SchlagwortEthik

Pflegeempfänger und dem Pflegekunden

Seit mei­ner Aus­bil­dungs­zeit, wenn auch mit Pau­sen, bin ich mit dem Fach­ge­biet Pfle­ge ver­wach­sen. Doch erst heu­te lern­te ich das Wort „Pfle­ge­emp­fän­ger“ ken­nen. In der Kli­nik spre­chen sie vom Pati­ent, in Pfle­ge­hei­men kenn ich den Begriff Heim­be­woh­ner oder Kli­ent. Im ambu­lan­ten Bereich lern­te ich die Wor­te Kun­de oder Pfle­ge­kun­de ken­nen. Geläu­fig war mir die / der...

Behinderung & Krankenhaus: Belange der Betroffenen berücksichtigen!

Der deut­sche Ethik­rat hat­te die Woche die vor­kom­men­de schlech­te Kran­ken­haus­ver­sor­gung von Behin­der­ten kri­ti­siert. Zurecht und begrü­ßens­wert, denn es ist ein Grund, war­um wir und ande­re mit einem Inten­siv­kind ver­su­chen die Kli­ni­ken zu ver­mei­den: Was durch den Pfle­ge­dienst Zuhau­se geleis­tet wird, kann in der Kli­nik durch den Per­so­nal­schlüs­sel in vie­len Fäl­len...

Hilfsmittel: Homecare-Service ohne Kostenklärung?

Wel­chen Home­ca­re-Ser­vice für die Tra­cheo­s­to­ma­ver­sor­gung soll ich neh­men? Eine Fra­ge, die sich eine Mut­ter in der Kli­nik nicht stel­len muss­te, wie ich erfuhr. Statt, dass man ihr eine Lis­te von Fir­men gab, soll es gehei­ßen haben, die Fir­ma XY mache es. Es frag­te sie auch kei­ner, von wel­chen Sani­täts­häu­ser das Kind ver­sorgt werde. Ein Weg, der für die Mut­ter nicht...

Intensivkind, Protagonist – Worauf es ankommt

Es ist sel­ten, aber es gibt sie, die Absät­ze, wel­che wider­spie­geln, was das Leben mit einem Inten­siv­kind aus­macht. Vor­ges­tern bin ich in dem Buch „Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on. Eine Spra­che des Lebens“ von Mar­shall B. Rosen­berg auf fol­gen­de Pas­sa­ge gestoßen: In dem Stück “Tau­send Clowns” von Herb Gard­ner wei­gert sich der Prot­ago­nist, sei­nen zwölf Jah­re alten Nef­fen...

Behinderung, Lebensschutz und die PID

Lie­be Eltern mit einem schwer kran­ken Kind ohne Lebens­er­war­tung auf­ge­passt: Das Leben ihres Kin­des ist nicht schüt­zens­wert, wenn man die­se Pres­se­stim­me aus “Die Welt” zitiert in der Mem­min­ger Zei­tung liest: “So ist schwer zu ver­ste­hen, war­um die Ver­bots­an­hän­ger zu Abwehr der wei­te­ren Zulas­sung nicht jenem Ent­wurf eine Mehr­heit ver­schaff­ten, nach dem die PID nur...

Kliniken und falsche Rechnungen

Die ers­te Asso­zia­ti­on bei “jede drit­te Kli­nik­rech­nung ist falsch” sei sicher­lich, die Kli­ni­ken wür­den zu viel abrech­nen. Aber was ist mit den Rech­nun­gen, wo sie zu wenig abrechnen? Und dann erin­ne­re ich mich noch an die Schlag­zei­len, jedes drit­te oder eben fünf­te Kran­ken­haus schrei­be rote Zah­len. Liegt da nicht ein “tie­fe­res” Pro­blem in die Rich­tung geschaut:...

Private Krankenkasse und Behinderung – Sie muss nicht

Mit einer Behin­de­rung in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung auf­ge­nom­men zu wer­den ist wohl schwie­rig. Sie kann es ableh­nen und es nicht ein­mal dis­kri­mi­nie­rend, so glaubt man dies. Sicher­lich ist es auch frag­lich, ob man als Mensch mit einer Behin­de­rung bei den pri­va­ten Kran­ken­kas­sen einen guten Leis­tungs­spie­gel fin­det mit einem ange­mes­se­nen Preis-Leis­tungs...

