Hausmann und die Frage der Definition

Kom­men wir zum Haus­mann und der Frage, wie definiert sich eigentlich Haus-Mann. Nun, das let­ztere Wort ist sicher­lich jedem in der Vorstel­lung wie auch physisch bekan­nt, wenn es einen nicht sog­ar selb­st trifft. Doch die Sache mit dem Haus davor macht ein wenig Prob­leme. Da schauen wir mal zur Haus­frau und dort wer­den wir ein wenig schlauer. Es ist eine Berufs­beze­ich­nung und meint damit die Führung des Fam­i­lien­haushaltes, let­z­tendlich auch der Hauswirtschaft.

Doch an sich, so war es früher, war die Haus­frau die Man­agerin des bürg­er­lichen Haus­es. Sie leit­ete die Knechte an, sagte der Magd, was zu tun sei. Sie war also der Vor­stand vom Ort Haus und doch, früher, lag die Hausar­beit auch beim Mann. So ste­ht es zumin­d­est geschrieben bei lexi-tv.de Und weit­er erfahren wir dort, dass das jet­zige Bild der Haus­frau erst im 19. Jahrhun­dert ent­stand. Was sich für meine Begriffe beißt mit dem Klis­chee über die tra­di­tionelle Haus­frau. Und das heutige geprägte Bild ist dann auch gle­ich ver­bun­den mit einem Minus im Hausvor­stand, das ist dann der erwerb­stätige Mann, aber dafür „gewann“ sie die Auf­gabe der Kinder­erziehung und die ganze Hausar­beit für sich alleine. Selb­st leichte Klemp­n­er­di­en­ste wie die Reparatur des Wasser­hahns meis­tert sie mit ihren Hän­den. Dies war let­z­tendlich wieder von Nutzen, wenn dann der Mann abkom­mandiert wurde an die Front und dort sein Leben ließ.

Jet­zt fragt man sich sicher­lich: Wie ent­stand eigentlich das Ganze mit der Frau zu Haus? Eine Antwort find­et sich bei der begin­nen­den Indus­tri­al­isierung, also 19. Jahrhun­dert. Zu der Zeit nahm die Arbeitssteilung zu und die Frau wurde so aus der Erwerb­stätigkeit gedrängt. Sicher­lich nicht bei den Arbeit­er­fam­i­lien, wenn man den Zeit­doku­menten glauben kann, aber beim (Klein-)bürgertum in der Stadt kön­nte man es sich schon gut vorstellen.

Und was ist der Lohn des Ganzen, also des Haus­frauen-Daseins? Nun, Geld gibt es keins, es sei denn, der Mann zahlt die Arbeitsstun­den Hausar­beit aus, was sich für meine Begriffe komisch anfühlen würde. Aber auch wenn es so wäre, würde dabei das Prob­lem der gesellschaftlichen Anerken­nung der Hausar­beit trotz­dem beste­hen bleiben: Die geringe Wer­tigkeit der Hausar­beit und hinzu wenn dies die Haus­frau oder der Haus­mann ohne einen „Neben­job“ alleine betreibt, set­zt es sie als Per­son bei anderen herab.

Und was ist nun der Haus­mann. Kurz, er ist „das selbe“ wie die Haus­frau, bloß gepackt in einem anderen Kör­p­er. Und dass Män­ner auch Kinder erziehen oder ein Haus führen kön­nen, wis­sen wir nicht, erst seit­dem es einige Jungs in den Erzieherberuf zieht, son­dern schon aus dem Haus­märchen wie: „Die kluge Else“. Ja, da wird jet­zt jed­er sagen, was für ein Märchen. Da sag ich: Nun, wenn früher die Frau am Kinds­bet­tfieber gestor­ben war, blieb dem Manne nichts anderes übrig, wenn nicht ger­ade ihre Schwest­er zu Hand war oder eine andere Frau scharf war auf seinen Hof.

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