Intensivpflegegesetz? Aber nur 20 Intensivpatienten nicht in der Klinik

Eine Puppe Mädchen im blauen Kleid sitzt neben einer weißen Trachealkanüle, die auf rosa Blütenblätter liegt.

Willst Du wirk­lich wis­sen, wie vie­le Men­schen, ob Kin­der, Jugend­li­che oder Erwach­se­ne in der außer­kli­ni­schen Inten­siv­pfle­ge (kurz AKI) ver­sorgt wer­den? Nö? Ich will es wis­sen und seit Jah­ren gibt es kei­ne Antwort.

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Intensivpflegegesetz – ein Gesetz für 0,03 Prozent der Bevölkerung

Blick auf die Beatmung

Am Frei­tag, den 19.11, war es so weit. Der Gemein­sa­me Bun­des­aus­schuss (G‑BA) hat die ers­te „Voll­endung“ der Richt­li­nie zum Inten­siv­pfle­ge­ge­setz (IPreG) bekannt gege­ben. Laut der Quel­le KAI folgt der Text nach.

IPreG – was ist das?

Eini­ge Politiker:innen mein­ten, wir bräuch­ten ein Gesetz zur Rege­lung der außer­kli­ni­schen Inten­siv­pfle­ge für gut 27.000 schwer kran­ke Menschen.

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Oh Schreck, Assistenz ins Krankenhaus, nicht Pflege

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Die letz­ten bei­den Jah­re sind kei­ne Glücks­jah­re. Nicht weil wir lebens­be­droh­li­che Kri­sen mit unse­rem Inten­siv­kind, der Inten­siv­La­dy, erle­ben oder ein Virus unse­ren All­tag stört, ihn ver­brennt zu „es war ein­mal“. Nein, es ist der Gesetz­ge­ber, die Gesundheitspolitik.

Erst kam das Inten­siv­pfle­ge­ge­setz (IPreG), dann eine Pfle­ge­re­form ohne gute Zuta­ten für uns pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen und jetzt die soll „kom­men­de“ Rege­lung zur Assis­tenz im Krankenhaus.

Die Ver­bän­de wie die Lebens­hil­fe und der BvKM applau­die­ren zum Gesetz für die Assis­tenz im Kran­ken­haus. Kri­tik, wo ich lese, kam von For­sea und dem SoVD. Und ich habe Bauchweh.

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Scheitert DIE PETITION FÜR BESSERE PFLEGE DER PFLEGEBEDÜRFTIGEN

Pulsoxy zur Krankenbeobachtung am Pflegebett mit Medikamentdose

Beim deut­schen Bun­des­tag läuft bis zum 11.02.2021 eine Peti­ti­on für bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen in der Pfle­ge. Sie will eine Gesund­heits­re­form anstoßen.

Nach deren Über­schrift die­ne es den Pflegebedürftigen.

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Pflegekräftemangel – viele Wege und eine Petition

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Hey, Du packst das. Klar, ich. Kran­ken­pfle­ger, ich bin ein Mann, was steht dage­gen 24 Stun­den, 48, 96 Stun­den ohne pro­fes­sio­nel­le Stüt­ze, ohne Pau­se den Pfle­ge­Job am eige­nen Kind zu leisten?

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Hilfsmittelversorgung – Regelung für mehr Qualität

Die gro­ße Koali­ti­on im Bun­des­tag plant eine gesetz­li­che Rege­lung für die Ver­bes­se­rung der Qua­li­tät in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung, wie ich letz­tens auf Biblio­med las. Ange­spro­chen wur­de zum Bei­spiel die Qua­li­tät der Inkontinenzversorgung … 

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BlogActionDay 2015: Eltern brauchen Augenhöhe zu den Institutionen

Am 16.Oktober ist wie­der Blog Action Day, dem The­ma ver­schrie­ben: #Rai­seY­ourChoi­se – erhe­be dei­ne Stim­me, für die, die es nicht kön­nen. Für mich ist es die Stim­me, von den Eltern … 

