Ja, wenn der Nachtdienst erkrankt

Gestern hätte es fast wieder geklappt: Wieder eine Nacht ohne Pflegedienst. Aber eben nur fast. Doch was jammerst du herum? Ich jammere nicht, schließlich hätte ich ja am Tag immer mal ein Nickerchen halten können, ob mit oder ohne Kind. Schließlich ist sie ja eine gute Zeit in der Kita. Ja, warum nicht, der Haushalt macht sich auch von alleine, das Telefon achtet genauso auf deinen Schlaf wie die Beatmungsmaschine und warum soll man denn noch was für sich schaffen, für sein berufliches Vorankommen?

Schließlich, man hat ein behindertes Kind und das füllt das Leben von A bis Z aus und dies um so mehr, je schwerer die Behinderung. Wozu noch Zeit für sich, für seine eigenen Lebenspläne? Wozu? Stopp! Die Nacht war abgedeckt. Was in den ersten Abendstunden leider nicht so aussah. Eine Schwester kam, sie sah etwas kränklich aus, was uns am Anfang nicht störte. Doch mussten wir dann einen Schnitt machen mit ihrem Nachtdienst. Es ging nicht und somit ging sie, um, hoffentlich, schnell wieder zu Kräften zu kommen. Dann wurde es im IntensivZimmer etwas stiller, aber nicht lange. Bevor die erkrankte Schwester ging, hatte sie ihre "Background-Schwester" aktiviert, die dann auch bald aus der dunklen Kälte auftauchte.

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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