Petition zur Sicherung der Physiotherapie in der Kita

Gestern per Fax, heute in den Briefkasten der gelben Post - Die Petition an den Thüringer Landtag ist raus. Und warum? Nun, mit einem behinderten Kind erfährt man nicht nur immer etwas Konfrontation mit Amt & Kasse, sondern manchmal kommt der Ärger auch durch eine Änderung von Rahmenverträgen, die zwischen den verschiedenen Trägern, wie Krankenkassen oder Gemeinde- und Städtebund, geschlossen werden. Eben wie dieser Landesrahmenvertrag für Frühförderung. Dass dieser etwas problematisch ist, habe ich schon mal berichtet. Was uns Eltern dabei aber am meisten schmerzt, ist die Streichung von fest angestellten Physiotherapeuten in den integrativen Kitas.

Na Streichung wäre zu viel gesagt. Der Kita kann immer noch Therapeuten beschäftigen, doch wird diese nicht mehr mit den Krankenkassen ab 2009 abrechnen können, voraussichtlich. Denn, wie wir Eltern auch halt sind, uns fiel mit auf (also anderen in dem Bereich auch), dass die alte Rahmenvereinbarung, ursprünglich geschlossen 1993, nicht so einfach ins Nirwana verschwinden kann. Laut unserem Rechtsverständnis müsste sie erst gekündigt werden gegenüber der LIGA der freien Wohlfahrt, da diese im Landesrahmenvertrag nicht unterschrieben hat, aber im alten und, weil dieser neue Rahmenvertrag sich auf die ambulante Frühförderung bezieht, also darin die Versorgung in den teilstationären, integrativen Kitas nicht “verhandelt“ wird.

Ob unsere Rechtsauffassung stimmt? Ich hoffe es, denn dies könnte die Stelle der Heilmittelerbringer, also unserer Physiotherapeutin, in der integrativen Kita sichern. Zumindest habe ich jetzt erstmal eine Petition an den Thüringer Landtag gesendet. Ob das Erfolg hat? Wir werden sehen, schließlich ist es die dritte Petition seit dem Intensivkind(-Blog) und irgendwann muss man doch mal beim Ausschuss auch was ”ernten“. Auch hoffe ich, dass es noch andere Eltern gibt, die sich an das Land wenden.

Tag: 
Therapie
Recht - Pflicht
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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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