Neues Absaugegerät mit Irritation

Linn ist tech­nolo­gieab­hängig. Damit meinen wir, dass sie auf tech­nis­che Geräte angewiesen ist, um über­leben zu kön­nen. Dies sind Geräte, die ihre Lebens­funk­tio­nen unter­stützen oder erst ermöglichen. Dabei kann eine Änderung im Gerätepark für einige Irri­ta­tion sor­gen, wie wir jet­zt erleben:

Fast 13 Jahre hat­ten wir die gle­iche Absaugung, den Atmolit 26, und nun bringt dieser nicht mehr die Leis­tung. Da Linn ein funk­tion­ieren­des Gerät braucht, wurde schnell von der Home­care-Fir­ma ein Ersatz geliefert: die Vac­uaide von Dev­il­biss.

Sie saugt, ja, aber der Auf­fang­be­häl­ter für das abge­saugte Mate­r­i­al sorgt für einen Kon­flikt:

  • Der Spritzschutz, welch­er einen Bak­te­rien­fil­ter schützen soll im Auf­fang­be­häl­ter, hält nicht, son­dern fällt ab. Somit kann der Fil­ter nass wer­den und es kann nicht mehr abge­saugt wer­den.
  • Der Deck­el vom Auf­fang­be­häl­ter schließt schw­er.
  • Das Vol­u­men des Auf­fang­be­häl­ters ist zu ger­ing, wenn Linn in kurz­er Zeit viel abge­saugt wer­den muss.

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Fentanyl Nasenspray: Schmerzkrise bei der Heimfahrt

Am let­zten Sam­stag ging es zurück aus dem Kinder­hos­piz Burgholz (Wup­per­tal) - eine kri­tis­che Fahrt. Denn unsere Inten­sivLa­dy hat weit­er­hin und wieder­holt Schmerzkrisen. Diese Krisen kom­men heftig und spon­tan, ohne eine Vor­bere­itung. Damit sie wieder frei wird von Schmerzen, dies von den Schmerzspitzen, bleiben uns fol­gende Möglichkeit­en: Weit­er­lesen “Fen­tanyl Nasen­spray: Schmerzkrise bei der Heim­fahrt”

Pflege und Musik // Der Song bei der Intensivpflege – Woche 41

Let­zte Woche waren wir im Kinder­hos­piz Burgholz (Wup­per­tal) – eine Woche und keine Pflegear­beit im PflegeZ­im­mer, kein Song bei der Inten­sivpflege.

Es war ein schön­er Aufen­thalt – es war ein Raus aus dem All­t­ag, aus der let­zten Krisen­zeit mit Schmerzen unser­er Inten­sivLa­dy, die dann sofort liegen muss, um eine Besserung zu erfahren. Eine Fahrt ins Kinder­hos­piz mit neuen Schmerzmit­tel – die Schmerzen lösten sich nicht, wie gewün­scht, doch waren die Tage ein­fach­er und es gab für uns Zeit zum dur­chat­men, zum SoSein und zum Jagen von Geo­caches.

Eine Woche ohne Musik, ohne einen Song – ein Song läuft irgend­wo, Musik begleit­et – ein Song für die Woche, etwas für die Har­monie, für die Roman­tik, für das Ver­liebt­sein oder was auch immer ….

KlangKuen­stler – Amelie (Rework) jet­zt auf pflege.zitronenzucker.de – der Song der Woche 41 / 2017

Gefun­den auf Youtube: https://youtu.be/nRWRq9uTd5g

Schule und Tracheostoma: Handschuh steril oder keimarm beim Absaugen

Absaugka­theter neb­st Latex­hand­schuh

Wird es nach über 10 Jahren Tra­cheostoma Zeit die haus­in­ter­nen Pflege­s­tandards beim Inten­sivkind zu über­denken? Ja und Nein. Ein Ja gibt es, weil das Gesund­heit­samt der Kom­mune Jena fordert, die Lady müsse mit ster­ilen Hand­schuhen abge­saugt wer­den. Doch von vorne.
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Schmerz & Palliativ: Hilfsmittel und Medizinprodukt

Neben der Unruhe, der Epilepsie sind die Schmerzen zum alltäglichen Begleiter des Intensivkindes geworden. So richtig klar können wir die Ursache nicht benennen. Ist es die Skoliose, welche im letzten Jahr sich verschlechterte? Vermutlich ja, vermutlich … Deutlich ist geworden, die „alten“ Schmerzmittel (Paracetamol, Ibuprofen) scheitern und somit wird jetzt das Fentanyl probiert als Nasenspray.
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Zwillinge, Drillinge – welche Unterstützung möglich

Die erste Zeit Zuhause nach der Geburt von Zwillingen, Drillinge oder eben Mehrlingen können für die Familie eine besondere Belastungsprobe werden. Es rollt ein Alltag auf die Familie zu, bei dem es nicht sofort greifbare Vorbilder und Lösungen gibt. Da klingt es wie eine Entlastung, wenn eins der Geschwister ein größeres gesundheitliches Problem hatte z.B. durch eine Frühgeburt und somit auf einen Kinderkrankenpflegedienst die erste Zeit angewiesen ist, der über mehrere Stunden am Tag nach Hause kommt - sicherlich, auf das ein jeder wiederum verzichten würde.

