Die Zeit ist abgelaufen: Der Rehabuggy

Let­zte Woche war es soweit – der Roll­stuhl ist vol­lends zusam­mengeschraubt, bezo­gen und kann sich allen im All­t­ag zeigen. Der Rehabug­gy – dessen Zeital­ter ist vor­bei, es geht nicht mehr. Das Inten­sivkind find­et dort nicht den geforderten orthopädis­chen Sitz und seine Fahreigen­schaft lässt viele Wün­sche offen. Doch, es ist ein Abschied. Sieben Jahre begleit­ete er das Inten­sivkind. Sieben Jahre. Er fuhr sie in die Kita, rollte über steinige und ver­wurzelte Wald­wege oder drück­te sich durch den Schnee, selb­st wenn der Fahr­di­enst ver­sagte.

Ein Abschied, der sich schw­er tra­gen lässt. Der Bug­gy musste erstrit­ten wer­den. Es dauerte gut ein Dreivier­tel  Jahr, denn die ersten Aus­sagen vom MDK standen dem ablehnend gegenüber. Let­z­tendlich hat­te dies sein gutes, denn so erhiel­ten wir dies Mod­ell und nicht seinen Brud­er, der nicht gut über Stock und Stein kommt.
Mit dem Weg­fall vom Bug­gy rang­ieren wir auch die Sitzschalen aus. Es wird span­nend wer­den, denn die Sitzschalen wur­den mit vom Sozialamt bezahlt. Jet­zt müssen somit diese Hil­f­s­mit­tel zurück und wir wis­sen nicht, was nun der Krankenkasse, was dem Sozialamt gehört. Ich hoffe, die kön­nen sich eini­gen und es wird nicht noch eine Sto­ry mit „Wie werde ich die Hil­f­s­mit­tel los, ohne mich stre­it­en zu müssen.“

Rehabuggy im Flur

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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