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Behindertenpolitik – Stand der Dinge

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Wie gut oder fehlen­twick­elt die Behin­derten­poli­tik in unserem Land ist, ist eine Sache der Per­spek­tive. Zum einen wäre die Sichtweise, mit welchen Län­dern wird ver­glichen. Deutsch­land befind­et sich in der EU und muss sich min­destens einem Ver­gle­ich in diesem Raum stellen. Zum anderen bietet ein weit­er­er Blick­winkel die gesellschaftliche Aus­rich­tung und ihre (erk­lärten) Werte. Von bei­den Blick­winkeln kön­nte die Entwick­lung der Rechte für Men­schen mit Behin­derung als unzure­ichend gew­ertet wer­den.

Auf der Web­seite von Blind-PR ist eine Liste über den aktuellen Stand unser­er Behin­derten­poli­tik veröf­fentlicht wor­den: http://blindpr.com/2016/01/26/behindertenpolitik-in-deutschland-eine-liste-des-versagens/

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Hilfsmittelversorgung – Regelung für mehr Qualität

Die große Koali­tion im Bun­destag plant eine geset­zliche Regelung für die Verbesserung der Qual­ität in der Hil­f­s­mit­telver­sorgung, wie ich let­ztens auf Bib­liomed las. Ange­sprochen wurde zum Beispiel die Qual­ität der Inkon­ti­nen­zver­sorgung (Windeln, Ein­la­gen). Geplant sei es im Früh­jahr.
Wenn diese Regelung wirk­lich kommt, würde ich es als ein Erfolg der Beschw­er­den vom Patien­ten inter­pretieren. Diese hat­ten sich medi­en­wirk­sam den Patien­ten­beauf­tragten gewandt über die schlecht­en Windeln bei eini­gen Krankenkassen, wobei die Hil­f­s­mit­tel-Fir­men­lob­by ver­mut­lich auch auf die Bun­de­spoli­tik eingewirkt hat.
Ein Erfolg wäre es, wenn die Krankenkassen Stan­dards in der Qual­ität von Medi­z­in­pro­duk­ten absich­ern müssen und auch teurere Anbi­eter bezahlen müssen, da der Bil­lig­ste keine aus­re­ichende Qual­ität liefert. Doch bleibt für mich die Frage, wie dies gestal­tet wer­den kann und wer bes­timmt, was ein qual­itäts­gerecht­es Pro­dukt ist (Min­dest­stan­dard) und was wäre eine „Überver­sorgung“.

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BlogActionDay 2015: Eltern brauchen Augenhöhe zu den Institutionen

Am 16.Oktober ist wieder Blog Action Day, dem The­ma ver­schrieben: #RaiseY­our­Choise - erhebe deine Stimme, für die, die es nicht kön­nen.

Für mich ist es die Stimme, von den Eltern chro­nisch erkrank­ter und/oder behin­dert­er Kinder, welche nicht (mehr) die Kraft haben, für den Bedarf ihrer Kinder einzuste­hen und deren Belange einzu­fordern. Sei es gegenüber den Behör­den, den Kranken- und Pflegev­er­sicherun­gen oder anderen Insti­tu­tio­nen.

Die Eltern, die kon­fron­tiert wer­den mit Ablehnun­gen, wenn sie für ihr Kind Hil­f­s­mit­tel oder andere Leis­tun­gen bei der Krankenkasse beantra­gen oder denen die Teil­habe an den Schulen ver­sagt bleibt, wie zum Beispiel in Weimar http://chn.ge/1G7ze19.<!–more–>

Es sind Eltern, wir sind die Eltern, die ein Kind mit speziellen Bedürfnis­sen haben, eben weil sie für die Fort­be­we­gung eine Hil­fe brauchen, für das Ste­hen oder der Pflege. Es sind Kinder, die in der Schule eine dritte, vierte Hand brauchen, um den Schu­lall­t­ag meis­tern zu kön­nen. Kinder, die ein Anrecht darauf haben, unter anderen, gesun­den Kindern sein zu dür­fen, zu ein­er Gruppe von Kindern ein­fach dazu zu gehören. Doch ohne Hil­f­s­mit­teln, ohne die Freiga­be von Geldern für die Inte­gra­tion wie für Trep­pen­lifte, zusät­zliche Päd­a­gogen oder Integrationshelfer_innen, scheit­ert dies. Ihr Recht auf Teil­habe wird ver­sagt.

