, dass Krankheit, Schwanger­schaft oder eben Urlaub dazu kommt, dann braucht es mehr, ins­beson­dere auch um eventuellen Aus­fall abz­u­fan­gen. Doch bleiben wir beim Wort „heftig“. Eine solche Kündi­gung ist dem gle­ich zu set­zen, als wenn jemand im Kranken­haus liegt und die Ver­wal­tung von einem auf den anderen Tag sagt: „Wir machen mor­gen zu. Suchen Sie sich ein anderes Haus für die weit­ere Behand­lung.“ Weit­er­lesen

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15. Mai 2009

Ist es die Hil­flosigkeit als das Kind weint um einen unbekan­nten Schmerzen deren Zuck­en ohne rhyth­mis­che Folge zu erwäh­nen bricht sich in einem Schrei ohne Laut der fehlen­den Stimme gebremst durch die Kanüle unter dem Kehlkopf geset­zt in der Luftröhre eröff­nen neue und alte Gedanken über den Tod der Trau­rigkeit über das Dasein mit der Frage was hätte bess­er sein kön­nen als keine Antwort und es wollte auch keine Antwort wegen der Gewis­sheit nicht bessern zu kön­nen oder braucht der Men­sch eben nur Hoff­nung die meine Hil­flosigkeit wieder bren­nen lässt.

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Krankenpflege: Pflegenotstand und damit Hauptschulabschluss

Der Pflegenot­stand, dass hört man von vie­len Seit­en, ist Wirk­lichkeit. Ob er nun haus­gemacht ist oder nicht, darüber mag man sich stre­it­en. Doch die Gründe sind mit die schlechte gesellschaftliche Anerken­nung der Krankenpflege und für die Pflege­fachkräfte der eingeschränk­te beru­fliche Werde­gang. Kein geringer Teil ver­lässt wieder den Beruf, auch auf­grund der Arbeits­be­din­gun­gen.

Um den Pflegenot­stand zu begeg­nen gedenkt die Poli­tik der großen Koali­tion (SPD,CDU,CSU) das Krankenpflegege­setz zu ändern: Für die Aus­bil­dung braucht man nicht mehr den Realschu­la­b­schluss, nein, der Hauptschu­la­b­schluss würde reichen.

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Eltern eines kranken Kindes: Einbezogen vs. unterstützt

Ein­be­zo­gen vs. unter­stützt – Zwei Begriffe und was macht deren Unter­schied aus? Let­ztens bin ich bei ein­er Diskus­sion, bei der die pal­lia­tive-hos­pi­zliche Ver­sorgung von Schw­er­stkranken im Vorder­grund stand, auf die Ver­wen­dung der bei­den Wörter gestoßen: Ein­be­zo­gen wer­den soll­ten in der Hos­pizarbeit die Ange­höri­gen. Es ist ein Leitgedanke der Arbeit. Das Wort „unter­stützt“ wurde nicht ver­wen­det. Der Grund: Ein­be­zo­gen ste­he hier über unter­stützt. Zuerst kon­nte ich mit der Argu­men­ta­tion mit­ge­hen, doch dann wurde mir klar: Ein­be­zo­gen kann, je nach Kon­text, über unter­stützt ste­hen, doch ist seine Bedeu­tung bre­it­er. Dies im Sinne: Von unter­stützt bis hin zum Co-Ther­a­peut und Pflegeper­son.<--break->

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Familienentlastung – eine Preisfrage

Einen Babysit­ter zu find­en ist nicht ein­fach. Er oder sie soll gewisse päd­a­gogis­che Qual­ität­ten haben, das Kind gut pfle­gen und der Geld­beu­tel nicht zu sehr belas­ten. Wohnen die Großel­tern am Ort, dann ist dies bei dem einen oder anderen kein The­ma: Das Kind ist krank, dann geht es zur Oma. Doch ist das Kind behin­dert, dann sieht es ganz anders aus. Für die Großel­tern wird es zu viel und einen “Babysit­ter” oder eben eine Betreu­ung zu find­en wird schwierig. Die Erkrankung das Kindes und dessen beson­dere Bedürfnisse ver­langt eine “spezielle” Pflege. Eine die Erfahrung und Fach­wis­sen mit brin­gen sollte, sprich, es kann nicht ein­fach mal der Nach­bar auf das Kind auf­passen.