Schwerstkrank – eine Last für die Gesellschaft

Was bewegt die Men­schen, wel­che die Fra­ge stel­len, ob Schwerst­kran­ke den Sui­zid anstre­ben dür­fen, wenn sie mei­nen, sie fal­len den Ange­hö­ri­gen und der Gesell­schaft finan­zi­ell zur Last? Für mich beinhal­tet die­se Fra­ge auch Fol­gen­de: Wie weit haben Schwerst­kran­ke eigent­lich ein Recht dar­auf, dass ihre krank­heits­be­ding­ten “Mehr­kos­ten” von der Gesell­schaft...

Frist zur Abtreibung – Leben mit behindertem Kind

 “Nur wenn das Leben mit einem behin­der­ten Kind leich­ter ist, wer­den sich Eltern öfter dafür ent­schei­den. Und selbst dann bleibt eine Gesell­schaft, die Auto­no­mie und Gesund­heit als wich­tigs­te Merk­ma­le eines gelun­ge­nen Lebens defi­niert, latent behin­der­ten­feind­lich.” aus: Ver­nünf­ti­ge Frist. sued​deut​sche​.de, 22.04.09 Einen tref­fen­de­ren Satz hät­te man zum The­ma...

Kinderhospiz und Hospizpflege gleich Terminalphase vs. Finalphase

Es ist schon merk­wür­dig oder eben auch erqui­ckend oder eben auch nicht. Der Wider­spruchs­aus­schuss der BKK für Heil­be­ru­fe hat­te getagt. Mit ihm wur­de die Ableh­nung der Hos­piz­pfle­ge für den letz­ten Auf­ent­halt im Kin­der­hos­piz “Regen­bo­gen­land” bestä­tigt. Aber es hat­te auch nie­mand von uns erwar­tet, dass sie unse­ren Wider­spruch aner­ken­nen wür­den. Erqui­ckend dar­an...

Kasse zahlt nicht – erst mal Krankenhaus, Kinderhospiz oder Heim?

Streit mit der Kran­ken­kas­se gehört beim Inten­siv­kind, also einem Kind mit einem beson­de­ren Pfle­ge­auf­wand, wohl ein­fach dazu. Bei uns ist es aktu­ell die Hos­piz­pfle­ge (mit Prio­ri­tät eins). Bei einer ande­ren Fami­lie, deren BKK auch ihren Sitz  in Nord­rhein-West­fa­len hat, ist es die Finan­zie­rung des Pfle­ge­diens­tes. Denn den haben sie gewech­selt, wie man lesen kann in...

Das behinderte Kind und (k)ein Schadensfall

Wat’nen nu? Ist das behin­der­te Kind nun ein Scha­dens­fall oder sind es die Aus­ga­ben. Sie erin­nern sich viel­leicht an die Geschich­te um Emil, ein Jun­ge, der schon im Brauch der Mama die Repu­blik Öster­reich ver­klagt. Der Grund ist eine Recht­spre­chung des Obers­ten Gerichts­hof in Öster­reich, wonach das Wort Scha­den mit der Behin­de­rung und den “Kos­ten” die­ser in Ver­bin­dung...

Hospizarbeit: Reden übers Sterben im Wohnheim

“Frü­her hät­ten behin­der­te Kin­der mehr Zeit in Kran­ken­häu­sern ver­bracht, heu­te leb­ten immer mehr in Wohn­hei­men.” aus: Rich­ti­ge Wor­te für sen­si­bles The­ma fin­den. Min­de­ner Tage­blatt. abge­ru­fen 19.01.2009 (1) Die­ser Satz erschließt sich mir nicht so rich­tig. Sicher­lich, man sieht sie nicht, die Kin­der mit Han­di­cap, wel­che in Wohn­hei­men leben und ich habe auch kei­ne...

Das Tabu im (assistierten) Suizid

Der Sui­zid, seit der Puber­tät streift einem das The­ma, nicht nur, es war gegen­wär­tig. Der sich das Leben nahm, den kann­te man über drei Ecken. Erst letz­tens erfuhr ich, dass sich ein ehe­ma­li­ger Mit­schü­ler nach der Schu­le das Leben nahm. Der Sui­zid­ver­such schien mir zu der Zeit als etwas Nor­ma­les. Von einem Tabu konn­te man reden, oder eben auch nicht. Tabui­siert war der Sui­zid...