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2016 – Das Aus der unabhängigen Patientenberatung

Die Unab­hän­gi­ge Pati­en­ten­be­ra­tung Deutsch­land (UPD) wird, so die aktu­el­len News, 2016 nicht mehr finan­ziert wer­den von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen. Damit steht die UPD vor dem Aus. Statt­des­sen soll das Call-Cen­ter San­var­tis die­se Bera­tung über­neh­men. Laut einer Peti­ti­on bei Chan​ge​.org ist damit eine unab­hän­gi­ge Bera­tung der Pati­en­ten vor­bei, denn San­var­tis arbei­tet schon „regu­lär“ als Call-Cen­ter für die Kran­ken­kas­sen und der Pharmaindustrie.

Wer gegen die­se Ent­schei­dung sein Veto ein­le­gen will, soll­te die Peti­ti­on unter­stüt­zen. Ein Veto gegen die­se Ent­schei­dung ist nötig, denn die Vor­aus­set­zung für eine gute Bera­tung ist die Unab­hän­gig­keit von Leis­tungs­trä­gern und Leistungserbringern.

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Mehr Pflegegeld – weniger Pflegegeld

In der letz­ten Pfle­ge­re­form zum 1.1.2015 wur­de auch das Pfle­ge­geld erhöht. Wer aber über das Pfle­ge­geld sei­ne Pfle­ge von einem Pfle­ge­dienst emp­fängt, wird in eini­gen Gebie­ten Deutsch­lands erfah­ren haben: Die Prei­se der Pfle­ge­an­bie­ter haben sich mehr erhöht als das Pflegegeld:

Berech­nun­gen des PKV-Ver­bands zufol­ge sind die Pfle­ge­kos­ten im Schnitt um 107 Euro gestie­gen, die Leis­tun­gen in der Pfle­ge­stu­fe 3 haben sich um 62 Euro erhöht.” aus: NRW hat die teu­ers­ten Pfle­ge­hei­me. https://​www​.sta​ti​on24​.de/​n​e​w​s​/​-​/​c​o​n​t​e​n​t​/​d​e​t​a​i​l​/​11806502 Abruf: 15.4.15

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Neues Pflegezeitgesetz nichts für Pflegende

Das neue Pfle­ge­zeit­ge­setz kommt jetzt und was ändert sich für mich als lang­jäh­ri­ge Pfle­ge­per­son? Ich ver­mu­te, mir brin­gen die Neue­run­gen nichts. Ich ver­mu­te wei­ter, auch für die vie­len ande­ren lang­jäh­ri­gen Pfle­ge­per­so­nen hat es kei­ne Aus­wir­kung und ich stel­le die Hypo­the­se: Gera­de für die Lang­zeit-Pfle­ge­per­so­nen wären hier Ände­run­gen wich­tig gewesen.

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Was kostet die Pflegestunde: Wahlrecht des Patienten

Wie ich las bei PPM, ist die Ver­gü­tung der Pfle­ge­leis­tung nach Zeit mit der Pfle­ge­re­form 201415 gestri­chen. Sie ist nicht mehr im Programm.

Was ist Vergütung nach Zeit?

Mit der letz­ten Reform waren die Pfle­ge­diens­te ver­pflich­tet ihre Leis­tun­gen auch mit einem Zeit­ta­rif anzu­bie­ten oder kurz: Die Pfle­ge kos­tet pro Stun­de den Betrag X. Die Redak­ti­on von PPM fin­det die Abschaf­fung der Zeit­ver­gü­tung einen guten Schritt. Ich selbst sehe es aus fol­gen­den Grün­den anders:

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Pflegende Angehöriger nur Kümmerer oder mehr als das

Ich bin eine ein­ge­tra­ge­ne Pfle­ge­per­son und bei „good​-care​.de“ wur­de mein Rol­le erwei­tert oder ein­ge­schränkt. Je nach dem, wel­che Blick­win­kel ich ein­neh­men will: Ich sei ein Küm­me­rer. Als Lai­en­pfle­ge­kraft pfle­ge ich nicht, son­dern küm­me­re mich, denn als Laie in der Pfle­ge wür­de ich nicht das unter Pfle­ge ver­ste­hen, was die pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge­fach­kräf­te als Pfle­ge ansehen.