So wird es also mit der Ent­las­tung schwierig, aber nicht nur da. Wie soll man den Haushalt man­a­gen, das Einkaufen, wenn Ferien sind und kein Ferien­hort möglich ist. Das Kind mit­nehmen ist nicht immer mach­bar und bei dem einen oder anderen mit großen Aufwand ver­bun­den. Zu Groß, wenn es nur um ein fehlen­des Stück But­ter geht und dem Brot für das Aben­dessen. Nun, da gibt es ihn, den Fam­i­lienent­las­ten­den Dienst (FED), er nimmt ab, sorgt für die nötige Betreu­ung. Doch nicht immer ist man als Eltern mit der Qualit&auml;t zu frieden. Da wech­seln bei den einem zu häu­fig die Betreuer, was ger­ade bei Kinder zu Prob­le­men führen kann, wenn sie auf feste Bezugsper­so­n­en angewiesen sind. Oder die Erkrankung des Kindes ist zu schwierig, medi­zinisch zu aufwendig. Und als drittes: Der Stun­den­lohn ist bei manchen Anbi­eter zu hoch, möchte man es wirk­lich ern­sthaft nutzen als Ent­las­tung.

Da rech­nen die einen gute 15,- Euro ab pro Stunde und andere bieten aber auch eine Einzel­be­treu­ung für 7 Euro an. Fraglich ist für mich, wenn die Dien­ste bei der Ver­hin­derungspflege mehr abrech­nen als wenn die Eltern die Stun­den pri­vat bezahlen.

Hat man vor Ort einen teuren Anbi­eter, so hat man wohl Pech gehabt. Auf dem Land kom­men sicher­lich noch Fahrtkosten dazu. Manch­mal ist man aber auch auf einen “teuren” Dien­stleis­ter angewiesen: Es muss ein Pflege­di­enst sein wegen der Erkrankung. Nun gut, einige Inten­sivkinder bekom­men den Pflege­di­enst auch rund um die Uhr oder eben mehrere Stun­den am Tag von der Krankenkasse genehmigt. Aber nicht ohne Grund, denn der medi­zinis­che Aufwand ist zu hoch, als dass dies die Eltern noch schaf­fen wür­den. Sie wür­den auch gerne darauf verzicht­en, wenn sie kön­nten.

Klappt es also nicht mit dem fam­i­lienent­las­ten­den Dienst oder eben den fam­i­lienun­ter­stützen­den (FuD), so hat man vielle­icht noch eine Chance sich ein­fach umzuhören. In der Schule oder in der Kita würde auch so manch­er Prak­tikant gerne etwas dazu ver­di­enen oder ein ehe­ma­liger Zivil­dien­stleis­ten­der bietet weit­er seine Hil­fe an. Eine andere Möglichkeit ist, dass man vielle­icht auch bei mehreren Babysit­ter-Dien­sten anfragt, ob auch dor­tige Betreuer behin­derte Kinder nehmen. Denn dort kann man auch Glück haben, wenn der “Babysit­ter” eine Stu­dentin für Soziale Arbeit ist oder eine Erzieherin, die sich ein paar Euro dazu ver­di­enen will oder muss.

Doch klappt es nicht und dann gibt man auf, eine Ent­las­tung zu suchen bis man richtig erschöpft ist, das man am Ende sein Kind über­haupt nicht mehr betreuen kann. Es dann abgeben muss in ein Heim. Oder man ver­sucht es mit mehr Hil­fe und lan­det in einem Wirrwarr und dann bleibt vielle­icht kaum noch Geld über für andere Dinge im Leben, so wird man rat­los und hofft vielle­icht, dass endlich ein Teil­habege­setz kommt.

