Wartezeit: Kleine Eskalation Rollstuhl und nur eine Mail

Wenn ich jet­zt einen Porsche bestelle, dann weiß ich, es kommt ein Jahr Wartezeit auf mich zu. Bei einem Roll­stuhl, aus Erfahrung, gehe ich von guten drei Monat­en aus. Der let­zte Stand war, der Roll­stuhl kön­nte Anfang Sep­tem­ber fer­tig sein, nach fast sieben Monat­en. Ein Wun­schtraum. Seit Anfang Sep­tem­ber erwarte ich eine Mel­dung vom San­ität­shaus, wie der Stand vom Bau ist. Wann wird der Roll­stuhl geliefert? Es meldete sich nie­mand. Also schrieb ich die Kun­den­be­treu­ung an, per Mail. Es gab keine Reak­tion.

Eine zweite Mail fol­gte und ich set­zte eine Frist von 48 Stun­den, wenn dann sich nie­mand meldet vom San­ität­shaus, würde ich mit der Krankenkasse kon­ferieren darüber. 48 Stun­den vergin­gen ohne Reak­tion. Jet­zt mag ein jed­er fra­gen, warum rufe ich dort nicht an? Warum sollte ich? Sind Mails nicht genau­so gut für die Kom­mu­nika­tion? Sie funk­tion­ieren, denn als ich nach 48 Stun­den dann meine Mail an die Krankenkasse schrieb und das San­ität­shaus in CC set­zte, bekam ich einen Anruf von einem Rehat­e­ch­niker.

Meine Mail bein­hal­tete auch den des­o­lat­en Zus­tand des beste­hen­den Roll­stuhls. Jet­zt wird erst­mal der alte Roll­stuhl repari­ert. Denn der hat­te mehrere Defek­te, unter anderem:

  • der Reifen­man­tel war so weit runter, dass schon der Schlauch an ein­er Stelle sich durch drück­te
  • die vorderen Fest­stell­brem­sen gin­gen nicht
  • eine Schraube an der Lehne war gebrochen
  • die Gas­druck­fed­er der Sitzschale bewegte sich selb­stätig

Für mich stellt sich dabei die FragDefekte Mantel vom Rollstuhle: Muss diese Reparatur die Krankenkasse zahlen? Sieben Monate warten auf einen neuen Roll­stuhl, dies war nicht das Ver­schulden der Krankenkasse. Ich habe diese Frage auch der Krankenkasse in der Mail gestellt. Eine Antwort von der Krankenkasse habe ich bish­er noch nicht. Und wo ist der neue Roll­stuhl? Dort, wo er vor einem Monat schon sein sollte: Bei der Mon­tage des Kraft­knoten­sys­tems.

Neben­bei: Für mich ist immer noch fraglich, warum der Reifen­man­tel beim Roll­stuhl nach zwei Jahren schon ohne Pro­fil sein kann. Ich fahr deut­lich mehr Kilo­me­ter mit den Fahrrad (min­destens 150 km im Monat) und dieser Man­tel ist top.

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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