Politik

Blick auf die Beatmung

Intensivpflegegesetz – ein Gesetz für 0,03 Prozent der Bevölkerung

Am Freitag, den 19.11, war es so weit. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die erste „Vollendung“ der Richtlinie zum Intensivpflegegesetz (IPreG) bekannt gegeben. Laut der Quelle KAI folgt der Text nach.

IPreG – was ist das?

Einige Politiker:innen meinten, wir bräuchten ein Gesetz zur Regelung der außerklinischen Intensivpflege für gut 27.000 schwer kranke Menschen.

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Oh Schreck, Assistenz ins Krankenhaus, nicht Pflege

Die letzten beiden Jahre sind keine Glücksjahre. Nicht weil wir lebensbedrohliche Krisen mit unserem Intensivkind, der IntensivLady, erleben oder ein Virus unseren Alltag stört, ihn verbrennt zu „es war einmal“. Nein, es ist der Gesetzgeber, die Gesundheitspolitik.

Erst kam das Intensivpflegegesetz (IPreG), dann eine Pflegereform ohne gute Zutaten für uns pflegenden Angehörigen und jetzt die soll „kommende“ Regelung zur Assistenz im Krankenhaus.

Die Verbände wie die Lebenshilfe und der BvKM applaudieren zum Gesetz für die Assistenz im Krankenhaus. Kritik, wo ich lese, kam von Forsea und dem SoVD. Und ich habe Bauchweh.

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2016 – Das Aus der unabhängigen Patientenberatung

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wird, so die aktuellen News, 2016 nicht mehr finanziert werden von den gesetzlichen Krankenkassen. Damit steht die UPD vor dem Aus. Stattdessen soll das Call-Center Sanvartis diese Beratung übernehmen. Laut einer Petition bei Change.org ist damit eine unabhängige Beratung der Patienten vorbei, denn Sanvartis arbeitet schon „regulär“ als Call-Center für die Krankenkassen und der Pharmaindustrie.

Wer gegen diese Entscheidung sein Veto einlegen will, sollte die Petition unterstützen. Ein Veto gegen diese Entscheidung ist nötig, denn die Voraussetzung für eine gute Beratung ist die Unabhängigkeit von Leistungsträgern und Leistungserbringern.

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Mehr Pflegegeld – weniger Pflegegeld

In der letzten Pflegereform zum 1.1.2015 wurde auch das Pflegegeld erhöht. Wer aber über das Pflegegeld seine Pflege von einem Pflegedienst empfängt, wird in einigen Gebieten Deutschlands erfahren haben: Die Preise der Pflegeanbieter haben sich mehr erhöht als das Pflegegeld:

„Berechnungen des PKV-Verbands zufolge sind die Pflegekosten im Schnitt um 107 Euro gestiegen, die Leistungen in der Pflegestufe 3 haben sich um 62 Euro erhöht.“ aus: NRW hat die teuersten Pflegeheime. https://www.station24.de/news/-/content/detail/11806502 Abruf: 15.4.15

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Neues Pflegezeitgesetz nichts für Pflegende

Das neue Pflegezeitgesetz kommt jetzt und was ändert sich für mich als langjährige Pflegeperson? Ich vermute, mir bringen die Neuerungen nichts. Ich vermute weiter, auch für die vielen anderen langjährigen Pflegepersonen hat es keine Auswirkung und ich stelle die Hypothese: Gerade für die Langzeit-Pflegepersonen wären hier Änderungen wichtig gewesen.

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Was kostet die Pflegestunde: Wahlrecht des Patienten

Wie ich las bei PPM, ist die Vergütung der Pflegeleistung nach Zeit mit der Pflegereform 2014/15 gestrichen. Sie ist nicht mehr im Programm.

Was ist Vergütung nach Zeit?

Mit der letzten Reform waren die Pflegedienste verpflichtet ihre Leistungen auch mit einem Zeittarif anzubieten oder kurz: Die Pflege kostet pro Stunde den Betrag X. Die Redaktion von PPM findet die Abschaffung der Zeitvergütung einen guten Schritt. Ich selbst sehe es aus folgenden Gründen anders:

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Pflegende Angehöriger nur Kümmerer oder mehr als das

Ich bin eine eingetragene Pflegeperson und bei „good-care.de“ wurde mein Rolle erweitert oder eingeschränkt. Je nach dem, welche Blickwinkel ich einnehmen will: Ich sei ein Kümmerer. Als Laienpflegekraft pflege ich nicht, sondern kümmere mich, denn als Laie in der Pflege würde ich nicht das unter Pflege verstehen, was die professionellen Pflegefachkräfte als Pflege ansehen.

