Untätigkeit zur Inklusion in Jena

Fahrrad im Zug

Die einen fei­ern einen Online-Inklu­si­ons­kon­gress, so lese ich, und die ande­ren star­ren auf den Brief­kas­ten, und war­ten mit der Fra­ge: Wann denn end­lich der Bescheid der Kom­mu­ne kommt. Einer der, je nach Behin­de­rung, über eine Basis für die Inte­gra­ti­on urteilt: die Schulbegleiter.

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Windellieferung erschwert die Kommunikation im Drama

Windeln in Blau

Im Urin der Win­deln zu schwim­men, dass es über­läuft ins Bett, in den Roll­stuhl­stuhl – ein Gesche­hen, was die Pfle­ge schwer macht. Da fra­ge ich mich wie­der­holt, ob wir pfle­gen­den Eltern noch­mals „ler­nen“ sol­len: Pfle­ge macht kein Spass.

Mit unse­rem Win­del­lie­fe­ran­ten kom­men wir nicht so über­ein. Zuletzt war es mit Lie­fe­rung im März 2019 eine Umstel­lung der Hart­mann-Win­deln, die im ers­ten Test nicht die bis­he­ri­ge, benö­tig­te Qua­li­tät zeigten. 

Jetzt läuft der Dauertest.

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Graue Zeit im Winterblues – Fotografieren lernen

In der Hütte schreibend

Die graue Jah­res­zeit und die Pfle­ge sind schon zwei, die mich schnell blo­ckie­ren wol­len, raus zu gehen. Eine Stun­de, heißt es, soll am Tag hel­fen, um den Win­ter­blues zu lösen. Doch die Pflege … 

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Fotografie – Auszeit von der Pflege

Medikamente Flaschen in SW

Über 14 Jah­re sind wir als Vater, als Mut­ter in der Pfle­ge unse­rer Toch­ter gefan­gen. Gefan­gen ist ein schwe­res Wort und nimmt die Ver­ant­wor­tung der Fra­ge ab: Haben wir uns nicht dafür ent­schie­den, unse­re schwer erkrank­te Toch­ter Zuhau­se zu pflegen? 

Dies stimmt, wir haben damals dem ja gesagt, wie es ver­mut­lich vie­le jun­ge Eltern ent­schei­den wür­den, wenn sie ihr Baby auf dem Arm tra­gen und nicht wis­sen, wie die Zukunft wird. 

Eben wel­che Last eine täg­li­che Schwerst- und Inten­siv­pfle­ge mit sich bringt.

Was es für eine Last ist, spür­te ich deut­lich bei unse­rem ers­ten Auf­ent­halt in einem sta­tio­nä­ren Kin­der­hos­piz, damals 2007 in Ham­burg. Denn plötz­lich fällt die­se täg­li­che Pfle­ge­ar­beit weg und wir schlie­fen die ers­ten Tage dort lang und viel. 

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Gefangen Zuhause mit defekten Absauggerät

20181220

Ich trug die Idee Euch ein gutes Jahr 2019 zu wün­schen ohne Anhang aus der häus­li­chen Inten­siv­pfle­ge, ein­fach so. Doch das Absaug­ge­rät, die mobi­le, blieb heu­te Nach­mit­tag plötz­lich still. Wir schal­te­ten sie ein und aus, immer wie­der. Sie blieb still.

Okay oder eben nicht, denn es bedeu­tet wir sind jetzt Zuhau­se gefan­gen, denn Linn, unser Inten­siv­teen, hat nur ein mobi­les Absaug­ge­rät, wel­ches mit Akku betrie­ben wird. Ohne ein sol­ches Gerät geht es nicht raus. Die mor­gi­gen Wege zum Arzt und zur Apo­the­ke wer­de ich wohl anders planen. 