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Integration – Begleitung der Familie mit behindertem Kind

In der “Woche fürs Leben 2009” (vom 25. April bis 2. Mai) rufen die Kirchen für eine bessere Inte­gra­tion von Men­schen mit kör­per­lich­er oder geistiger Behin­derung auf. Doch wie macht man sie möglich, wenn selb­st Betrof­fene und deren Fam­i­lie nicht über ihre Rechte wis­sen dabei? Über die Rechte zu wis­sen, wäre das eine, das andere sind aber auch Ange­bote, die ein­fach fehlen, wenn eine Fam­i­lie mit der Diag­nose “Behin­derung des Kindes” kon­fron­tiert wird. Jet­zt wird man mir ent­ge­gen­hal­ten, Behin­derung ist keine Diag­nose, sie ist mehr eine “Sto­ry” der Ab- und Aus­gren­zung vom Nor­mal. Behin­dert ist man nicht, behin­dert wird man durch die gegebe­nen Struk­turen. Die Diag­nose ist eine Erkrankung, die ein Hand­i­cap, ein Anders bewirkt auf Dauer.<--break->

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Was ist ein Keim im Körper”

Einige hof­fen ja oder man bastelt sog­ar daran, dass Such­maschi­nen auf voll­ständi­gen Fra­gen eine Antwort geben kön­nen. Es ist sicher­lich noch ein langer Weg bis dahin. Dies wird deut­lich, wenn man bedenkt, das bei vie­len Fra­gen auch der Wis­sens-Hin­ter­grund des Fra­gen­den wichtig ist. Also was weiß der Fra­gende schon im Vor­feld, ken­nt er schon Antworten, und aus welchen “Bere­ich” fragt er oder sie her­aus. Und da wären wir schon beim Keim, ein Wort mit mehreren Bedeu­tun­gen. In der Umgangssprache der Medi­zin ste­ht der Begriff für sehr, sehr kleines Geti­er, was wir nicht sehen kön­nen. Gemeint sind die Bak­te­rien, die hinzu uns nicht wohl gesin­nt sind. Häu­fig schließt man damit aber auch Vieren oder Pilze mit ein. <--break->

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Kinderhospizarbeit: Bärenherz Wiesbaden zu Gast bei Beckmann

Es ist gar nicht so ein­fach zu beschreiben oder zu erk­lären, welche Arbeit in einem Kinder­hos­piz geleis­tet wird. Zumin­d­est ist vie­len klar, es ist nicht das, was ein Kranken­haus leis­tet. Möchte man sich aber weit­er ein­er Antwort auf diese Frage näh­ern, so möchte ich jet­zt auf die Mediathek vom ARD-Fernse­hen ver­weisen. Zu Gast waren bei der Talk­show “Beck­mann” Ute Büschl und Annette Huwe vom sta­tionären Kinder­hos­piz “Bären­herz” in Wies­baden. Der Aufhänger war die Ver­lei­hung des “Bam­bi” im let­zten Jahr an das Kinder­hos­piz-Team.Ein inter­es­santes Inter­view der bei­den Frauen, da es zum einen auf die per­sön­liche Sit­u­a­tion ein­er betrof­fe­nen Mut­ter, Ute Büschl, eing­ing, welche Stütze das Kinder­hos­pizes für sie war als ihre Tochter starb. Daran geknüpft wurde, was das Kinder­hos­piz für die Fam­i­lien bietet und wie die Kinder und Fam­i­lien mit ihrer Lebenssi­t­u­a­tion umge­hen. Aber auch wie das Haus den Fam­i­lien hil­ft nach dem Tod des Kindes, und eben auch wie es sich unter­schei­det vom Hos­piz für Erwach­sene.

Ein Unter­schied, der auch beim The­ma Kos­ten­träger Krankenkasse gut deut­lich wurde. Somit blieb das The­ma “Finanzierung” dieser Arbeit nicht aus­ges­part, somit die fehlende Leis­tun­gen der Krankenkassen oder eben wie Krankenkasse die Kosten­leis­tung “Hos­pizpflege” ver­ste­hen. Als Beispiel wurde genan­nt, dass die Krankenkasse nach 10 Wochen anrufe, wenn das Kind noch nicht gestor­ben sei, mit Mei­n­ung, dass es für diesen Pflege­satz nicht mehr im Hos­piz bleiben könne.

Zitate aus dem Inter­view find­et man auf der Web­seite von der Stiftung Bären­herz. Das gesamte Inter­view gibt es aktuell in der Mediathek zu sehen.