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Behinderung & Krankenhaus: Belange der Betroffenen berücksichtigen!

Der deut­sche Ethik­rat hat­te die Woche die vor­kom­men­de schlech­te Kran­ken­haus­ver­sor­gung von Behin­der­ten kri­ti­siert. Zurecht und begrü­ßens­wert, denn es ist ein Grund, war­um wir und ande­re mit einem Inten­siv­kind ver­su­chen die Kli­ni­ken zu ver­mei­den: Was durch den Pfle­ge­dienst Zuhau­se geleis­tet wird, kann in der Kli­nik durch den Per­so­nal­schlüs­sel in vie­len Fäl­len nur unzu­rei­chend umge­setzt wer­den. Die­ser Fakt wur­de uns in der letz­ten Kri­se im Kin­der­hos­piz vor 14 Tagen wie­der bewusst.

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Inklusion zur Schulpflicht — Ferien, dann zahle selbst? II.

Wir sind in Thü­rin­gen, in Jena mit­ten in den Oster­fe­ri­en und die ers­te Auf­re­gung um die Finan­zie­rung der Feri­en­be­treu­ung von den behin­der­ten Schul­kin­dern hat sich bei uns beru­higt. Zuvor war unklar, ob die Betreu­ung die­ser Kin­der von der Kom­mu­ne und/oder den Eltern finan­ziert wer­den muss. Doch wer­den für die Oster­fe­ri­en als Über­gangs­weg die Kos­ten von der Kom­mu­ne über­nom­men, so die OTZ Jena vom 22.03.13, und als nächs­ter Schritt soll ab dem Som­mer eine „rich­ti­ge“ Betreu­ungs­lö­sung gefun­den wer­den. Wenn ich den Bür­ger­meis­ter rich­tig ver­stand, soll für die Fami­li­en eine gute Lösung erar­bei­tet wer­den, die aber über die Ent­schei­dungs­gre­mi­en der Stadt­po­li­tik abge­schlos­sen wer­den muss und dem Sozi­al­ge­setz­buch gerecht wird.

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Inklusion zur Schulpflicht – Ferien, dann zahle selbst?

Die Inte­gra­ti­on in Jena klappt sehr gut, so am Bei­spiel vom Inten­siv­kind, wenn wir lesen oder hören von Eltern aus ande­ren Gegen­den der Repu­blik*. Jena könn­te “Vor­zei­ger” sein, doch was ist mit der Feri­en­be­treu­ung der inte­gra­ti­ven Schul­kin­der? Kei­ne guten Nach­rich­ten, wie ich von ande­ren Eltern hörte.

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Pflegevollversicherung

Der Weg zu einer Voll­ver­si­che­rung der Pfle­ge und kei­ne “Teil­kas­ko” ist zu begrü­ßen. Sicher­lich, die­se Leis­tung wird es nicht zum Null­ta­rif geben. Es muss bei der Idee klar sein, die Pfle­ge eines Ange­hö­ri­gen wird zu einem Armuts­ri­si­ko für die Pfle­gen­den. Eine Voll­ver­si­che­rung bei rich­ti­ger Aus­ge­stal­tung die­ser wird zu einer sozia­len Absi­che­rung der Fami­lie. Denn wer pflegt, muss in vie­len Fäl­len sei­nen Job ver­las­sen und bei feh­len­den Ein­kom­men und Ver­mö­gen bleibt nur das ALG 2 oder Hartz  IV. Gut, gut, es gäbe das Pfle­ge­geld. Ein klei­ner Betrag gegen­über einen Fach­ar­bei­ter­lohn. Wenn dann noch bei einer Schwerst­pfle­ge Pfle­ge­dienst ein­ge­kauft wer­den muss, dann bleibt vom Pfle­ge­geld nicht viel übrig. Die Idee, ich pfle­ge mei­ne Mut­ter oder Toch­ter zu Hau­se, wird zu einem finan­zi­el­len Alp­traum. Der Aus­weg Pfle­ge­heim oder aber wir als Fami­lie sind schon unter die magi­sche Gren­ze vom Schon­ver­mö­gen gesprun­gen, dass end­lich das Sozi­al­amt die Pfle­ge gut mitfinanziert. 