Die Kinder mit beson­deren Förderbe­darf oder speziellen Bedürfnisse bekom­men die Mit­tel nicht, die sie für ihre Förderung brauchen. Diese Leis­tun­gen wer­den abgelehnt und die Eltern wis­sen dann nicht, wie sie damit umge­hen sollen. Sie erleben hinzu diese Ablehnung mit Arro­ganz. Es wer­den Anträge über Monate bear­beit­et, was sog­ar geset­zlich erlaubt ist, weil es keine Beschränkun­gen ein­er Bear­beitungszeit gibt (außer bei Hil­f­s­mit­teln und der Pflegestufe). Diese Eltern sind dann häu­fig dem Kampf um die Bedürfnisse müde, weil es nicht nur bei ein oder zwei Ablehnung von Leis­tun­gen bleibt.

Diese Eltern brauchen eine Stimme, die sie wieder auf Augen­höhe bringt mit den ver­schieden­sten Insti­tu­tio­nen, die den Eltern Kraft gibt gegen die erlebte „Willkür“ Wege zu find­en, wie eine Peti­tion an den Bürg­er­meis­ter der Stadt Weimar: http://chn.ge/1G7ze19

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2016 – Das Aus der unabhängigen Patientenberatung

Die Unab­hängige Patien­ten­ber­atung Deutsch­land (UPD) wird, so die aktuellen News, 2016 nicht mehr finanziert wer­den von den geset­zlichen Krankenkassen. Damit ste­ht die UPD vor dem Aus. Stattdessen soll das Call-Cen­ter San­var­tis diese Beratung übernehmen. Laut ein­er Peti­tion bei Change.org ist damit eine unab­hängige Beratung der Patien­ten vor­bei, denn San­var­tis arbeit­et schon „reg­ulär“ als Call-Cen­ter für die Krankenkassen und der Phar­main­dus­trie.

Wer gegen diese Entschei­dung sein Veto ein­le­gen will, sollte die Peti­tion unter­stützen. Ein Veto gegen diese Entschei­dung ist nötig, denn die Voraus­set­zung für eine gute Beratung ist die Unab­hängigkeit von Leis­tungsträgern und Leis­tungser­bringern. Weit­er­lesen

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Mehr Pflegegeld – weniger Pflegegeld

In der let­zten Pflegere­form zum 1.1.2015 wurde auch das Pflegegeld erhöht. Wer aber über das Pflegegeld seine Pflege von einem Pflege­di­enst empfängt, wird in eini­gen Gebi­eten Deutsch­lands erfahren haben: Die Preise der Pflegean­bi­eter haben sich mehr erhöht als das Pflegegeld:

Berech­nun­gen des PKV-Ver­bands zufolge sind die Pflegekosten im Schnitt um 107 Euro gestiegen, die Leis­tun­gen in der Pflegestufe 3 haben sich um 62 Euro erhöht.” aus: NRW hat die teuer­sten Pflege­heime. https://www.station24.de/news/-/content/detail/11806502 Abruf: 15.4.15

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Neues Pflegezeitgesetz nichts für Pflegende

Das neue Pflegezeit­ge­setz kommt jet­zt und was ändert sich für mich als langjährige Pflegeper­son? Ich ver­mute, mir brin­gen die Neuerun­gen nichts. Ich ver­mute weit­er, auch für die vie­len anderen langjähri­gen Pflegeper­so­n­en hat es keine Auswirkung und ich stelle die Hypothese: Ger­ade für die Langzeit-Pflegeper­so­n­en wären hier Änderun­gen wichtig gewe­sen.

