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Ungleichheit im Leben mit Behinderung

Ist ein Kind behin­dert und pflegebedürftig, so kann die Fam­i­lie von dem Kind schnell an ihre Gren­zen kom­men, auch an den wirtschaftlichen. Das The­ma soziale Ungle­ich­heit kann sich hier deut­lich äußern.

Auch wenn wir in ein­er Zeit angekom­men sind, in der die Inklu­sion von Men­schen mit Behin­derung um geset­zt wer­den soll, heben die aktuellen Schritte noch nicht die soziale Benachteili­gung von Men­schen mit Hand­i­cap und deren pfle­gen­den Ange­höri­gen auf. Für viele Fam­i­lien wird die Pflege und Betreu­ung eines (schw­er) behin­derten Kindes zu einem Armut­srisiko in der aktuellen Pfle­ge­si­t­u­a­tion und für das Rentenal­ter.

Die soziale Ungle­ich­heit hebt sich nicht ein­fach auf, wenn die Men­schen mit Behin­derung die gle­ichen Rechte haben wie die „anderen“ Nicht-Behin­derten. Sie haben die gle­ichen Rechte, deren Wahrnehmung und Durch­set­zung sich wiederum ein­schränkt durch die eigene Geschäfts­fähigkeit. Nein, ich musste ler­nen, bei ein­er Gle­ich­stel­lung geht es um den Zugang zu den Räu­men des gesellschaftlichen, kul­turellen und öffentlichen Lebens. Men­schen mit Hand­i­cap haben das Recht die gle­iche Zugangsmöglichkeit zu erhal­ten zu allen Bere­ichen des Leben wie die „Nicht-Behin­derten“. Seien es in den Schulen oder Kitas, die Uni­ver­sitäten, den Kranken­häuser, Ämtern, Museen, The­aters, Wahlbüros und und.

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Intensivkind & Sommerferien: Zwei Wochen mit Bruch

Die Som­mer­fe­rien vom Inten­sivkind waren durchge­plant. In jed­er Woche gab es für sie gute Pflege und eine päd­a­gogis­che Führung und Förderung. Ob im Kinder­hos­piz oder im Hort und dann kam zwei Wochen vor den Ferien eine Betreu­ungsab­sage. Die Grund­lage unser­er voll­ständi­gen Pla­nung bekam Lück­en. Der fam­i­lienent­las­tende Dienst der Behin­derten­hil­fe hat unser Kind wieder aus­ge­plant. Sie hät­ten uns nicht erre­icht für weit­ere Absprachen. Unsere Tele­fon­num­mer hätte nicht ges­timmt. Okay, nicht okay.  Die Erk­lärung war / ist für uns nicht schlüs­sig, alter­na­tiv hat­ten sie unsere Postadresse. Wir ver­standen nicht, warum sie nicht in das Ferien­pro­jekt des Dien­stes mit einge­plant wurde. Ich war irri­tiert und bestürzt. Schließlich gibt es keine Alter­na­tive für diese zwei Wochen Som­mer­fe­rien, keine alter­na­tiv­en Ferien­pro­jek­te für ein schw­er­st­mehrfach behin­dertes Kind.  Das Inten­sivkind wird zuhause bleiben müssen.  Weit­er­lesen

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Inklusion zur Schulpflicht — Ferien, dann zahle selbst? II.

Wir sind in Thürin­gen, in Jena mit­ten in den Oster­fe­rien und die erste Aufre­gung um die Finanzierung der Ferien­be­treu­ung von den behin­derten Schulkindern hat sich bei uns beruhigt. Zuvor war unklar, ob die Betreu­ung dieser Kinder von der Kom­mune und/oder den Eltern finanziert wer­den muss. Doch wer­den für die Oster­fe­rien als Über­gangsweg die Kosten von der Kom­mune über­nom­men, so die OTZ Jena vom 22.03.13, und als näch­ster Schritt soll ab dem Som­mer eine „richtige“ Betreu­ungslö­sung gefun­den wer­den. Wenn ich den Bürg­er­meis­ter richtig ver­stand, soll für die Fam­i­lien eine gute Lösung erar­beit­et wer­den, die aber über die Entschei­dungs­gremien der Stadt­poli­tik abgeschlossen wer­den muss und dem Sozialge­set­zbuch gerecht wird.

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Inklusion zur Schulpflicht – Ferien, dann zahle selbst?

Die Inte­gra­tion in Jena klappt sehr gut, so am Beispiel vom Inten­sivkind, wenn wir lesen oder hören von Eltern aus anderen Gegen­den der Repub­lik*. Jena kön­nte “Vorzeiger” sein, doch was ist mit der Ferien­be­treu­ung der inte­gra­tiv­en Schulkinder? Keine guten Nachricht­en, wie ich von anderen Eltern hörte.

