ich brauche einen Behindertenparkplatz”

Einen eigenen Parkplatz vor der Haustür, ein Traum, aber für einige Menschen ein Muss, um überhaupt mobil zu sein. Schließlich, jeder kennt sie, die Situation in den Wohngebieten: Du kommst von der Arbeit und findest keinen Parkplatz, zumindest nicht in den 50m Umkreis vor der eigenen Haustür. Ist man dazu noch gehbehindert und hat sogar einen Parkausweis für Behinderte, hilft ihm dieser im Wohngebiet auch nicht viel weiter. Der Grund, es gibt dort kaum einen öffentlichen Behindertenparkplatz, und wenn ja, dann nicht vor dem eigenen Haus. Denn diese sind am Rande der Einkaufsmeile, dem Supermarkt oder im Parkhaus.

50m "laufen" als GehbehinderteR zum Auto ist entweder eine Belastungsprobe, oder es klappt gar nicht und dann muss der Parkplatz bei einigen auch die Möglichkeit bieten, eine Rampe auszufahren für den Rolli. Was tun? Ein "eigener" Parkplatz muss her.

Punkt eins wäre, den Hausbesitzer oder die Wohngenossenschaft fragen, ob es Möglichkeiten auf dem Grundstück gibt. Wird dies verneint, dann bleibt die öffentliche Straße. Dafür muss man zum Straßenbauamt in seiner Stadt- oder Kreisverwaltung, zumindest bei uns in der Kommune Jena. Also dorthin, wo man auch den Ausweis für die Behindertenparkplatz erhält.

Aber wenn man kein solches Amt findet, so lohnt sich mit Sicherheit eine Nachfrage beim zuständigen Sozialamt oder dem Sozialverband, wie der VdK oder SoVD.

Dort darf man dann einen netten Antrag ausfüllen, wo das Ergebnis ist, eine Parkfläche wird für einen extra markiert, möglichst nah am eigenen Haus. Doch zu bedenken ist, dies ist nicht unbedingt kostenlos, also auch noch den Preis fragen und Punkt zwei, es steht auch der Ärger mit den anderen Anwohner ins Haus, die Behindertenparkplätze notorisch "übersehen", wo wieder die Frage auftaucht nach der Gelassenheit, wo ist sie bloß hin.

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Frage des Tages



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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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