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Was kostet die Pflegestunde: Wahlrecht des Patienten

Wie ich las bei PPM, ist die Vergü­tung der Pflegeleis­tung nach Zeit mit der Pflegere­form 2014/15 gestrichen. Sie ist nicht mehr im Pro­gramm.

Was ist Vergütung nach Zeit?

Mit der let­zten Reform waren die Pflege­di­en­ste verpflichtet ihre Leis­tun­gen auch mit einem Zeit­tarif anzu­bi­eten oder kurz: Die Pflege kostet pro Stunde den Betrag X. Die Redak­tion von PPM find­et die Abschaf­fung der Zeitvergü­tung einen guten Schritt. Ich selb­st sehe es aus fol­gen­den Grün­den anders: Weit­er­lesen

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Pflegende Angehöriger nur Kümmerer oder mehr als das

Ich bin eine einge­tra­gene Pflegeper­son und bei „good-care.de“ wurde mein Rolle erweit­ert oder eingeschränkt. Je nach dem, welche Blick­winkel ich ein­nehmen will: Ich sei ein Küm­mer­er. Als Laienpflegekraft pflege ich nicht, son­dern küm­mere mich, denn als Laie in der Pflege würde ich nicht das unter Pflege ver­ste­hen, was die pro­fes­sionellen Pflege­fachkräfte als Pflege anse­hen. Weit­er­lesen

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Behinderung & Krankenhaus: Belange der Betroffenen berücksichtigen!

Der deutsche Ethikrat hat­te die Woche die vork­om­mende schlechte Kranken­hausver­sorgung von Behin­derten kri­tisiert. Zurecht und begrüßenswert, denn es ist ein Grund, warum wir und andere mit einem Inten­sivkind ver­suchen die Kliniken zu ver­mei­den: Was durch den Pflege­di­enst Zuhause geleis­tet wird, kann in der Klinik durch den Per­son­alschlüs­sel in vie­len Fällen nur unzure­ichend umge­set­zt wer­den. Dieser Fakt wurde uns in der let­zten Krise im Kinder­hos­piz vor 14 Tagen wieder bewusst. Weit­er­lesen

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Pflegende Angehörige: Was brauchen Sie? – Umfrage

Der größte Pflege­di­enst in Deutsch­land sei die Gruppe der pfle­gen­den Ange­höri­gen. Doch bei all sein­er Größe fehlt es dieser Gruppe an Pflegeper­so­n­en wie Eltern, Ehep­art­ner­In­nen oder Kinder ein­er Lob­by und dem Ver­ste­hen: Pflege ist harte Arbeit, nicht nur für die pro­fes­sionellen Pfle­gen­den. Weit­er­lesen

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Pflegevollversicherung

Der Weg zu ein­er Vol­lver­sicherung der Pflege und keine “Teilka­sko” ist zu begrüßen. Sicher­lich, diese Leis­tung wird es nicht zum Null­tarif geben. Es muss bei der Idee klar sein, die Pflege eines Ange­höri­gen wird zu einem Armut­srisiko für die Pfle­gen­den. Eine Vol­lver­sicherung bei richtiger Aus­gestal­tung dieser wird zu ein­er sozialen Absicherung der Fam­i­lie. Denn wer pflegt, muss in vie­len Fällen seinen Job ver­lassen und bei fehlen­den Einkom­men und Ver­mö­gen bleibt nur das ALG 2 oder Hartz  IV. Gut, gut, es gäbe das Pflegegeld. Ein klein­er Betrag gegenüber einen Fachar­beit­er­lohn. Wenn dann noch bei ein­er Schw­er­stpflege Pflege­di­enst eingekauft wer­den muss, dann bleibt vom Pflegegeld nicht viel übrig. Die Idee, ich pflege meine Mut­ter oder Tochter zu Hause, wird zu einem finanziellen Alp­traum. Der Ausweg Pflege­heim oder aber wir als Fam­i­lie sind schon unter die magis­che Gren­ze vom Schon­ver­mö­gen gesprun­gen, dass endlich das Sozialamt die Pflege gut mit­fi­nanziert. Weit­er­lesen