Doch, so erfahre ich es wiederholt, die Hilfe durch den Pflegedienst ist nicht die Unterstützung, die die Familie Zuhause in der Säuglingspflege braucht. Denn der Pflegedienst kümmert sich nur um das erkrankte Kind, dafür wird seine Anwesenheit von der Krankenkasse finanziert. Er ist nicht für für das / die Geschwisterkind/er zu ständig.

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IntensivZimmer & Öffnung der Schublade Minimalismus

Seit Anfang 2014 ist zu mir das The­ma „Min­i­mal­is­mus“ 1 wieder durch ver­schiedene Blogs klar­er ins Leben gerutscht, wie in „Die Ent­deck­ung der Schlichtheit“2. Ich bin den AutorIn­nen dankbar. Gut, deut­lich wurde mir auch bei der Web­schau, es beste­ht aktuell ein klein­er Hype auf diese Leben­se­in­stal­lung (oder Leben­sphiloso­phie?); diese taucht wieder­holt in den „großen“ Medi­en auf. Ver­schieden­ste Men­schen zeigen auf, was sie darunter ver­ste­hen. Ein großes The­ma ist die Reduzierung der ange­sam­melten materiellen Dinge (Klei­der, Küchengeräte, Auto). Die Reduzierung dieser auf das Nötig­ste. Ist dies alles?

Seit mein­er Jugend bin ich mit dem The­ma ver­wand, sei es durch die Nähe zum Veg­an, zu Men­schen, die sich auf ihre Pro­jek­te konzen­tri­erten unab­hängig der Kon­sumgüter-Welt, sei es, weil ich ein DDR-Kind bin und die Kon­sumgüter­flut ab der Wende gle­ichzeit­ig wahrnahm mit den Tex­ten vom Psy­cho­an­a­lytik­er Erich Fromm („Haben und Sein“).  Weit­er­lesen “Inten­sivZ­im­mer & Öff­nung der Schublade Min­i­mal­is­mus”

Neues Pflegezeitgesetz nichts für Pflegende

Das neue Pflegezeit­ge­setz kommt jet­zt und was ändert sich für mich als langjährige Pflegeper­son? Ich ver­mute, mir brin­gen die Neuerun­gen nichts. Ich ver­mute weit­er, auch für die vie­len anderen langjähri­gen Pflegeper­so­n­en hat es keine Auswirkung und ich stelle die Hypothese: Ger­ade für die Langzeit-Pflegeper­so­n­en wären hier Änderun­gen wichtig gewe­sen.

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Mit Krise startet der Herbst

Der Start in den Herbst war nicht geglückt oder vielleicht doch? Wir haben eine Krise überstanden, auf die wir hätten verzichten können, die wir nicht brauchten. Mitte September bekam unser Intensivkind eine Lungenentzündung und weil dies nicht reicht, zeigte die Epilepsie einmal mehr, was sie leisten könne. Eine Krise, die klar stellte, mit der Schule ist erstmal Schluss und die Intensivstation könnte der nächste Weg sein. Könnte.

Fieber, zweistündliche Inhalationen, ein weiteres Antiepileptikum, ein Antibiotikum und Sauerstoff bestimmten den „neuen“ Tagesablauf. Zum Glück fiel keine Pflegefachkraft durch eigenes Krank aus, denn unser Alltag (Beruf und Geschwisterkind) musste aufrecht erhalten werden. Dies raubte Energie, denn wenn wir nach Hause kamen mussten die „Regieanweisungen“ im häuslichen IntensivZimmer neu geordnet, überprüft und aufgetretene Fehler nachgebessert werden. Weiterlesen "Mit Krise startet der Herbst"

Schmerz & Pflegenot

Vorgestern holte die Schmerzkrise wieder den All­t­ag ein vom Inten­sivkind. Oder wird sie zum All­t­ag? Ich hoffe nicht. Ein solch­er Nach­mit­tag macht mich müde, denn set­zt sich die Last das „üblichen“ All­t­ags oben­drauf, gelingt einem ein tiefes Dur­chat­men nicht mehr. Schmerzkrise, die sich über Stun­den hinziehen, da jagt einem das Bild von einem schw­eren Dauer­schmerz durch den Kopf.

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