Untätigkeit zur Inklusion in Jena

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Die einen fei­ern einen Online-Inklu­si­ons­kon­gress, so lese ich, und die ande­ren star­ren auf den Brief­kas­ten, und war­ten mit der Fra­ge: Wann denn end­lich der Bescheid der Kom­mu­ne kommt. Einer der, je nach Behin­de­rung, über eine Basis für die Inte­gra­ti­on urteilt: die Schulbegleiter.

Die Ande­ren, zu den zäh­le ich, und die Kom­mu­ne ist die Stadt Jena. Wir haben im Dezem­ber letz­ten Jah­res einen Antrag der Stadt zu gesen­det, weil wir ein Plus an Wochen­stun­den für die Schul­be­glei­tung brauchen.

Pflegedienst und Schulbegleitung 

Wie auf­merk­sa­me Leser und Bekann­te um uns wis­sen: Linn, unse­re Inten­siv­la­dy, geht mit einer Pfle­ge­fach­kraft in die Schu­le. Wozu dann noch die Schulbegleitung?

Die Fra­ge ist berech­tigt. Die Ant­wort kann lang oder kurz sein: Linns Pfle­ge­kräf­te müs­sen sie stän­dig im Blick haben, um mög­lichst schnell zu agie­ren, wenn sich spon­ta­ne Kri­sen zei­gen, um die­se abzuwenden. 

Es ist eben spe­zi­el­le Kran­ken­be­ob­ach­tung in der Inten­siv­pfle­ge mit lebens­be­droh­li­chen Krisen. 

Mit die­ser Auf­ga­be bleibt der Pfle­ge­kraft kei­ne Zeit noch die Teil­ha­be im gemein­sa­men Unter­richt umzu­set­zen oder mit Linn an den gestell­ten Auf­ga­ben von den Päd­ago­gen gut mit zu wirken.

Untätigkeit der Stadt Jena

Ein Antrag und vier Mona­te ohne Ergeb­nis, also ein Papier, Doku­ment oder Bescheid, wie nun ent­schie­den wur­de über unse­ren Antrag.

Dies, obwohl die Geset­ze im Sozi­al­ge­setz­buch Num­mer lX Fris­ten nennen. 

Eine Untä­tig­keit der Kran­ken­kas­se oder Kom­mu­ne hat mich schon frü­her sehr irri­tiert. Sie wir­ken zer­mür­bend, da ich nie wuss­te, wor­an ich bin. 

Ich bin ori­en­tie­rungs­los, denn es kann nicht geplant werden. 

Es ist wie bei einem Haus­bau, wo es wegen einer feh­len­den Ent­schei­dung nicht wei­ter geht und kei­ner weiß, wie es wei­ter gehen kann. Und dies über meh­re­re Monate.

Dazu ist es gegen­über dem Bür­ger einer Kom­mu­ne äußerst irri­tie­rend. Die­ser habe sich selbst an die Ter­mi­ne und Fris­ten zu halten. 

Letz­te Woche habe ich den Lan­des­be­auf­trag­ten für Men­schen mit Behin­de­rung Thü­rin­gen mit unse­rem The­ma, der Untä­tig­keit, ange­schrie­ben. Das Büro hat mich erst­mal auf sei­nen kom­mu­na­len Kol­le­gen ver­wie­sen. Doch hier, in Jena, gab es bis­her kei­ne Reak­ti­on von die­sen, auch kei­ne auto­ma­ti­sche Ant­wort auf mei­ne E‑Mail.

Update 10.06.2019: Anfang Mai haben wir end­lich die Nach­richt erhal­ten, dass wir einen Bescheid bekom­men. Der war zum Glück posi­tiv, somit nicht noch irgend­wel­che War­te­zei­ten wegen einem Widerspruch. 

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Ein Blog, klei­ne “Skiz­zen” aus dem Inten­siv­Zim­mer, der Füh­rung in der Pfle­ge, als pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, dass Drum­Her­um, wie die Pfle­ge “lebt”, ihr gut tut, die Teil­ha­be wie in der Schu­le, was die Kranken‑, die Sozi­al­kas­sen … Wir mit­ten drin mit der Linn, unse­rer IntensivLady …

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