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Schmerz & Pflegenot

Vorgestern holte die Schmerzkrise wieder den All­t­ag ein vom Inten­sivkind. Oder wird sie zum All­t­ag? Ich hoffe nicht. Ein solch­er Nach­mit­tag macht mich müde, denn set­zt sich die Last das „üblichen“ All­t­ags oben­drauf, gelingt einem ein tiefes Dur­chat­men nicht mehr. Schmerzkrise, die sich über Stun­den hinziehen, da jagt einem das Bild von einem schw­eren Dauer­schmerz durch den Kopf.

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Unterzeichnen Sie: ePetition für Assistenz im Krankenhaus!

Der Klinikaufen­thalt – viele Eltern von einem Inten­sivkind scheuen den Weg in die Klinik. Der Grund ist ein­fach: Durch den Pflege­di­enst sind Inten­sivkinder zu Hause bess­er und sicher­er ver­sorgt als in der Klinik. Bei der Auf­nahme in der Klinik kann es passieren, wie es schon uns ange­boten wurde, dass Patien­ten mit ein­er Beat­mung und Tra­cheostoma auf ein­er „Nor­mal­sta­tion“ lan­den. Dies wäre okay, wenn die Sta­tion dafür auch eine gezielte und passende Inten­sivpflege einkalkuliert und ein­teilt. Ob dies passiert, ist je nach Kranken­haus fraglich.

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Pflege – Pflegenot – Kinder – ohne Pflegejahr

Nur 4% der Pflegebedürfti­gen sind unter 20 Jahre – eine Sta­tis­tik, mit der ich die Frage habe, ob denn die Richtlin­ien zur Begutach­tung auch die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus­re­ichend berück­sichtigt. Eigentlich ist diese Frage wiederum ver­al­tet, denn es müsste ein neuer Pflegebedürftigkeits­be­griff entwick­elt wer­den. Aber wie es auss­chaut, aus dem Jahr der Pflege (2011) wurde nichts, eine Abhil­fe gegen den Pflegenot­stand – da kämpfen immer noch zwei Lager mit unter­schiedlich­er Mei­n­ung. Die einen sagen, es gibt ihn, die anderen verneinen es. Let­z­tendlich wirkt es alles so, es möchte sich von den Entschei­dern in der Pflege­poli­tik sich kein­er der Ver­ant­wor­tung stellen, die Pflege in Deutsch­land auf einen guten Weg zu brin­gen. Sie bleibt wohl eher ein indi­vidu­elles Leben­srisiko für die Betrof­fe­nen und deren Ange­höri­gen.

 

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Insolvenz der Pflegeheime – Gute Pflege nötig?

Jedes siebte Pflege­heim ste­he vor der Insol­venz – eine Nachricht, die mich nicht wun­dert. Aber was machen diese Pflegeein­rich­tun­gen falsch? Haben diese Häuser ein ver­al­tetes Pflegeleit­bild, was nicht mit den heuti­gen Stich­wörtern, Pflege- und Gesund­heitswirtschaft oder Pflege­markt, vere­in­bar ist? Ist diesen Heimen zum Beispiel wichtig,

  • dass die Pflege liebevoll und wertschätzend ver­läuft, hil­ft die Leben­squal­ität der Bewohn­er zu erhal­ten oder zu verbessern
  • dass den Bewohn­ern die Zeit gegeben wird, die sie brauchen zur Selb­stpflege; die Pflege den einzel­nen Men­sch in den Mit­telpunkt stellt
  • das Pflegeper­son­al nicht über­lastet wird und
  • aus­re­ichend exam­inierte Pflege­fachkräfte beschäftigt sind.
  • Das Per­son­al sich fort- und weit­er­bildet.