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Pflege und Musik – Der Song bei der Intensivpflege – KW 1518

20180415

Der Song der Woche – wir hat­ten eine klei­ne Pau­se, bewusst gesetzt oder unbe­wusst. Die letz­ten Wochen nagen an unse­ren Res­sour­cen, was sich aber bedingt durch die Grip­pe­wel­le, durch die … 

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Pflege und Musik // Der Song bei der Intensivpflege – Woche 41

Letz­te Woche waren wir im Kin­der­hos­piz Burg­holz (Wup­per­tal) – eine Woche und kei­ne Pfle­ge­ar­beit im Pfle­ge­Zim­mer, kein Song bei der Inten­siv­pfle­ge. Es war ein schö­ner Auf­ent­halt – es war ein … 

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Pflege und Musik // Der Song bei der Intensivpflege – Woche 40

Eine Band, die uns, die mich schon län­ger beglei­tet: Gus Gus. Dem einen ist sie bekannt, dem ande­ren nicht. Es ist ein gut tanz­ba­rer elek­tro­ni­scher Sound, der so man­che Pflegemaßnahme … 

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Pflege powert aus – ein Jobwechsel?

Es ist ein trau­ri­ges Kapi­tel – die Mehr­heit der Pfle­gen­den lei­de unter kör­per­li­chen Beschwer­den. In einem aktu­el­len Arti­kel von Biblio­med­Pfle­ge heißt es:

Aus­lö­ser die­ses Stres­ses sei­en zu viel Büro­kra­tie, Doku­men­ta­ti­on, Arbeits­ver­dich­tung und zu wenig Zeit pro Pati­ent.“ (aus „https://​www​.biblio​med​-pfle​ge​.de/​a​l​l​e​-​n​e​w​s​/​d​e​t​a​i​l​a​n​s​i​c​h​t​/​32678​-​m​e​h​r​h​e​i​t​-​d​e​r​-​p​f​l​e​g​e​n​d​e​n​-​l​e​i​d​e​t​-​u​n​t​e​r​-​k​o​e​r​p​e​r​l​i​c​h​e​n​-​b​e​s​c​h​w​e​r​d​en/Abruf 2.7.2017

Trau­rig, letzt­end­lich ist und kann die Pfle­ge ein erfül­len­der Beruf sein. Ein Job, in dem viel gestal­tet, bewirkt wer­den kann und mit dem die Pfle­gen­den auch alt wer­den könn­ten. Doch nach aktu­el­len Stand zeigt die Daten­la­ge zur Gesund­heit der Pfle­gen­den eine ande­re Richtung.

Ein Wech­sel des Arbeits­plat­zes – wäre dies die Lösung? Ja und Nein, schließ­lich muss ich fol­gen­de Fra­gen im Blick haben und sie brau­chen eine Ant­wort, zumin­dest eine Ten­denz der Antwort:

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Linn sucht Pflegefachkraft in Jena

Mit Krise startet der Herbst

Der Start in den Herbst war nicht geglückt oder viel­leicht doch? Wir haben eine Kri­se über­stan­den, auf die wir hät­ten ver­zich­ten kön­nen, die wir nicht brauch­ten. Mit­te Sep­tem­ber bekam unser Inten­siv­kind eine Lun­gen­ent­zün­dung und weil dies nicht reicht, zeig­te die Epi­lep­sie ein­mal mehr, was sie leis­ten kön­ne. Eine Kri­se, die klar stell­te, mit der Schu­le ist erst­mal Schluss und die Inten­siv­sta­ti­on könn­te der nächs­te Weg sein. Könnte.

2013-10_tambach-d_01 Fie­ber, zwei­stünd­li­che Inha­la­tio­nen, ein wei­te­res Anti­epi­lep­ti­kum, ein Anti­bio­ti­kum und Sauer­stoff bestimm­ten den „neu­en“ Tages­ab­lauf. Zum Glück fiel kei­ne Pfle­ge­fach­kraft durch eige­nes Krank aus, denn unser All­tag (Beruf und Geschwis­ter­kind) muss­te auf­recht erhal­ten wer­den. Dies raub­te Ener­gie, denn wenn wir nach Hau­se kamen muss­ten die „Regie­an­wei­sun­gen“ im häus­li­chen Inten­siv­Zim­mer neu geord­net, über­prüft und auf­ge­tre­te­ne Feh­ler nach­ge­bes­sert werden.

