Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Festbetrag & Co.: Buscopan supp, Antra mups

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Fest­be­trag – das wird wohl die “Zuzah­lung” Num­mer zwei. Die Spit­zen­ver­bän­de im Gesund­heits­we­sen legen den Preis fest und wenn das Medi­ka­ment dar­über ist, dann heißt es wohl Pech gehabt für den Kran­ken, wenn er dann sei­nen Eigen­an­teil dazu zah­len muss. Schließ­lich, so hieß ein­mal, wir wür­den zu wenig in unse­re Gesund­heit inves­tie­ren oder wie darf ich die­se Ent­wick­lung verstehen?Denn heu­te hieß es, als ich Buscopan hol­te am Vor­mit­tag für das Kind, ein Mit­tel gegen Bauch­krämp­fe: Sie zah­len 40 Cent Eigen­an­teil. Letz­tens beka­men wir es ohne Wenn und Aber.

Mei­ne Fra­ge war aber auch gleich an die Apo­the­ke­rin: Gibt es dafür eine Alter­na­ti­ve? Sie recher­chier­ten und am Nach­mit­tag erhielt ich das Ergeb­nis: nein. Da soll mir einer noch erzäh­len, es sei doch so ein gerin­ger Betrag, den kann man doch locker selbst tra­gen. Ja, und es sum­miert sich jetzt aber schon mit dem Antra mups und wann kommt das nächs­te Medi­ka­ment dazu? Und nicht zu ver­ges­sen, der Eigen­an­teil bei den Hilfs­mit­teln wie dem Win­ter­schlupf­sack oder die eige­ne Bril­le, wo es dann nur noch heißt: Die Kas­se zahlt einen gerin­gen Bei­trag zu, wenn …

Aber so folgt wohl gleich das Argu­ment, na sie bekommt doch Kin­der­geld. Ja und gesun­de Kin­der bekom­men auch Kin­der­geld und sind auf Medi­ka­men­te oder Hilfs­mit­tel in der Regel eben nicht angewiesen.

Nun für die Kos­ten­über­nah­me vom Antra mups habe ich heu­te eine Kin­der­ärz­tin gebe­ten einen Antrag zur Ein­zel­fall­erstat­tung zu stel­len, so wur­de es mir zumin­dest emp­foh­len. Mal sehen, ob auch ein Kli­nik­brief eine bes­se­re Wir­kung zeigt als nur ein Schrei­ben der Eltern. Und viel­leicht ist es auch das Voka­bu­lar, denn so man­cher berich­tet immer mal davon, dass erst die rich­ti­gen Schlag­wör­ter fal­len müs­sen, damit ein Antrag auch klappt.

Bei mir zumin­dest ist ein Schlag­wort gefal­len: Dis­kri­mi­nie­rung. Denn wenn auf­grund der Erkran­kung kein ande­res Medi­ka­ment mög­lich ist, außer eben jenes, zu dem man einen Eigen­an­teil zah­len muss, und es dann trotz­dem, begrün­det, kei­ne Kos­ten­über­nah­me gibt von den Kran­ken­kas­sen, dann ist dies eine ein­deu­ti­ge Benach­tei­li­gung, die durch die Erkran­kung ent­steht. Eine Benach­tei­li­gung, die auf­ge­ho­ben wer­den kann, wenn man die beson­de­ren Belan­ge berücksichtigt.

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