Tranquilizer vs. Strom

Tran­quil­iz­er mit Langzeitwirkung und Cola mit Schoko­lade. Mit dem einem schläft das Kind, mit dem anderen ver­suche ich die müden Beine am Mor­gen zum Laufen zu bekom­men. Die Müdigkeit befiehlt den Schlaf, aber was soll ich damit am Mor­gen. Abends kann er mich beknien, der Schlaf, mir die Sinne schließen, aber was macht er: 

Ein Ohr horcht auch nachts, ob und wie es dem Kinde geht, ob die Mas­chine schellt und ob die Schwest­er an die Schlafz­im­mertür klopft. Ich bin immer unter Strom und wenn ich nicht beim Kinde bin, im Stand­by. Vielle­icht liegt es ja am Elek­tros­mog um mir herum. “Immer im Stand­by, immer?” schauen mich forschende Augen des Heil­beru­flers an. “Nein, immer unter Strom.” antworte ich, “es sei denn, das Kind liegt in der Klinik, aber dann ist es die Sorge um ihr Leben, die einem das Essen ver­bi­etet.”

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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