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Jena: Beirat für behinderte Menschen

Behin­derten­poli­tisch bewegt sich wieder etwas: Es soll in Jena ein Beirat für behin­derte Men­schen gegrün­det wer­den. Die Infover­anstal­tung find­et am Don­ner­stag, 12. Mai, 17.30 Uhr im Beratungsraum des tech­nis­chen Rathaus­es, Am Anger 15 (Erdgeschoss) statt.

Ziel oder der Sinn des Beirats soll es sein sich für bessere Lebens­be­din­gen von Men­schen  mit Behin­derung einzuset­zen und das die Schlag­wörter Teil­habe, Selb­st­bes­tim­mung und Inklu­sion umge­set­zt wer­den. Wäre schön – ich hoffe, der Beirat geht auch die Wohn­si­t­u­a­tion in der Stadt an und wirkt dahin auch, dass bezahlbare bar­ri­ere­freie Woh­nun­gen deut­lich mehr wer­den. Ein wichtiger Schritt, um über­haupt das Schlag­wort “Selb­st­bes­tim­mung” um zu set­zen.

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Neues Hartz IV – Behinderte benachteiligt

Tre­f­fend­ere Worte lassen sich wohl schw­er find­en, wenn man die neuen Änderun­gen beim Hartz IV beurteilen möchte:

Behin­derte, die nicht allein leben kön­nen und daher offen­sichtlich auf Hil­f­s­mit­tel aller Art angewiesen sind, die längst nicht mehr alle von der Krankenkasse bezahlt wer­den; Behin­derte, die mit den Eltern zusam­men leben, welche sich oft ihr Leben lang um ihr Kind küm­mern und dafür sehr, sehr oft einen eige­nen Beruf, entsprechende Einkün­fte aufgegeben haben; … – Behin­derten also wer­den die Leis­tun­gen gestrichen,” aus der­Fre­itag: Hartz IV. Behin­dert­er zahlen drauf. vom 25.2.1011

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Behindertenhilfe in Bulgarien

Da heißt in einem Artikel der Sud­west Presse vom 27.09.2010 “Eine stille Katas­tro­phe inmit­ten Europas”:

238 behin­derte Kinder sind dem­nach in den ver­gan­genen zehn Jahren in bul­gar­ischen Heimen gestor­ben – unter­ernährt, ver­wahrlost und erfroren in ein­genässten Bet­ten.”

Trau­rig und ich finde keine Worte, nur eine Assozi­a­tion jagt sich durch meinen Schädel: Die Gesund­heit­sre­form. Sicher­lich etwas sehr über­spitzt, doch weiß man eben auch, wenn es ums Geld geht, da wird auch an Leis­tun­gen ges­part, die die Ver­sorgung von schw­erkranken und / oder behin­derten Kinder schw­er beein­trächti­gen kann. Man braucht nur an die Ablehnung­sprax­is bei den Hil­f­s­mit­tel denken.

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Der neue Bundespräsident und die Behindertenhilfe

Erwartun­gen an einem “solchen” Amt, dem Bun­de­spräsi­den­ten, gibt es viele, auch wenn die poli­tis­che Wirk­samkeit in Rich­tung Umset­zung immer so eine Sache ist. Da ist es doch vielle­icht sin­nvoller, wenn Ein­er oder Eine das Amt ein­nimmt, welche/r in der “aktiv­en” Par­la­ments­demokratie nicht tätig ist.

Warum? Herr Wulff, der neue Bun­de­spräsi­dent, betont seinen Ein­satz für Men­schen mit Behin­derung, doch zeigt der aktuelle Beitrag “Wulff engagiert für behin­derte Men­schen?” von Key­van Dah­esch auf fr-online.de (29.6.2010) ein anderes poli­tis­ches Wirken in der Ver­gan­gen­heit bei ihm auf.

Und was macht eigentlich ein Bun­de­spräsi­dent, der Min­is­ter­präsi­dent war, nach sein­er Amt­szeit. Geht er dann wieder in sein altes Amt oder eben in die Tätigkeit als Par­la­men­tari­er zurück? Wie sieht dann die Poli­tik aus?

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Wer hat nun Recht – Behindertenpolitik in Thüringen

In der Sache um die KiTa-Gebühren, den Eltern­beitrag, wer­den einem nicht nur Steine oder Hür­den in den Weg gelegt, um eine gute Lösung zu find­en, nein es kommt viel schlim­mer. Es find­et sich kein Ver­ant­wortlich­er. Das Land ver­weist auf die Träger, denn es hätte sich ja nichts geän­dert und die Träger ver­weisen, soweit ich erfuhr, wieder aufs Land mit der Begrün­dung, wie es die Volk­sol­i­dar­ität sieht:

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