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Was kostet die Pflegestunde

Für die häus­liche Pflege gibt es zwei Schlag­wörter: Zeit und Geld. Sie als Pflegende/r eine/s Angehörige/n müssen sich entschei­den zwis­chen diesen bei­den Fak­toren. Denn Pflege funk­tion­iert nicht ohne diese. Wenn ich keine Zeit schaf­fen kann, selb­st zu pfle­gen, so bleibt mir nur auf mein Bankkon­to zu schauen: Wie viel Geld habe ich über, um mir eine Pflegekraft einzukaufen.

Eine schwierige Auf­gabe, denn je mehr Pflegezeit ich auf­brin­gen muss, je teur­er wird es. Eine Lösung wären die Hil­fen der Pflegekasse, Krankenkasse und dem Sozialamt auszuschöpfen. Es kann den Eigen­teil in Zeit und Geld mildern, aber richtig greifen diese Hil­fen erst, wenn es finanziell eng gewor­den ist, für die gesamte Fam­i­lie. Weit­er­lesen

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Neues Hartz IV – Behinderte benachteiligt

Tre­f­fend­ere Worte lassen sich wohl schw­er find­en, wenn man die neuen Änderun­gen beim Hartz IV beurteilen möchte:

Behin­derte, die nicht allein leben kön­nen und daher offen­sichtlich auf Hil­f­s­mit­tel aller Art angewiesen sind, die längst nicht mehr alle von der Krankenkasse bezahlt wer­den; Behin­derte, die mit den Eltern zusam­men leben, welche sich oft ihr Leben lang um ihr Kind küm­mern und dafür sehr, sehr oft einen eige­nen Beruf, entsprechende Einkün­fte aufgegeben haben; … – Behin­derten also wer­den die Leis­tun­gen gestrichen,” aus der­Fre­itag: Hartz IV. Behin­dert­er zahlen drauf. vom 25.2.1011

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Jena: 3. Fachtage der Inklusion – das Intensivkind und die Schule

Der Begriff Inklu­sion irri­tiert mich immer noch. Geht es Ihnen auch so? Ja oder Sie sind gut aufgek­lärt – doch um auch sein­er (prak­tis­chen) Bedeu­tung näher zu kom­men helfen die 3. Fach­tage des Quer­Wege e.V. „Auf vie­len Wegen. Wie Inklu­sion Prax­is wird.“ am 31.3. und 1.4.2011 in Jena / Vor­trag von Prof. Andreas Hinz und Ines Boban.

Keine Frage, der Begriff Inklu­sion hat seine Berech­ti­gung und trägt dazu bei, die Irreführung des Begriffs Inte­gra­tion abzulösen. Denn Men­schen mit Behin­derung sind ein Teil der Gesellschaft, sie gehören dazu und müss(t)en somit nicht eingegliedert wer­den. Eingliederung bedeutet eben auch, wir passen die „Ungenormten“ möglichst an die Norm der Masse, die Nicht­be­hin­derten, an. Ein Vorhaben, was scheit­ert, weil eben Men­schen nicht gle­ich sind ob mit oder ohne Hand­i­cap und es ist die Anpas­sung zum Beispiel an das Gehver­hal­ten der 90% der Men­schen unser­er Gesellschaft eines schw­er­st­mehrfach behin­derten Men­schen nicht möglich. Scheit­ert die Eingliederung, so fol­gt der Weg in „Son­dere­in­rich­tun­gen“. Doch sollte die Gesellschaft und deren Insti­tu­tio­nen so gestal­tet sein, dass eben alle Mit­glieder unab­hängig ihrer kör­per­lichen, geisti­gen oder psy­chis­chen Eigen­schaften an dem öffentlichen Leben teil­haben kön­nen, dies ohne Antrag und Bittstel­lung ans Amt.

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