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Intensivkind – Geschwister: Im Spiel

Ein Geschwis­ter­kind vom Inten­siv­kind – es ist wahr­lich kei­ne ein­fa­che Auf­ga­be. Da rede ich nicht vom The­ma “Schat­ten­kind”, wenn das Geschwis­ter­kind auf­grund die Erkran­kung des Inten­siv­kin­des wenig Auf­merk­sam­keit erhält und sei­ne Wün­sche wie Bedürf­nis­se zurück stel­len muss. Dies geht schnell, wenn die Mut­ter mit dem Inten­siv­kind lan­ge Zeit im Kran­ken­haus “ver­schwin­det” und sich alles um das Inten­siv­kind “dreht”. Das ist ein Thema.

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Lungenentzündung@home II.

Nicht alles lässt sich mana­gen in der häus­li­chen Inten­siv­kran­ken­pfle­ge – dies könn­te jetzt mein Fazit sein. Ich grei­fe vor­weg – der gest­ri­ge Abend war weit ent­fernt vom ritua­li­sier­ten Sonn­tag­abend. Kein Tat­ort, die Uhr zeig­te, jetzt wäre der Mord im Film schon gewe­sen, und die Madame offen­bar­te eine schlech­te Sauer­stoff­sät­ti­gung, trotz stei­gen­den Sauer­stoff­fluss. Die Lage­rung zur bes­se­ren Beatmung brach­te auch kei­ne Wir­kung auf die Sauer­stoff­sät­ti­gung laut Puls­oxy. Was blieb, es war der Anruf auf der Inten­siv­sta­ti­on, der Ret­tungs­leit­stel­le und die Fahrt ging mit ihr in die Klinik.

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Intensivschaf – Intensivmedizin im Kinderzimmer

Kuschelschaf mit Trachealkanüle und Blutdruckmessung

Für ein Geschwis­ter­kind eines Inten­siv­kin­des reicht das übli­che Arzt­spiel­zeug nicht aus. Es muss schon die Inten­siv­me­di­zin mit ver­tre­ten sein, also in unse­rem Fall die Tra­che­al­ka­nü­le, Hal­te­bänd­chen und die Gänsegurgel. 

Außerklinische Intensivpflege, Angehörige und das Psychiatrische

Sind Sie als Ange­hö­ri­ger eines außer­kli­ni­schen beatme­ten Pati­en­ten auch psych­ia­trisch erkrankt? Nein!? Sie wol­len es nicht wahr­ha­ben, wie ich. Denn ich muss­te in einer Fach­ar­beit zur außer­kli­ni­schen Beatmungs­pfle­ge erfah­ren, dass dem so sei. In die­ser Arbeit wur­de nicht ein­fach aus­ge­sagt, dass Zuge­hö­ri­ge von lang­zeit­be­atme­ten Pati­en­ten psych­ia­trisch erkran­ken kön­nen. Eine Aus­sa­ge, die ich ohne Beleg akzep­tie­ren könn­te. Son­dern es wur­de mit den drei Wör­tern «sind meist auch» die­se Hypo­the­se gene­ra­li­siert. Aber es fehlt der Fach­ar­beit der Beleg einer wis­sen­schaft­li­chen Erhe­bung darüber.

Wie gesagt, die Grund­aus­sa­ge klingt für mich stim­mig. Aus eige­ner Erfah­rung mit Eltern von Inten­siv­kin­dern, beruf­lich und durch die Selbst­hil­fe, kön­nen Zuge­hö­ri­ge unter­schied­lich betrof­fen reagie­ren auf ihre jet­zi­ge Lebens­si­tua­ti­on. Pro­ble­me wie Nie­der­ge­schla­gen­heit, Kraft­lo­sig­keit oder Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che wer­den von dem einem oder ande­rem geäußert.

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status epilepticus

Die­se Woche, wie auch die davor, war kei­ne gute Zeit für das Inten­siv­kind. Nach zwei­ein­halb Jah­ren ambu­lant und Kin­der­hos­piz muss­te sie wie­der in die Kli­nik auf die Inten­siv­sta­ti­on. Die Epi­lep­sie hat­te jetzt das Kind voll­kom­men in ihren Besitz genom­men. Sie krampf­te ununterbrochen.

Da bewegt einem schon die Angst, ob und wie viel sie dadurch wei­ter geschä­digt wird. Aber nicht nur die­ser Gedan­ke bewegt einem, son­dern auch, was ist, wenn sie dort gar nicht mehr raus kommt?

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