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Behinderung & Krankenhaus: Belange der Betroffenen berücksichtigen!

Der deutsche Ethikrat hatte die Woche die vorkommende schlechte Krankenhausversorgung von Behinderten kritisiert. Zurecht und begrüßenswert, denn es ist ein Grund, warum wir und andere mit einem Intensivkind versuchen die Kliniken zu vermeiden: Was durch den Pflegedienst Zuhause geleistet wird, kann in der Klinik durch den Personalschlüssel in vielen Fällen nur unzureichend umgesetzt werden. Dieser Fakt wurde uns in der letzten Krise im Kinderhospiz vor 14 Tagen wieder bewusst.

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Pflegevollversicherung

Der Weg zu einer Vollversicherung der Pflege und keine „Teilkasko“ ist zu begrüßen. Sicherlich, diese Leistung wird es nicht zum Nulltarif geben. Es muss bei der Idee klar sein, die Pflege eines Angehörigen wird zu einem Armutsrisiko für die Pflegenden. Eine Vollversicherung bei richtiger Ausgestaltung dieser wird zu einer sozialen Absicherung der Familie. Denn wer pflegt, muss in vielen Fällen seinen Job verlassen und bei fehlenden Einkommen und Vermögen bleibt nur das ALG 2 oder Hartz  IV. Gut, gut, es gäbe das Pflegegeld. Ein kleiner Betrag gegenüber einen Facharbeiterlohn. Wenn dann noch bei einer Schwerstpflege Pflegedienst eingekauft werden muss, dann bleibt vom Pflegegeld nicht viel übrig. Die Idee, ich pflege meine Mutter oder Tochter zu Hause, wird zu einem finanziellen Alptraum. Der Ausweg Pflegeheim oder aber wir als Familie sind schon unter die magische Grenze vom Schonvermögen gesprungen, dass endlich das Sozialamt die Pflege gut mitfinanziert.

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Schmerz & Pflegenot

Vorgestern holte die Schmerzkrise wieder den Alltag ein vom Intensivkind. Oder wird sie zum Alltag? Ich hoffe nicht. Ein solcher Nachmittag macht mich müde, denn setzt sich die Last das „üblichen“ Alltags obendrauf, gelingt einem ein tiefes Durchatmen nicht mehr. Schmerzkrise, die sich über Stunden hinziehen, da jagt einem das Bild von einem schweren Dauerschmerz durch den Kopf.

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Insolvenz der Pflegeheime – Gute Pflege nötig?

Jedes siebte Pflegeheim stehe vor der Insolvenz – eine Nachricht, die mich nicht wundert (1). Aber was machen diese Pflegeeinrichtungen falsch? Haben diese Häuser ein veraltetes Pflegeleitbild, was nicht mit den heutigen Stichwörtern, Pflege- und Gesundheitswirtschaft oder Pflegemarkt, vereinbar ist? Es ist diesen Heimen zum Beispiel wichtig,

  • das die Pflege liebevoll und wertschätzend verläuft, hilft die Lebensqualität der Bewohner zu erhalten oder zu verbessern;
  • das den Bewohnern die Zeit gegeben wird, die sie brauchen zur Selbstpflege; die Pflege den einzelnen Mensch in den Mittelpunkt stellt;
  • das Pflegepersonal nicht überlastet wird und
  • ausreichend examinierte Pflegefachkräfte beschäftigt sind.
  • Das Personal sich fort- und weiterbildet.

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Was kostet die Pflegestunde

Für die häusliche Pflege gibt es zwei Schlagwörter: Zeit und Geld. Sie als Pflegende/r eine/s Angehörige/n müssen sich entscheiden zwischen diesen beiden Faktoren. Denn Pflege funktioniert nicht ohne diese. Wenn ich keine Zeit schaffen kann, selbst zu pflegen, so bleibt mir nur auf mein Bankkonto zu schauen: Wie viel Geld habe ich über, um mir eine Pflegekraft einzukaufen.

