Häusliche Gewalt in der Familie & Pflege

Es ist wohl wieder an der Zeit, über die Gewalt in der Fam­i­lie zu reden, zumin­d­est hat dieses The­ma die Fam­i­lien­min­is­te­rien ange­sprochen, mit Bezug auf die Gewalt in den Fam­i­lien, die sich gegen die Frau richtet. Ein „offenes“ Tabu. Und heute mor­gen bekam ich im Deutsch­landra­dio zu hören: 50 Prozent der häus­lichen Gewalt geht von den Frauen aus. Eine heftige Zahl, die ich so nie ver­mutet habe. Eine Pilot­studie des Bun­desmin­is­teri­ums (Fam­i­lie & Soziales), so erk­lärt die Autorin des Beitrags, erar­beit­ete, dass die mit­telschwere bis schwere Gewalt in der Fam­i­lie auch von Frauen aus­geübt wird, dies zur Hälfte.

Und gegen wenn richtet sich diese Gewalt? Gegen die Kinder, würde jet­zt jed­er schnell antworten. Ja und doch auch gegen den Mann. Etwas, was kaum bekan­nt wird, da Män­ner ganz sel­ten ihre Frau anzeigen wür­den. Mehr hierzu gibt es auf der Web­seite vom DLR Kultur.

Doch muss ich bei diesem The­ma ein weit­eres Tabu ansprechen. Die Gewalt in der häus­lichen Pflege von behin­derten Men­schen. Etwas, was in meinen Augen viel zu sehr unter­schätzt wird. Denn dies geht nicht erst dort los, wo die Hand aus­fährt und das behin­derte Kinder geschla­gen wird, son­dern set­zt schon viel eher ein. Gewalt in der Pflege, so wird es in der Fach­welt abge­han­delt, begin­nt damit, dass jed­er Pfle­gende schnell lernt, dass er Macht er über seine „Schüt­zlinge“ hat. Gewalt, die dann damit startet, dass die Pflegeper­son bewusst ver­gisst, auf die Bedürfnisse des zu Pfle­gen­den zu acht­en oder wenn dieser in der vollen Windel länger liegen gelassen wird, wenn er nicht gesäu­bert wird nach dem Erbrechen.

Ist dies All­t­ag? Ich denke schon, so wie Gewalt an sich All­t­ag ist in vie­len Fam­i­lien. Dabei sei noch ange­merkt, die Macht über den Gepflegten ist sicher­lich vie­len Pfle­gen­den nicht ein­deutig klar, aber man kann sie schnell beobacht­en zum Beispiel, wenn etwas nicht nach Plan läuft, wenn die zu pfle­gende Per­son „Extrawün­sche“ hat. Häus­liche Gewalt in der Pflege, das kann in vie­len Fällen auch ein Symp­tom von Über­forderung mit der Lebenssi­t­u­a­tion und der Pflege an sich sein. Diese kann aber nicht nur die behin­derten Kinder tre­f­fen, son­dern auch die Großel­tern, die gepflegt wer­den müssen. Die eigentliche Kon­se­quenz wäre: Mehr ambu­lante Ange­bote für die Ent­las­tung der Pfle­gen­den, ohne dass dies eine finanzielle Belas­tung wird für die Familie.

Kat­e­gorie: 



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