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Pflegenotstand – das Ausland übernimmt den Pflegefall

Wie begeg­net wir am bes­ten den Pfle­ge­not­stand? In dem wir uns den Pfle­ge­fäl­len “ent­le­di­gen”? Als eine Lösung hier­zu ver­nahm ich in der letz­ten Woche: die Pfle­ge­kas­sen sol­len auch Ver­trä­ge mit Pfle­ge­hei­men im Aus­land abschlie­ßen. Ist dies gut gemeint oder nicht?

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Schmerz & Pflegenot

Vor­ges­tern hol­te die Schmerz­kri­se wie­der den All­tag ein vom Inten­siv­kind. Oder wird sie zum All­tag? Ich hof­fe nicht. Ein sol­cher Nach­mit­tag macht mich müde, denn setzt sich die Last das „übli­chen“ All­tags oben­drauf, gelingt einem ein tie­fes Durch­at­men nicht mehr. Schmerz­kri­se, die sich über Stun­den hin­zie­hen, da jagt einem das Bild von einem schwe­ren Dau­er­schmerz durch den Kopf.

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Insolvenz der Pflegeheime – Gute Pflege nötig?

Jedes sieb­te Pfle­ge­heim ste­he vor der Insol­venz – eine Nach­richt, die mich nicht wun­dert (1). Aber was machen die­se Pfle­ge­ein­rich­tun­gen falsch? Haben die­se Häu­ser ein ver­al­te­tes Pfle­ge­leit­bild, was nicht mit den heu­ti­gen Stich­wör­tern, Pfle­ge- und Gesund­heits­wirt­schaft oder Pfle­ge­markt, ver­ein­bar ist? Es ist die­sen Hei­men zum Bei­spiel wichtig,

  • das die Pfle­ge lie­be­voll und wert­schät­zend ver­läuft, hilft die Lebens­qua­li­tät der Bewoh­ner zu erhal­ten oder zu verbessern;
  • das den Bewoh­nern die Zeit gege­ben wird, die sie brau­chen zur Selbst­pfle­ge; die Pfle­ge den ein­zel­nen Mensch in den Mit­tel­punkt stellt;
  • das Pfle­ge­per­so­nal nicht über­las­tet wird und
  • aus­rei­chend exami­nier­te Pfle­ge­fach­kräf­te beschäf­tigt sind.
  • Das Per­so­nal sich fort- und weiterbildet.

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Was kostet die Pflegestunde

Für die häus­li­che Pfle­ge gibt es zwei Schlag­wör­ter: Zeit und Geld. Sie als Pflegende/r eine/s Angehörige/n müs­sen sich ent­schei­den zwi­schen die­sen bei­den Fak­to­ren. Denn Pfle­ge funk­tio­niert nicht ohne die­se. Wenn ich kei­ne Zeit schaf­fen kann, selbst zu pfle­gen, so bleibt mir nur auf mein Bank­kon­to zu schau­en: Wie viel Geld habe ich über, um mir eine Pfle­ge­kraft einzukaufen.

Eine schwie­ri­ge Auf­ga­be, denn je mehr Pfle­ge­zeit ich auf­brin­gen muss, je teu­rer wird es. Eine Lösung wären die Hil­fen der Pfle­ge­kas­se, Kran­ken­kas­se und dem Sozi­al­amt aus­zu­schöp­fen. Es kann den Eigen­teil in Zeit und Geld mil­dern, aber rich­tig grei­fen die­se Hil­fen erst, wenn es finan­zi­ell eng gewor­den ist, für die gesam­te Familie.

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