Sterbehilfe in Analogie gebrannt die Würde

“Letz­te Lebens-Minu­ten, letz­te Wor­te, vor allem dar­über, was Schlim­me­res als der Tod dro­hen könn­te, dann ein Glas mit einem töd­li­chen Mix – so wird heu­te das Recht auf Selbst­be­stim­mung interpretiert” heißt im FAZ-Blog: Bio­po­li­tik (“Sui­zid vor lau­fen­der Kame­ra insze­niert”) zu der Sui­zid-Doku , die letz­te Woche im bri­ti­schen Fern­se­hen gesen­det wur­de. Immer...

Der Mensch als Kosten-Nutzen-Faktor III.

Und wir blei­ben beim The­ma in die­ser Woche, die den Men­schen wohl eher nach sei­nen Kos­ten für die Gemein­schaft beur­teilt und danach die Teil­ha­be “geneh­migt”. In der Schweiz heißt es näm­lich in: Bei Ein­bür­ge­rung in die Schweiz dis­kri­mi­niertauf bizeps​.or​.at: “wegen man­geln­der wirt­schaft­li­cher Selbst­er­hal­tungs­fä­hig­keit wur­de die geis­tig behin­der­te Per­son nicht...

Der Mensch als Kosten-Nutzen-Faktor II.

Nun auch in Aus­tra­li­en ver­tritt wohl eine Behör­de die Auf­fas­sung, dass Behin­de­rung eine Last ist, wenn auch eine Finan­zi­el­le. Eine Ein­wan­der­fa­mi­lie wird das Dau­er­vi­sum ver­wei­gert, weil der Sohn Down-Syn­drom hat. Somit wären wir wie­der mal beim Kos­ten-Nut­zen-Fak­tor Mensch. Das merk­wür­di­ge hier­bei ist, der Mensch schafft sich ein Wer­te­sys­tem, nennt es Geld, und...

Polizeiruf 110: Ungelöst und Sehenswert

Unge­löst ist der Fall des gest­ri­gen Abends nicht, “Rosis Baby”, denn dies wür­de mit Sicher­heit auch den sonn­täg­li­chen Zuschau­er über­for­dern, einen Tag vor der Arbeit abends im Bett noch nach dem Täter selbst zu fahnden.Ungelöst ist auch nicht, was mit dem Baby von Rosi, einer jun­gen Frau mit “geis­ti­ger” Behin­de­rung, pas­siert. Viel­leicht ist hier auch zu viel gelöst wor­den an...

Schwere der Behinderung proportional zur Menge an Klagen

Mich wür­de mal inter­es­sie­ren, ob es eine Unter­su­chung gibt oder gab, die einen Zusam­men­hang versucht(e) her­zu­stel­len: Müs­sen Schwer­be­hin­der­te häu­fi­ger Wider­spruchs­ver­fah­ren bis zum Gericht bestrei­ten als Behin­der­te mit nied­ri­ge­rem Grad der Behinderung? 

Verantwortung in Schuld

Sie zu tra­gen, sie auf uns zu neh­men. Dem Rich­ter, dem Klä­ger unse­re Ver­ant­wort­lich­keit in unse­rem Tun und Han­deln erklä­ren. Schuld, ich zitie­re aus Duden, Deut­sches Uni­ver­sal Wör­ter­buch S. 1357: “Schuld … 2. (o. Pl.) bestimm­tes Ver­hal­ten, bestimm­te Tat, womit jmd. gegen Wer­te, Nor­men ver­stößt; began­ge­nes Unrecht, sitt­li­ches Ver­sa­gen, straf­ba­re...

Über


Ein Blog, klei­ne “Skiz­zen” aus dem Inten­siv­Zim­mer, der Füh­rung in der Pfle­ge, als pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, dass Drum­Her­um, wie die Pfle­ge “lebt”, ihr gut tut, die Teil­ha­be wie in der Schu­le, was die Kranken‑, die Sozi­al­kas­sen … Wir mit­ten drin mit der Linn, unse­rer IntensivLady …

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