Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Intensivkind & Pflegedienst: Die Genehmigung?!

I

Die Ver­ord­nung ist raus und Sie den­ken, Sie kön­nen sich zurück­leh­nen und suchen sich jetzt die Infos zusam­men, wie es sich lebt mit dem Pfle­ge­dienst unter einem Dach. Ach, was schrei­be ich. Sie ken­nen Ihre Kran­ken­kas­se und es gibt immer wie­der einen Berg an Brie­fen und trotz­dem wird Ihrem Kind dies oder jenes ver­wehrt. Und Sie wis­sen, eine Ver­ord­nung ist ein Antrag und da gel­ten immer noch gewis­se Spiel­re­geln bei Ihrer Kas­se, zumin­dest bei der jewei­li­gen Sachabteilung.

Ein Antrag, so spie­gelt es sich in mei­ner Erfah­rung wider, ist ein Stück weit mit gutem Wil­len ver­knüpft und gewis­ser (inter­ner) Richt­li­ni­en und der Sach­kennt­nis bei dem Men­schen am Schreib­tisch. Dabei kann man nicht ein­mal schluss­fol­gern, ob er posi­tiv oder nega­tiv beschie­den wird, dass bei einer depres­si­ven Wet­ter­la­ge mehr abge­lehnt wird, als wenn die Mit­ar­bei­te­rin gera­de vom Urlaub wie­der kommt. Ger­ne wür­de ich hier mit einer Stu­die glän­zen, aber ist nicht.

Also ein Antrag for­dert ein Ja, wir geneh­mi­gen oder leh­nen es halt erst mal ab. Dabei gibt es Kran­ken­kas­sen, wel­che die häus­li­chen Kran­ken­pfle­ge für den ers­ten Start auch ohne gro­ße Nach­fra­ge geneh­mi­gen und im Gegen­zug gibt es Kas­sen, da scheint häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge so sel­ten zu sein, als gäbe es die­se Leis­tung gar nicht. Also heißt es beim Antrag, schau­en Sie, zu wel­cher Kate­go­rie ihre Kas­se tendiert.

Folgt eine Ableh­nung, dann bedeu­tet dies aber nicht gleich, sich zu sagen, wird eh nichts und sie räu­men das gute Kaf­fee­pul­ver wie­der in den Schrank, was Sie für den ers­ten Tag mit Schwes­ter extra besorgt haben. Also nichts mit Kaf­fee oder doch? Der Wider­spruch kann auch hier ein guter Beglei­ter werden.

Sie bekom­men ein Nein von der Kas­se, dann for­dern Sie ein MDK-Gut­ach­ten an. Sagt die­ses auch Nein, wird es für die häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge schwie­rig. Nun, da der MDK nicht immer gleich bei einem zuhau­se an der Tür klin­gelt und er hat nicht, dann war es ein so genann­tes Gut­ach­ten per Akten­la­ge. Hier hilft es häu­fig noch, wenn Sie an der Begrün­dung fei­len. Die Not zu Hau­se müs­sen sie aus­ma­len, sprich, ohne Pfle­ge­dienst kann sich Ihr Kind sehr schnell in schwie­ri­ge Kri­sen manö­vrie­ren, bekommt kein Luft mehr, ohne Dienst ist die ärzt­li­che Behand­lung in Gefahr. Ist dies so deut­lich auf der Ver­ord­nung, dem Antrag, dann fehlt es viel­leicht an der Aus­sa­ge, dass sie die Pfle­ge aber nicht mehr über­neh­men kön­nen. Sie sind ein Laie, Sie packen es ein­fach nicht und kön­nen es fach­lich nicht, Sie müs­sen arbei­ten gehen, Sie müs­sen die Geschwis­ter­kin­der betreu­en und und und. Hilft dies auch nicht wei­ter, dann bleibt wohl nur die Fra­ge, ob man sagt, okay, ist so. Oder Sie bemü­hen sich jetzt um einen guten Rechts­an­walt im Sozi­al­recht. Klä­rend kann aber auch schon eine Anfra­ge bei den INTEN­SIV­kin­der zuhau­se e.V sein.

Ein Anwalt, puh, da tickt es einem ganz schön im Kopf. Es wird wohl nie etwas wer­den mit der Hil­fe für ihr beatme­tes Kind und einer Betreu­ung, die die bestehen­de Gesund­heit sichert. Und Sie wer­den wohl kei­ne Ant­wort fin­den dar­auf, ob Sie der Schwes­ter, falls sie denn mor­gens kommt, über­haupt einen Kaf­fee anbie­ten müs­sen. Ein guter Anwalt, schwer zu fin­den, doch die­ser kann Ihnen even­tu­ell auch sagen, ob das Anlie­gen ihres Kin­der­arz­tes, häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge für Ihr Kind zu ver­ord­nen, eine oder kei­ne Grund­la­ge besitzt oder ob man die schwie­ri­ge gesund­heit­li­che Not und die not­wen­di­ge fach­li­che Hil­fe ein­fach nicht wahr­ha­ben möch­te bei der Kran­ken­kas­se. Schließ­lich, der häus­li­che Pfle­ge­be­such trägt so sei­ne Kos­ten mit sich.

Sie brau­chen kei­nen Anwalt, ihr Arzt und der Pfle­ge­dienst haben es gut gemeis­tert, der ers­te Dienst kann begin­nen. Aber was sie hier beach­ten müs­sen oder nicht, das folgt beim nächs­ten mal.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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