Eine schwierige Aufgabe, denn je mehr Pflegezeit ich aufbringen muss, je teurer wird es. Eine Lösung wären die Hilfen der Pflegekasse, Krankenkasse und dem Sozialamt auszuschöpfen. Es kann den Eigenteil in Zeit und Geld mildern, aber richtig greifen diese Hilfen erst, wenn es finanziell eng geworden ist, für die gesamte Familie.

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Jena: 3. Fachtage der Inklusion – das Intensivkind und die Schule

Der Begriff Inklusion irritiert mich immer noch. Geht es Ihnen auch so? Ja oder Sie sind gut aufgeklärt – doch um auch seiner (praktischen) Bedeutung näher zu kommen helfen die 3. Fachtage des QuerWege e.V. „Auf vielen Wegen. Wie Inklusion Praxis wird.“ am 31.3. und 1.4.2011 in Jena / Vortrag von Prof. Andreas Hinz und Ines Boban.

Keine Frage, der Begriff Inklusion hat seine Berechtigung und trägt dazu bei, die Irreführung des Begriffs Integration abzulösen. Denn Menschen mit Behinderung sind ein Teil der Gesellschaft, sie gehören dazu und müss(t)en somit nicht eingegliedert werden. Eingliederung bedeutet eben auch, wir passen die „Ungenormten“ möglichst an die Norm der Masse, die Nichtbehinderten, an. Ein Vorhaben, was scheitert, weil eben Menschen nicht gleich sind ob mit oder ohne Handicap und es ist die Anpassung zum Beispiel an das Gehverhalten der 90% der Menschen unserer Gesellschaft eines schwerstmehrfach behinderten Menschen nicht möglich. Scheitert die Eingliederung, so folgt der Weg in „Sondereinrichtungen“. Doch sollte die Gesellschaft und deren Institutionen so gestaltet sein, dass eben alle Mitglieder unabhängig ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Eigenschaften an dem öffentlichen Leben teilhaben können, dies ohne Antrag und Bittstellung ans Amt.

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Pflege: Warum sollte noch ausgebildet werden?

Wenn Sie zehn Jahre lang ihr behindertes Kind gepflegt haben, oder eben ihre Eltern, dann haben sie es geschafft, vertraut man der Aussage der CDU in Mecklenburg-Vorpommern: Sie sind Pflegefachkraft. Sie glauben mir nicht, nun ja die Meldung auf bibliomed lässt sich dahin gehend aber gut interpretieren. Aber auch wenn es sicherlich auf MitarbeiterInnen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen gemünzt ist, die professionelle Pflege in der ambulanten Versorgung steht dem nicht nach.

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Gute Pflege, guter Lohn und die Pflegenot

Gute Pflege möchte gut entlohnt werden. Eine Losung, die beim Fachkräftemangel auf dem Pflegemarkt logisch sein sollte. Wenn Fachkräfte gebraucht werden und diese unzureichend gefunden werden, steigt deren Wert und somit dürfte ihnen ein höheres Gehalt als bisher sowie bessere soziale Leistungen zu stehen vom Arbeitgeber.

Auch wenn Pflegedienste, Krankenhäuser oder Pflegeheime dies erkennen, ist denen wiederum die Hand zum Handeln gebunden. Wer einen guten Lohn zahlen möchte, muss entsprechende Einnahmen haben. Einnahmen, die auch gebraucht werden, um das eingestellte Personal gut zu schulen und weiter zu bilden, eine Forderung von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Der Forderung stimme ich zu, genauso den Punkt familienfreundliche Arbeitsplätze.

Alles Themen, die mit einer guten Finanzierung der Pflege durchführbar sind. Familienfreundlich könnte zum Beispiel die Schaffung von Betriebskindergärten sein. Gute Finanzierung – wer soll das bezahlen? Die Kranken- und Pflegekassen müssen mit knappen Finanzmitteln arbeiten, den Kommunen mit ihren Sozialämtern gehe es auch nicht besser.

Heißt dies dann gute Pflege, guter Lohn und wir wissen nicht, wie wir es finanzieren? 

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